28:23-Sieg gegen Triest

Erstes Heimspiel, erster Heimsieg: Die weiß-rote Festung hält Stand

Samstag, 18. September 2021 | 22:04 Uhr

Bozen – Im Rahmen des 2. Spieltages der Serie A Beretta standen sich am Samstagabend der SSV Loacker Bozen Volksbank und der italienische Rekordmeister Triest in der Gasteiner Halle gegenüber. Angeführt von einem wahrhaftig entfesselten Pedro Hermones holten die Weiß-Roten dabei den ersten Heimsieg im ersten Heimspiel und schickten Triest mit 28:23 nach Hause. Bester Werfer der Bozner war Kapitän Dean Turkovic (8 Tore), der außerdem den 15.000 Treffer des SSV Loacker Bozen Volksbank in der Serie A erzielte.

Der SSV Loacker Bozen Volksbank legte stark los und schaffte es nach 10 Minuten, durch ein Vier-Tore-Break auf 5:2 auszubauen. Die Gäste aus der Region Friaul Julisch Venetien wirkten bei ihrem Saisoneinstand (sie hatten am 1. Spieltag spielfrei) vor allem in der Anfangsphase sehr nervös, was die Bozner eiskalt bestraften. Nach 14 Minuten stellte Pasini sogar auf 7:3 und Triest-Trainer Fredi Radojkovic bestellte zum ersten Mal ein Timeout.

Insgesamt waren Tore im ersten Durchgang Mangelware – „nur“ 21 Treffer standen nach 30 Minuten zu Buche. Dafür waren auch die Torhüter verantwortlich. Vor allem SSV-Bozen-Schlussmann Pedro Hermones entzückte das knapp 100-köpfige Publikum in der Gasteiner Halle mit einer Parade nach der anderen. Besonders laut wurde es in der 20. Minute, als der Brasilianer einen Siebenmeter von Bratkovic mit einem sagenhaften Reflex entschärfte. Auch wenn sich Triest vom schlechten Einstand etwas erholt hatte, gaben die Talferstädter weiterhin den Ton an. In der 27. Minute gelang Turkovic mit dem 12:7 sogar eine zwischenzeitliche Führung von fünf Toren, doch Triest zündete in den letzten Minuten noch einmal den Turbo und kam durch Pagano (28.) und Dapiran (29.) wieder auf den 12:9-Halbzeitstand heran.

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Hermones wird zum Helden und Siebenmeter-Killer

In einer zweiten Halbzeit mit jeder Menge Emotionen war es anfangs ein ständiges Hin und Her. Beide Teams lieferten sich einen hochspannenden Kampf um jeden Ball und Zentimeter. Ein Mann brachte die Gasteiner Halle heute aber besonders zum Kochen: Pedro Hermones zeigte eine bärenstarke Vorstellung und hängte nach der ersten Siebenmeter-Parade gleich noch zwei hinzu: In der 37. Minute entschärfte er den Siebenmeter vom ehemaligen Bozner Dapiran, keine 10 Minuten später wagte sich Triests Trainersohn Jan Radojkovic an die rote Linie und auch er scheiterte an Hermones (46.).

Der überragende Hermones und eine starke Leistung der Abwehr ermöglichten dem SSV Loacker Bozen Volksbank schon bald die Reißausnahme. Erwähnen muss man dabei das 20:15 durch Dean Turkovic: Mit diesem Treffer erzielte er nämlich das 15.000 Tor des SSV Bozen in der Serie A. Dass es ausgerechnet Kapitän und Vereinslegende Turkovic machte, hat schon fast etwas Kitschiges an sich.

Die Partie nahm seinen Lauf und der SSV Bozen weiter Reißaus. Mit dem 21:15 durch Ladakis (48.) waren es sechs, mit dem 23:16 durch Sonnerer (53.) sogar sieben Tore Vorsprung. Auch wenn sich Triest weiter tapfer wehrte und nicht ans Aufgeben dachte, war klar, dass die Weiß-Roten diesen Heimsieg nicht mehr hergeben würden. Beim Endstand von 28:23 ertönte die Schlusssirene und die Gasteiner Halle explodierte im Jubelgeschrei.

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Die Stimmen zum Spiel:

Mario Sporcic (Trainer SSV Loacker Bozen Volksbank): „Wir waren heute gut eingestellt auf Triest, wir wussten, wie Fredi Radojkovic seine Mannschaft trainiert. Das und die Leistung von Pedro, die mich heute wirklich sprachlos gemacht hat, haben uns diesen Sieg eingebracht. Auch die Abwehr zeigte sich stark verbessert nach der Partie gegen Pressano. Ich bin sehr zufrieden, wir haben heute gekämpft wie die Löwen und 110 Prozent bis zum Schluss gegeben.“

Pedro Hermones (Torhüter SSV Loacker Bozen Volksbank): „Heute hat die Abwehr vor mir wirklich stark gearbeitet, das hat mir erst zu meinen Paraden verholfen. Ich bin natürlich überglücklich über diesen Sieg und auch meine Leistung. Bei den Siebenmetern habe ich heute versucht, die Schützen mit kleinen Psycho-Spielchen ein wenig zu belasten – das hat wohl gut funktioniert.“

SSV Loacker Bozen Volksbank – Triest 28:23 (12:9)

SSV Loacker Bozen Volksbank: Hermones, Rottensteiner; Sonnerer 4, Ladakis 3, Walcher, Plattner, Pasini 3, Rossignoli, Mathà 2, Niksiar, Udovicic 3, Turkovic 8(3), Trevisol, Gligic 3, Mizzoni 1. Trainer: Mario Sporcic.

Triest: Postogna, Zoppetti; Radojkovic 1, Aldini, Dapiran 1, Hrovatin 3, Nocelli 1, Pernic, Mitrovic 5(1), Di Nardo 3, Visintin 2, Stojanovic, Pagano 5, Bratkovic 2. Trainer: Fredi Radojkovic.

Schiedsrichter: Carlo Dionisi/Stefano Maccarone

Von: ka

Bezirk: Bozen

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