Für viele Gäste zählt beim Essen längst mehr als nur der Geschmack.

Mehr Herkunft auf dem Teller

Montag, 04. Mai 2026 | 00:01 Uhr

Von: First Avenue

Herkunft und Qualität spielen für viele Gäste eine immer größere Rolle. Hier setzt das Beratungsprogramm „Erfolgreich regional“ an: Es unterstützt Südtiroler Gastronomiebetriebe dabei, regionale Produkte bewusster einzusetzen und ihren Wert zu kommunizieren.

Seit Herbst 2025 begleitet das Programm Hotels, Restaurants und Gasthäuser aus Südtirol auf diesem Weg. Gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten aus der Branche – den Regio-Expert:innen Egon Heiss, Thomas Kostner, Margit Mair und Reinhard Steger – analysieren die Betriebe ihr Angebot und entwickeln konkrete Maßnahmen. Die Ansätze reichen von der Gestaltung der Speisekarte bis zu den Abläufen in der Küche.

Ziel ist es, regionale Zutaten zu verwenden und sie vor allem auch für Gäste sichtbar zu machen. Denn oft ist bereits viel vorhanden. „Wie viele Produkte die Betriebe eigentlich bereits verwenden, hat mich überrascht. Oft kommt das nicht an den Gast als Information“, sagt Küchenchef Thomas Kostner. Diese Lücke will das Programm mit individuellen Beratungen schließen.

Gut für Gast und Gastbetrieb

Für Gäste bedeutet das vor allem mehr Orientierung. „Heute möchten viele Zielgruppen wissen, woher Lebensmittel kommen“, erklärt Reinhard Steger. Informationen zur Herkunft, zu Produzenten oder zu Qualitätszeichen helfen dabei, bewusster zu wählen und das Angebot eines Betriebs besser einzuordnen.

Auch für die Küchen selbst bringt die stärkere Ausrichtung auf regionale Produkte Veränderungen mit sich. Wer saisonal und mit begrenzter Verfügbarkeit arbeitet, muss Angebote bewusster planen. Egon Heiss empfiehlt daher oft eine kleinere Speisekarte: „Weniger Gerichte bedeutet weniger Druck für Mitarbeiter in der Küche.“ Gleichzeitig erleichtere eine reduzierte Auswahl den Überblick über Einkauf und Vorräte – ein wichtiger Faktor, wenn mit frischen, regionalen Zutaten gearbeitet wird. So lasse sich auch Lebensmittelverschwendung besser vermeiden.

Foto: © IDM Südtirol-Alto Adige/Überall

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