Von: lup
Bozen – Anlässlich des 80. Jahrestages der Italienischen Republik haben die Grünen ihre Forderung nach einer stärkeren Ausrichtung der internationalen Politik auf Frieden und Diplomatie erneuert. In einer Aussendung wird die zunehmende militärische Rhetorik in Europa und den USA kritisiert.
Die Co-Sprecherin der Grünen, Elide Mussner, fordert im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stärkere diplomatische Bemühungen der Europäischen Union. Die derzeitige Ausrichtung der europäischen Politik bezeichnet sie als „offensichtlichen Orientierungsverlust“: „Die anhaltende Weigerung der Europäischen Union an einer diplomatischen Lösung im russischen Invasionskrieg gegen die Ukraine zu arbeiten, ist ein offensichtlicher Orientierungsverlust der Politik selbst. Anstatt zu vermitteln und nach einer friedlichen Lösung zu suchen, entscheidet man sich, auf welcher Seite man stehen will: der Eine gegen den Anderen“, so Mussner.
Kritisch äußern sich die Grünen auch zu den Diskussionen über steigende Verteidigungsausgaben innerhalb der NATO. Mehr Waffen würden keinen Frieden schaffen, betont Co-Sprecher Luca Bertolini. Frieden entstehe durch Dialog, gegenseitiges Zuhören, diplomatische Bemühungen und Kompromissbereitschaft.
In ihrer Stellungnahme verweisen die Grünen zudem auf internationale Protestbewegungen gegen Aufrüstung und Krieg. Genannt werden Demonstrationen gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland, Proteste gegen den Krieg im Gazastreifen sowie die Bewegung „No Kings“ in den USA.
Mit Blick auf die Geschichte Europas und die Entstehung der Italienischen Republik nach dem Zweiten Weltkrieg betonen die Grünen die Bedeutung von zivilem Engagement für Frieden und Demokratie. Der Aufbau und die Sicherung des Friedens seien auch 80 Jahre nach Gründung der Republik eine zentrale politische Aufgabe, heißt es abschließend.




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