Grüne rufen zum Schutz auf

“Wildbienen brauchen uns alle”

Dienstag, 19. Mai 2020 | 10:33 Uhr

Bozen – Der Weltbienentag am 20. Mai erinnert uns an die fleißigen Honigbienen, die als Bestäuber und Honigsammler den Menschen viel Gutes tun. Er erinnert uns aber auch an die häufig vergessene Gruppe der über 500 Wildbienenarten Südtirols. Das merken die Grünen in einer Aussendung an.

“Die meisten Wildbienenarten leben nicht in staatlichen Verbänden, sondern sorgen sich als Einsiedler um ihren Nachwuchs. Die Nester für die Brut werden fürsorglich in geschützte Mauerritzen, in löchriges Totholz oder in lose Steinhaufen gebaut. Nach einem Jahr schlüpfen die Jungbienen, welche sich wieder an Ort und Stelle um die nächste Generation kümmern. Jedes Jahr, verschwinden aber unzählige Nistmöglichkeiten für die Wildbienen, weil Trockenmauern, Hecken und Totholz aus der Kulturlandschaft verschwinden. Zudem setzen die in der Landwirtschaft ausgebrachten Pestizide den Wildbienen stark zu”, schreiben die Grünen.

Dabei seien Wildbienen genauso wie die Honigbienen emsige Arbeiterinnen und bestäuben unzählige Wild- und Nutzpflanzen. Für die Menschen sind sie kaum gefährlich, weil sie im Gegensatz zur Honigbiene über einen schwach entwickelten Stachel verfügen, den sie kaum einsetzen.

Was kann jede und jeder tun, um die Situation der Wildbienen zu verbessern? „Im privaten Garten genügt eine wilde Ecke mit Steinen, Totholz und Wildpflanzen. Selbstgebastelte oder gekaufte Bienenhotels können am Balkon oder am Fenstersims angebracht werden, die Wildbienen werden das Angebot dankend annehmen“, sagt Hanspeter Staffler von den Grünen. Die Landwirte könnten durch Reduzierung des Pestizideinsatzes und durch Anlegen ökologischer Ausgleichsflächen, wie es die Agrios-Richtlinien vorsehen, viel zum Erhalt der Wildbienen beitragen.

Grüne

“Aber auch die Gemeindeverwaltungen haben eine große Verantwortung: Öffentliche Brachflächen sollen nicht versiegelt werden, denn sie bieten den Sandbienen Nistmöglichkeiten. Die Grüne Fraktion hat sich stets für den Schutz der Bienen und für die Artenvielfalt im Allgemeinen eingesetzt. Wir freuen uns schon darauf, im Landtag unseren Gesetzentwurf für eine Ökowende sowie einen Beschlussantrag zum Schutz dieser kleinen und wichtigen Insekten vorzustellen”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "“Wildbienen brauchen uns alle”"


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Guenni
Guenni
Universalgelehrter
12 Tage 5 h

Falsche Überschrift SN !! Wildbienen brauchen uns gar nicht. Sie brauchen unseren Schutz, weil wir sie brauchen

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
12 Tage 4 h

👏👏👏👏👏👍

Spiegel
Spiegel
Superredner
12 Tage 1 h

Hier wir arbeiten schon lange mit Wildbienen. Also liebe Grünen mal in den Anlagen spazieren gehen und beobachten!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
12 Tage 56 Min

@Spiegel…..👍 würde ich mich gerne mal näher darüber informieren. Bei mir in meiner Region in D keine Chance, nur Maisanbau so weit das Auge reicht

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
12 Tage 5 h

da sieht man wie unsere monderne Gesellschaft läuft: die für uns wichtigsten Tiere, die Insekten, sterben (durch uns) aus, aber dafür vermehren wir jede Menge Hunde… 🤔 sehr sapiens!

genau
genau
Kinig
12 Tage 2 h

Nja schlimmer ist die Hauskatze.
Selbige richten einen enormen ökologischen Schaden an.

Die Hauskatze selber kann nichts dafür.
Aber der Mensch züchtet diese Tiere nur zu seiner eigenen Belustigung.🤢

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
12 Tage 2 h

Der Mensch braucht die Natur.
Die Natur braucht die Menschen nicht.

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