Von: apa
Inter Mailand ist auf dem Weg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League gescheitert. Der Vorjahresfinalist verlor am Dienstag im K.o.-Phasen-Play-off-Rückspiel gegen Bodö/Glimt vor eigenem Publikum 1:2 und zog nach dem Auswärts-1:3 überraschend deutlich mit 2:5 den Kürzeren. Neben dem norwegischen Vizemeister, der im Play-off der Qualifikation Sturm Graz bezwungen hatte, schafften auch Atletico Madrid, Newcastle United und Bayer Leverkusen den Aufstieg.
Atletico sorgte nach dem Hinspiel-3:3 mit einem 4:1 zu Hause gegen Club Brügge noch für klare Verhältnisse. Mann des Spiels war der norwegische Mittelstürmer Alexander Sörloth mit einem Triplepack. Newcastle hatte schon vergangene Woche mit einem 6:1 gegen Karabach Agdam die Vorentscheidung herbeigeführt, das Heim-Rückspiel endete mit einem 3:2-Sieg. Damit sind sechs englische Teams im Achtelfinale dabei. Keine Tore fielen in Leverkusens Heimspiel gegen Olympiakos Piräus, die Deutschen machten dank des Auswärts-2:0 das Rennen. Die Achtelfinal-Auslosung findet am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon statt.
Mangelnde Inter-Effizienz
Inter erarbeitete sich im San Siro von Beginn an ein klares Übergewicht, war aber im Abschluss nicht effizient genug. Gäste-Tormann Nikita Haikin rückte mehrmals in den Mittelpunkt, wehrte etwa einen Schuss von Federico Dimarco (12.) und Kopfball von Davide Frattesi (28.) ab. Dazwischen war ein Thuram-Schuss übers Tor abgefälscht worden (15.). Auch nach dem Seitenwechsel drängten die in der Serie A nach zuletzt sechs Siegen und mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung auf Lokalrivale AC Milan vor dem Meistertitel stehenden Italiener auf den Führungstreffer.
Der fiel allerdings entgegen des Spielverlaufs auf der anderen Seite – dank eines Inter-Geschenks. Der kurz zuvor wegen einer blutenden Wunde verarztete Innenverteidiger Manuel Akanji bediente nach einem Haken zurück und missglückten Rückpass Bodös Ole Blomberg. Dessen Schuss konnte Yann Sommer noch parieren, gegen den Nachschuss von Jens Petter Hauge (58.) war er aber machtlos. Akanji hätte seinen Fehler bei einem Stangentreffer (69.) beinahe ausgebessert, wie im Hinspiel hatte Inter mit Aluminiumpech zu kämpfen. Und es kam noch schlimmer, Hakon Evjen (72.) schloss eine sehenswerte Aktion mit dem 0:2 ab. Der Anschlusstreffer von Alessandro Bastoni (76.) fiel nicht mehr ins Gewicht.
Atletico konnte sich auf Sörloth verlassen
Atletico konnte gegen Brügge wie im Hinspiel immer vorlegen. Sörloth traf nach 23 Minuten unter Mithilfe von Goalie Simon Mignolet erstmals. Nach dem 1:1 von Joel Ordonez, der nach einem verlängerten Corner per Kopf zur Stelle war (36.), waren die Gäste in Spaniens Hauptstadt sogar spielbestimmend. Johnny Cardoso sorgte jedoch mit dem 2:1 (48.) für einen perfekten Auftakt der Elf von Coach Diego Simeone in Hälfte zwei. Dank Sörloth (76., 87.) wurde die Angelegenheit noch deutlich. Den Belgiern war erst nach dem 1:3 die Luft ausgegangen.
Newcastle schloss in der Anfangsphase nahtlos an die Vorstellung in Aserbaidschan an. Sandro Tonali (4.) und der Ex-Rapidler Joelinton (6.) fixierten einen Blitz-Doppelpack. Der dritte Treffer der Engländer ging auf das Konto von Sven Botman (52.). Karabach leistete diesmal zumindest deutlich mehr Gegenwehr und verabschiedete sich mit einem achtbaren Resultat aus der besten internationalen Saison der Club-Geschichte. Auch Leverkusen ließ wie erwartet nichts mehr anbrennen. Da Alejandro Grimaldo am Aluminiumgehäuse scheiterte (62.), wurde es nichts mit einem Heimsieg.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen