Pole Hubert Hurkacz gewinnt Spiel mit 6:7(4), 4:6

Aus der Traum: Sinner verliert Masters-1000-Finale von Miami

Sonntag, 04. April 2021 | 21:58 Uhr

Miami – Jannik Sinner ist am Ostersonntag knapp am Turniersieg von Miami vorbeigeschrammt. Der 19-jährige Sextner Superstar musste sich im Endspiel des Masters-1000-Turniers in Florida dem Polen Hubert Hurkacz (ATP 37), nach 1:43 Stunden Spielzeit, in zwei Sätzen mit 6:7(4), 4:6.

Die Erfolgsserie vom Pusterer endet im Finale. Entscheidend war dabei sein Blackout am Ende des ersten Satzes – er lag schon mit 6:5 vorne, verlor dann aber seinen Aufschlag zu Null – sowie zu Beginn des zweiten Spielabschnitts, wo er gleich mit 0:4 in Rückstand ging. Doch Sinner zeigte stets enormen Kampfgeist und kann mit seinem Turnier mehr als zufrieden sein. Ab Montag wird er im ATP-Computer auf Platz 22 aufscheinen, und das im Alter von nur 19 Jahren und sieben Monaten. Sinner war zudem der jüngste Finalist bei einem Masters-1000-Turnier seit Rafael Nadal in Madrid 2005. Als zweiter „Azzurro“ überhaupt schaffte er den Sprung ins Endspiel eines Masters-Turniers. Fabio Fognini bleibt, zumindest noch, der einzige Italiener, der ein 1000er gewinnen konnte, 2019 in Monte Carlo.

Sinner bestritt heute sein drittes Finale auf der ATP-Tour, erstmals konnte er dabei am Ende nicht jubeln, nachdem er sich im Vorjahr in Sofia und zu Saisonbeginn in Melbourne 1 behaupten konnte. Mit den 600 gewonnenen Punkten nähert sich Sinner nun auch den Top 20 der Weltrangliste. Wäre das ATP-Ranking wegen der Corona-Pandemie nicht „eingefroren“ worden, würde er sogar auf Platz 9 der Weltrangliste aufscheinen.

Masters 1000 Miami – Jannik Sinner-Hubert Hurkacz

Nach 10 strengen und intensiven Tagen, wo Sinner der Reihe nach Hugo Gaston (ATP 162), Karen Khachanov (ATP 22), Emil Ruusuvuori (ATP 83), Alexander Bublik (ATP 44) und Roberto Bautista Agut (ATP 12) ausschaltete, kämpfte er heute Abend gegen seinen Kumpel Hubert Hurkacz aus Polen um den Turniersieg. Sinner und der 24-Jährige aus Wroclaw kennen sich sehr gut, immerhin spielten sie heuer schon zusammen im Doppel von Melbourne und Dubai. Gegeneinander haben sie allerdings noch nie gespielt. Auch Hurkacz spielt eine bärenstarke Saison und wird nach dem Triumph in Miami morgen auf Position 16 aufscheinen. In Florida behielt er gegen die Top-Spieler Denis Shapovalov, Milos Raonic, Stefanos Tsitsipas und Andrey Rublev die Oberhand. Auch heute gegen Sinner zeigte er ein fantastisches Tennis.

Der erste Satz war noch sehr ausgeglichen. Hurkacz nahm Sinner gleich im zweiten Game den Aufschlag zum 2:0 ab und erhöhte anschließend auf 3:0. Die Reaktion des Sextners ließ aber nicht lange auf sich warten: Im fünften Spiel konterte Sinner mit dem Rebreak zum 2:3. Gleich danach glich der „Azzurro“ zum 3:3 aus. Im 11. Game sicherte sich Sinner sogar das nächste Break zur 6:5-Führung. Der Südtiroler hätte auf eigenem Aufschlag zum Satzgewinn ausservieren können, verlor aber seinen Aufschlag zu Null zum 6:6. Im Tiebreak zog Hurkacz auf 6:2 davon. Sinner konnte die ersten beiden Satzbälle zwar noch abwehren, den dritten verwandelte der Pole, nach 58 Minuten Spielzeit, zum 7:4.

Im zweiten Spielabschnitt ging Hurkacz prompt mit 4:0 in Führung. Sinner gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte mit einem Rebreak auf 2:4. Der Südtiroler zeigte zwar enormen Kampfgeist, konnte Hurkacz aber nicht mehr breaken. So setzte sich der Pole wenig später mit 6:4-Punkten durch. Schade für den „Azzurro“, den das Blackout am Ende des ersten Satz sowie zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zum Verhängnis wurde. „Komplimente an Hurkacz, er hat ein unglaubliches Turnier gespielt. Ich bin mit meiner Leistung ebenfalls sehr zufrieden, auch wenn ich heute zu viele Fehler gemacht habe. Aber das ist Tennis, man kann nicht immer gewinnen. Nächstes Jahr werde ich wieder voll angreifen“, so die Worte von Sinner bei der Preisverleihung.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Aus der Traum: Sinner verliert Masters-1000-Finale von Miami"


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Universalgelehrter
8 Tage 14 h

Kein Grund, traurig zu sein Yannik, das war ein großer Fight. 💪💪Du wirst deinen Weg machen.

Ninni
Ninni
Kinig
8 Tage 5 h

@ Offline

auf jeden Fall, so jung, so weit nach vorne gekämpft, Wahnsin

Ein Hoch für Jannik 👏👍💪

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Universalgelehrter
8 Tage 2 h

@Ninni..habe es live gesehen. Wie er im zweiten Satz nach 0 : 4 und Breakball gegen sich noch einmal zurückgekommen ist, das war schon außergewöhnlich und zeigte seine große Klasse und in jungen Jahren sehr starke Nerven.

Ninni
Ninni
Kinig
8 Tage 1 h

@Offline

..ohh jaa, habe es selbst verfolgt 💪👍👏

Orch-idee
Orch-idee
Neuling
8 Tage 3 h

Ein super Talent…Bravo Yannik….so jung und schun so erfolgreich

spotz
spotz
Tratscher
8 Tage 2 h

super Typ!!!
bist schon ein großer sympathischer Mensch!!!
du wirst noch vieles erreichen!!!

DerTom
DerTom
Tratscher
8 Tage 2 h

super – do mocht Tenniszuaschaugn wieder spassssss

xXx
xXx
Universalgelehrter
8 Tage 46 Min

Die Nervosität war ihm anzusehen, was in so jungen Jahren und bei seinem 1. großen Finale aber mehr als Verständlich ist.

Was für ein wahnsinns Talent er hat, hat er übet das ganze Turnier gezeigt.

Er wird auch aus dieser Niederlage lernen und noch stärker zurückkommen.

Wenn er von größeren Verletzungen verschont bleibt, können wir uns auf Jahrelanges Weltklasse Tennis “Made in Südtirol” freuen 💪🏼👏🏻🥳

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
7 Tage 20 h

Ich verstehe den Sinn dieses Hin- und Herschieben eines unschuldigen Balles nicht.

mayway
mayway
Tratscher
7 Tage 22 h

und er wird wieder kommen u. alles wegfegen….Sinner Nr.1

Storch24
Storch24
Kinig
7 Tage 22 h

Du bist trotzdem einer der Besten, und noch so jung, also ist vieles noch erreichbar.
Ich drücke weiterhin die Daumen

mandorr
mandorr
Superredner
7 Tage 14 h

Trotzdem Klasseleistung, Jannik, weiter so. Ganz Südtirol steht hinter dir!!

Lauterfresser
Lauterfresser
Grünschnabel
7 Tage 13 h

Erstklassig! Lediglich eine Frage der Zeit!! Großartige Leistung!!!

wellen
wellen
Universalgelehrter
7 Tage 3 h

Man sollte aufpassen, den Bua nicht zu verbrennen

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