Maßnahmen, um das Fahrradfahren in der Passerstadt zu fördern

Weltfahrradtag: Liste Rösch/Grüne hat konkrete Vorschläge 

Dienstag, 01. Juni 2021 | 17:19 Uhr

Meran – Zum Internationalen Tag des Fahrrads am 3. Juni präsentiert die Liste Rösch/Grüne konkrete Vorschläge für Infrastrukturprojekte und Maßnahmen, wie das Fahrradfahren in der Passerstadt gefördert werden kann.

„Das Fahrrad bietet gerade auf kurzen und mittleren Strecken zahlreiche Vorteile, die durch die Verbreitung von E-Bikes noch größer werden: Es ist erschwinglich, zuverlässig, gesund und umweltfreundlich. Daher wollen wir in eine fahrradfreundliche Stadt investieren, damit alle Ziele im Alltag ohne Auto in 15 Minuten erreichbar sind“, sagt Bürgermeisterkandidat Paul Rösch.

Rasch gebaut werden sollten z. B. die bereits von der letzten Stadtregierung geplanten Radwege in der 4.-November-Straße und in der Cadornastraße, der die Handwerkerzone mit dem Zentrum und mit dem Untermaiser Bahnhof verbindet.

„Wir wollen das Erfolgsprojekt E-Bike2Work, bei dem Pendler*innen von der Gemeinde kostenlose E-Bikes für ihren Arbeitsweg erhalten, verlängern und ausbauen“, unterstreicht Listenführerin Madeleine Rohrer.

Radweg in der Manzonistraße

Außerdem soll in der Manzonistraße zwischen Theater- und Rätiabrücke entlang der Passer ein Fahrradweg entstehen, indem eine einen Meter breite, begrünte Auskragung errichtet wird. „Dieser Radwegabschnitt wäre eine wichtige Ergänzung im Meraner Radwegenetz und würde die Verkehrssicherheit erhöhen“, so die ehemalige Mobilitätsstadträtin Rohrer.

„Wir brauchen Straßen, Plätze und Wege, die eine sichere und eigenständige Mobilität für alle Generationen ermöglichen, von Kindesbeinen an bis zu den Seniorinnen und Senioren“, so Rohrer. „Das ist Teil einer gesunden, lebenswerten Stadt.“ Untersuchungen haben belegt, dass aktive Bewegung im Alltag, also zu Fuß gehen oder Rad fahren, gesundheitlichen Problemen vorbeugt.

Fahrrad als Wirtschaftsfaktor

Der Umbau Merans zu einer fahrradfreundlichen Stadt bietet auch große wirtschaftliche Chancen für den Einzelhandel und für den Tourismus.

Eine Umfrage der Gemeinde Meran im Jahr 2019 belegt: Wer mit dem Fahrrad einkauft, kauft lokal ein. „Mobilitätspolitik hat daher auch mit Nahversorgung zu tun, weil sie dafür sorgen kann, dass die Kaufkraft in Meran bleibt“, so Rohrer. Dafür brauche es diebstahlsichere Radständer vor allem in den Geschäftsstraßen, vor großen öffentlichen Einrichtungen und bei großen Arbeitgebern.

Die Anzahl der Radtouristen steigt jedes Jahr. Der Etschradweg, der direkt an Meran vorbeiführt, zählt in Deutschland zu den beliebtesten Strecken. Die Liste Rösch/Grüne setzt sich daher mit Nachdruck dafür ein, dass Bezirksgemeinschaft und Land den Durchstich unterhalb der Marlinger Brücke und damit die Anbindung des Radwegs entlang der Etsch mit dem Marlingersteig voranbringen.

„Radtouristen müssen eingeladen werden, in Meran zu essen, zu übernachten und die zahlreichen kulturellen Angebote zu nutzen. Dafür braucht es Infrastrukturen wie beispielsweise die Fahrradgarage unter dem Kornplatz“, so Rohrer.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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