Baumgartner erlebte eine Enttäuschung

Baumgartner verpasst Halfpipe-Quali – Goldfavorit gestürzt

Freitag, 20. Februar 2026 | 16:51 Uhr

Von: apa

Freeskier Sam Baumgartner hat den angepeilten Sprung ins Halfpipe-Finale bei den Olympischen Winterspielen in Livigno nach zwei Stürzen klar verpasst. Der 28-jährige Oberösterreicher brachte seine beiden Läufe am Freitag nicht fehlerfrei zu Ende und belegte mit 24,50 Punkten den 23. Platz bei 25 Teilnehmern. Der neuseeländische Goldfavorit Finley Melville Ives stürzte schwer und blieb nach seinem zweiten Lauf minutenlang regungslos in der Halfpipe liegen.

Der 19-jährige Weltmeister und Weltcupführende klappte bei der Landung nach einem Trick unglücklich zusammen und schlug hart in der Eisröhre auf. Melville Ives wurde vom medizinischen Personal behandelt und nach fünf Minuten mit einer Trage unter dem Applaus der anwesenden Zuschauer weggefahren. Auch in seinem ersten Lauf war der X-Games-Sieger gestürzt, nachdem ihm in der Luft ein Ski abhanden gekommen war.

Baumgartner: Melville Ives geht es soweit gut

Baumgartner bekam den schweren Sturz seines Kollegen vor seinem zweiten Lauf mit. “Ich habe gleich weggeschaut. Das war auch ein bissl ein Dämpfer für die ganze Stimmung am Start”, erzählte er. Allerdings gab Baumgartner auch Entwarnung. “Was ich mitbekommen habe, geht es Finley soweit gut und es ist alles in Ordnung.” Seine eigene Leistung bei seinem Olympia-Debüt bewertete er mit einem klassischen “Nicht genügend”. Es sei eine “riesengroße Enttäuschung und absolut nicht das, was ich mir erwartet und erhofft habe”, sagte er. “Es war einfach nicht gut genug.”

Gut genug war jener Mann, den US-Präsident Donald Trump als “Loser” bezeichnet hatte. Der US-Freestyler Hunter Hess formte nach seinem erfolgreichen Qualifikations-Auftritt ein “L” mit seinen Fingern und zeigte es in die Kamera. Danach sprach er über seine turbulenten vergangenen Tage bei Olympia. “Ich habe mein ganzes Leben geopfert, um das zu erreichen. Ich werde mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten lassen”, sagte der 27-Jährige, der als Fünfter der Quali im Finale um eine Medaille kämpft.

Hess hatte sich vor Beginn der Spiele mit anderen US-Olympia-Teilnehmern kritisch zur aktuellen Lage in den Vereinigten Staaten geäußert. Daraufhin hatte Präsident Trump ihn als einen “echten Loser” bezeichnet und betont, Hess würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten. Nach der Qualifikation erneuerte Hess mit deutlichen Worten ein Bekenntnis zu seiner Heimat.

Kanadierin Sharpe in stabilem Zustand

Die kanadische Freeskierin Cassie Sharpe befindet sich nach ihrem heftigen Sturz in der Frauen-Qualifikation tags zuvor in einem “stabilen Zustand”. Das teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Die 33-jährige Olympiasiegerin von 2018, die bei ihrem Sturz mit dem Kopf hart aufgeprallt war, danach aber mit beiden Armen winkte, werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter.

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