Wenninger und Co. kassierten eine Auswärtsniederlage

1:2-Niederlage der Austria-Frauen in CL-Quali in Bergen

Dienstag, 25. August 2026 | 20:41 Uhr

Von: importer

Die Frauen der Wiener Austria gehen im Kampf um die erstmalige Teilnahme an der Ligaphase der Women’s Champions League mit einer Hypothek ins Rückspiel. Das Team von Trainer Stefan Kenesei verlor Dienstagabend das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde bei Brann Bergen 1:2 (1:1). “Ich bin sehr stolz, wie wir das heute gemacht haben. Mit so einer Leistung ist im Rückspiel viel möglich”, war Kenesei nicht unzufrieden. Die Retourpartie findet am Dienstag (18.00) in Wien statt.

Die österreichischen Doublesiegerinnen mussten in Bergen kurzfristig auf Neuzugang Verena Hanshaw verzichten. Die ÖFB-Nationalspielerin reiste kurz vor der Partie aus privaten Gründen ab. Beim norwegischen Meister spielte die Austria, die sich in der 2. Qualirunde gegen Hajduk Split (3:2) und Farul Constanta (5:0) durchgesetzt hatte, vor gut 1.800 Zuschauern munter mit. In Führung gingen allerdings die Gastgeberinnen. Mit einem direkt verwandelten Eckball erzielte die Finnin Nea Lehtola das 1:0 (22.), Austria-Torfrau Jasmin Pal kam in Bedrängnis nicht mehr ans Leder.

Sehenswerter Ausgleich – Elfer bringt Entscheidung

Doch das Team um Kapitänin Carina Wenninger fand die passende Antwort und ließ sich auch nicht von einem nicht geahndeten Handspiel von Brenna Lovera im Brann-Strafraum (25.) irritieren. Nach einem Uka-Corner drosch Elisa Pfattner mit einem sehenswerten Dropkick den Ball in die norwegischen Maschen zum Ausgleich (26.). In der zweiten Hälfte agierten die Violetten defensiver, und das wurde bestraft. Nach einem leichten Kontakt von Lotta Cordes an Lauren Davidson gab die rumänische Schiedsrichterin Alina Pesu einen schmeichelhaften Strafstoß (60.). Pal hielt den Elfmeter von Davidson, gegen den Nachschuss der Schottin war die Keeperin aber chancenlos (62.).

Die Wienerinnen konnten in der Schlussphase nicht mehr entscheidend zulegen und brauchen nun daheim einen Sieg mit zwei Treffern Unterschied. “Es war ein sehr intensives Spiel. Der Gegner hat sich das sicher einfacher vorgestellt. Wir haben kaum etwas zugelassen. Der Elfer war sehr hart zu akzeptieren, das müssen wir so nehmen”, meinte Coach Kenesei. Wenninger sieht noch alle Chancen für den Aufstieg. “Wir sind nach wie vor sehr gut im Spiel, deswegen ist alles in Ordnung. Wir können stolz auf unsere Leistung sein.”

In der Ligaphase würde der Austria ein Startgeld in Höhe von 505.000 Euro winken. Im Europacup bleibt die Austria aber auch im Falle eines Ausscheidens vertreten, dann würde der Umstieg in die 2. Quali-Runde des Women’s Europa Cup erfolgen.

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