Kein ausreichender Schutz für Nutztiere

Wolfsplan: Erneut keine Einigung in Rom

Mittwoch, 06. Dezember 2017 | 16:37 Uhr

Bozen/Rom – Der aktuelle Entwurf zum Wolfsplan wird von Seiten des Landes Südtirol abgelehnt; der Tagesordnungspunkt in der Staat-Regionen-Konferenz wurde soeben vertagt.

Die Staat-Regionen-Konferenz hätte sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem Thema Wolf befassen sollen; da aber keine einheitliche Haltung bei den Vertretern der Regionen und Autonomen Provinzen herrscht, wurde beschlossen, das Thema nochmals zu vertiefen und daher aufzuschieben. In Vertretung der Südtiroler Landesregierung nahm Landesrätin Martha Stocker an der Sitzung in Rom teil.

Kein ausreichender Schutz für Nutztiere

“Auch die aktuelle Version des italienischen Wolfsplans erlaubt keinen ausreichenden Schutz für die Nutztiere der Bauern”, hebt Forst- und Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler hervor: “De facto hat sich seit Februar am Vorschlag zum Wolfsplan nichts verändert. Es ist uns jedoch gelungen, die Allianz der Regionen, die den Wolfsplan in dieser Form ablehnen, in der Landwirtschaftskommission vergangene Woche zu vergrößern: Neben dem Trentino, Aosta und Südtirol lehnen nun auch das Veneto und die Toskana den Plan in dieser Form ab.”

Zudem hat Landesrat Schuler einen Brief an die Mitglieder der Staat-Regionen-Konferenz geschrieben, in dem er nachvollziehbare Regeln für das Wolfsmanagement fordert: “Dieser Plan muss realistisch und damit umsetzbar sein”, unterstreicht Landesrat Schuler. Den Regionen bzw. Autonomen Provinzen soll es erlaubt werden, Wölfe zu entnehmen. Landesrat Schuler mahnt dafür einen Schulterschluss mit den Alpenregionen Italiens an. Nachdem es in diesem Fall für die Annahme in der Staat-Regionen-Konferenz die Einstimmigkeit der Regionen braucht, stand fest, dass der Plan nicht genehmigt werden wird.

Der Plan zum Wolfmanagement hätte bereits in der Staat-Regionen-Konferenz im Februar dieses Jahres beschlossen werden sollen. Auf Intervention von Landesrat Arnold Schuler wurde der Tagesordnungspunkt auch damals vertagt. Zugleich wurde sein Vorschlag angenommen, den Plan auch in der Landwirtschaftskommission zu diskutieren. Es zeichnete sich schon damals ab, dass die Möglichkeit einer Entnahme aus dem Plan gestrichen werden sollte.

Klare Kompetenzen auf lokaler Ebene gefordert

“Zwischen 2010 und 2016 wurde jedes Jahr die Präsenz von höchstens zwei oder drei verschiedenen Wölfen in Südtirol bestätigt – heuer waren es nun bereits sieben bis acht Tiere”, führt Landesrat Schuler aus. Auch die Rudel rund um Südtirol, die bis zu 100 Kilometer in einem Tag zurücklegen können, haben heuer stark zugenommen. Derzeit werden mehr als 10 Rudel zwischen dem Veneto, der Schweiz, dem Trentino, der Lombardei und Bayern gezählt. “Wir brauchen auf lokaler Ebenen klare Kompetenzen beim Wolfsmanagement, denn der günstige Erhaltungszustand, der immer wieder für die Regulierung gefordert wird, ist längst überschritten”, unterstreicht Schuler.

“Etwa 40 Risse gehen im laufenden Jahr nachweislich auf das Konto des Wolfes”, weist Landesrat Schuler hin. Und: “Die Wölfe werden zukünftig sicher enorme Probleme bereiten. Wir haben 1736 Almen, die zur Gänze bewirtschaftet sind, und auf die zahlreiche Kühe und Schafe aufgetrieben werden. Das verträgt sich nicht mit der Entwicklung der Wolfspopulation in Südtirol.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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28 Kommentare auf "Wolfsplan: Erneut keine Einigung in Rom"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
6 Tage 22 Min

Kein ausreichender Schutz für Nutztiere? Warum schützen die Tierhalter ihre Tiere nicht ausreichend? Wenn Eltern nicht auf ihre Kinder ausreichend Achten, kann das Jugendgericht sie weck nehmen. Sollte man bei den Tieren auch so machen.

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
5 Tage 23 h

..du hast alles verstanden…

WM
WM
Universalgelehrter
5 Tage 21 h

Wölfe sind sehr seltene tiere daher geschützt!!! Nicht der arno oder der italienische Staat können da was machen des sind eu gesetze.Hirtenhunde und elektrzaun müssen her so wie in andere staaten auch auserdem bekommen die bauern ja auch schadenersatz ….

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
5 Tage 20 h

@WM Du lügst eh wahrscheinlich absichtlich. Wölfe sind nicht selten, nicht bedroht. Das ist gut so. Sie haben Lebensraum jede Menge und dort sind sie reinrassig und weit vom Menschen und damit von Problemen entfernt.
Wer ihn überall ohne Rücksicht auf Verluste ansiedeln will, ist einfach nur unverbesserlich stur.

Enrique
Enrique
Tratscher
5 Tage 16 h

@gagarella
dein name ist programm

typisch
typisch
Superredner
5 Tage 11 h

warum kümmerst du dich nicht um den schutz der nutztiere oder sind dir die egal. ich finde jemand der sich gefährliche tiere richtet wie zb giftspinnen, der kann sie auch nicht frei laufen lassen und andere müssten sich davon schützen. nur ein beispiel

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
6 Tage 36 Min

…wos isch “ausreichender Schutz”?…Wölfe abknallen?… 😭

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
5 Tage 23 h

@Dublin  Ganz sicher nicht!! Du sollst nicht Töten, lautet das Gebot.
Der Bauer schützt seine Tiere, wie Eltern ihre Kinder schützen.

ando
ando
Superredner
5 Tage 19 h

@dublin

wölfe und füchse haben sonderstatus😉

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
5 Tage 19 h

@ando So wie Südtirol, Ivo und Tabi und Zitronenlimonade. 😂

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
5 Tage 17 h

@ando …ja…rettet die Wölfe und auch die Foxes… 👍

thomas
thomas
Superredner
5 Tage 13 h

@ando
joooo!!!! und Wildgänse auch. und Haie. und Bulldogs. und Bären….

natan
natan
Tratscher
5 Tage 11 h

@Gagarella du hast wohl keine Ahnung von was du da sprichst….

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
6 Tage 30 Min

wenn sich kompetente Leute treffen darf man sich auf alles gefasst machen ………….. 
wirklich kaum zu glauben was da abgeht 😀

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
5 Tage 22 h

Du wia holt olm!

joe02
joe02
Grünschnabel
6 Tage 55 Min

Martha stocker….. Oamol hot se des omt iber danoch is ondere…. Usw. Insere politiker werdn hin ud hergschobn um jo genug zi verdianen und et plotz fir junge zi mochn…. Oder sie sein allwissend und unverzichtbar… Und iatz grinsn ma a mol olle!

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
5 Tage 23 h

dei mogsch lei beide abwählen..

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
5 Tage 21 h

Ach die Frau Martha füllt sich ihre Taschen und donn verobschiebdet sie sich in die Pension, wou die Taschen nou voller werdn

Marta
Marta
Universalgelehrter
5 Tage 21 h

mit dem Arnold Schuler kommt man net weit !!!

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
5 Tage 20 h

Marta, bold terfsch wählen gian. Tua sell und schau net lei afn Dreitagesbart. 😂

Marta
Marta
Universalgelehrter
5 Tage 19 h

@enkedu nie und nimmer SVP !!!

knoflheiner
knoflheiner
Superredner
6 Tage 14 Min

olle wölf einfongen und am peters plotz in rom lafn lossn

Igor
Igor
Tratscher
5 Tage 23 h

Wildschwein verletzt deutschen Jäger tödlich https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Chronik/Angegriffenes-Wildschwein-verletzte-deutschen-Jaeger-toedlich

Und was machen wir mit den in Südtirol immer häufiger auftretenden Wildschweinen? 😉
Sie sind auf jeden Fall in Südtirol bisher häufiger anzutreffen als der Wolf.
Es wird stark bejagt, aber es ist bisher trotzdem noch nicht ausgerottet geworden.😉

denkbar
denkbar
Kinig
5 Tage 10 h

@Igor 👍👍👍😉😉😉☺☺☺

Igor
Igor
Tratscher
6 Tage 21 Min
natan
natan
Tratscher
5 Tage 11 h

Wieso schicken sie die Marta zu dem Treffen?? Plant man etwa die Ticketeinführung für Wölfe?? und wo war der Schuler??

DorfLaeff
DorfLaeff
Grünschnabel
5 Tage 13 h

“Erneut keine Einigung in Rom”… Eh klor, walsch…

So ist das
So ist das
Superredner
5 Tage 10 h

Ein heisses Eisen, aber auch ein willkommenes Wahlkampfthema für den angeschlagenen LR.

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