Von: mk
Bozen – Die Serie B 2025/26 ist am letzten Spieltag angekommen und spannender könnte die Ausgangslage kaum sein. Der FC Südtirol, der mit dem klaren Ziel in die Meisterschaft gestartet ist, den vierten Klassenerhalt in Serie einfahren zu wollen, hat das eigene Schicksal weiterhin selbst in der Hand. Das letzte und entscheidende Match dieser Spielzeit bestreiten die Weißroten am Freitagabend, den 8. Mai um 20.30 Uhr – zeitgleich mit allen weiteren Partien des 38. Spieltags – im Bozner Drusus-Stadion gegen Juve Stabia.
Einen Spieltag vor Saisonende rangiert das Team von Trainer Fabrizio Castori mit 40 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz und liegt damit einen Zähler über der Playout-Zone. Dies bedeutet, dass der FC Südtirol den angestrebten Klassenerhalt aus eigener Kraft erreichen kann, ohne auf die Resultate auf den anderen Plätzen angewiesen zu sein. Mit einem Heimsieg am Freitagabend wären die Verfolger – Virtus Entella (39 Punkte) und Bari (37 Punkte) – nicht mehr in der Lage, die Südtiroler im Klassement noch einzuholen.
Sollten nach Abschluss des 38 Spieltags zwei oder mehrere Mannschaften im Klassement punktgleich dastehen, wird zunächst eine Mini-Tabelle aus den Ergebnissen der direkten Duelle berücksichtigt, gefolgt von der allgemeinen Tordifferenz sowie der Anzahl der erzielten Treffer.
Trainer Castori kann im entscheidenden Spiel am Freitag auf die Rückkehr von Martini zählen, der zuletzt auswärts in Genua verletzungsbedingt nicht im Kader stand. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Torhüter Cragno sowie die beiden Verteidiger Kofler und Bordon.
Der Gegner
Juve Stabia hat sich bereits vorzeitig für die Playoffs qualifiziert und wird die Meisterschaft unabhängig vom Ausgang des 38. Spieltags auf dem siebten Tabellenrang abschließen. Die Wespen verfügen eine Runde vor Schluss über vier Punkte Vorsprung auf die Verfolger Avellino, Cesena und Mantova sowie fünf Zähler Rückstand auf den Tabellensechsten Modena.
Für den Club aus Kampanien handelt es sich um die zweite aufeinanderfolgende Teilnahme an den Aufstiegsspielen, nachdem man am Ende der Saison 2023/24 den Wiederaufstieg in die Serie B geschafft hatte. Die Mannschaft von Trainer Ignazio Abate, der seine erste Saison in der zweithöchsten italienischen Spielklasse absolviert und dabei überwiegend auf ein 3-5-2-System setzt, überzeugte über die gesamte Saison hinweg mit bemerkenswerter Konstanz und etablierte sich früh als fester Anwärter für die Playoffs.
Am vergangenen Spieltag musste Juve Stabia eine knappe 0:1-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Frosinone hinnehmen. Im Hinblick auf das Duell mit dem FC Südtirol kann Trainer Abate wieder auf Abwehrspieler Diakité zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Zuletzt nicht zur Verfügung standen Verteidiger Kassama, Mittelfeldspieler Zeroli sowie Angreifer Burnete.
Augenmerkt auf
Nicola Mosti ist mit sieben Treffern – gemeinsam mit dem ehemaligen FCS-Profi Leonardo Candellone, der nach längerer Verletzungspause vor seinem Comeback steht – der treffsicherste Akteur von Juve Stabia. Bemerkenswert ist dabei seine Formkurve: Sechs dieser Tore erzielte der 28-jährige Mittelfeldspieler seit Anfang Februar, verteilt auf seine letzten 16 Einsätze. Darüber hinaus ist Mosti mit 39 herausgespielten Chancen der Spieler mit den meisten eingeleiteten Offensivaktionen seines Teams.
Zu den konstantesten Leistungsträgern von Juve Stabia zählt außerdem Omar Correia, der im vergangenen Sommer von Triestina nach Castellammare di Stabia gewechselt ist. Der 26-Jährige aus Evreux (Frankreich), flexibel im Mittelfeld oder in offensiverer Rolle einsetzbar, hat bisher in 33 Spielen vier Treffer und zwei Assists verbucht. Auch defensiv weiß Correia zu überzeugen: Im Durchschnitt 5,2 Ballgewinne pro Partie bedeuten den Höchstwert unter den Feldspielern.
Als strategischer Dreh- und Angelpunkt im Spiel von Trainer Abate fungiert Giuseppe Leone. Der 25-jährige zentrale Mittelfeldspieler, ausgebildet im Nachwuchs von Juventus, bestreitet seine dritte Saison für Juve Stabia und kommt bislang auf 34 Ligaeinsätze, in denen er drei Tore und ein Assist beigesteuert hat.
Der Schiedsrichter
Die Begegnung zwischen dem FC Südtirol und Juve wird von Herrn Livio Marinelli aus der Sektion Tivoli geleitet. Zur Seite stehen ihm die Assistenten Mattia Politi (Lecce) und Paolo Bitonti (Bologna) sowie der vierte Offizielle Riccardo Dasso (Genua). Die Videoschiedsrichter der Partie sind die Herren Lorenzo Maggioni (VAR; Lecco) und Matteo Gualtieri (AVAR; Asti).




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen