Tennis

Feldthurns liefert das volle Rodeo

Dienstag, 21. April 2026 | 17:56 Uhr

Von: mk

Feldthurns – 70 Spieler, drei Tage, Kunstrasenplätze und Night Sessions: Bei der fünften Etappe der Südtirol Rodeo Serie (SRS) powered by Waterdrop war richtig viel los.

Feldthurns wollte viel. Feldthurns bekam alles. Tempo, Drama, lange Abende unter Flutlicht und ein Tableau, das sich gefühlt stündlich neu sortierte. Wer gerade spielt, wer schon raus ist oder wer plötzlich im Finale steht? Gute Frage. Nächste Frage.

In der dritten Kategorie machten es sich die Spieler aus dem Ahrntal bequem und verlegten das Geschehen kurzerhand unter sich. Thomas Auer und Robert Elzenbaumer klärten die Sache direkt im Finale. Zwei, die das Turnier von Beginn an kontrollierten und am Ende genau dort standen, wo sie hingehören. Hausherr Günther Obrist und Boris Soster hielten in den Halbfinals zwar stark dagegen, mussten sich aber verabschieden – gute Rollen, nur eben nicht die Hauptrollen.

In der vierten Kategorie der Herren wiederholte sich ein bekanntes Muster. Fabian Planatscher gewinnt. Schon wieder in dieser noch jungen Saison. Der Mann spielt derzeit in einer eigenen Liga und sammelt Titel mit einer Selbstverständlichkeit, die fast schon unheimlich wirkt. Günther Obrist versuchte im Finale dagegenzuhalten, doch Planatscher ließ wenig Raum für Überraschungen. Bei den Damen sorgte das Heimteam immerhin für das emotionale Gegengewicht. Claudia Cappellari entschied das Feldthurnser Derby gegen Katja Peer für sich und brachte damit das Publikum endgültig auf ihre Seite. Ein Finale, das genau das lieferte, was lokale Duelle ausmacht: Spannung, Intensität und am Ende einen Heimsieg, mit dem alle leben konnten.

Abseits der Finalspiele schrieb auch Fabian Stuffer seine eigene Geschichte. Der Spieler von Tennis Brixen, eigentlich Skilehrer mit Tennis als „Nachsaison-Projekt“, startete als NC und marschierte mit fünf Siegen durch das Feld. Erst ein 4.2er stoppte den Lauf von Stuffer. Bis dahin war es einer dieser Auftritte, die ein Turnier erst richtig lebendig machen. Und dann war da noch Matteo Scaggiante. Zwei Kategorien, unzählige Matches, kaum Zeit zum Durchatmen. Einer dieser Spieler, bei denen man sich fragt, ob sie irgendwann einfach auf dem Platz übernachten. Marathonmann trifft es ziemlich gut. Feldthurns hat geliefert. Sportlich, atmosphärisch und ein bisschen chaotisch. Aber genau das macht dieses Rodeo aus.

Ergebnisse

3. Kategorie Finale Thomas Auer (TV Ahrntal) – Robert Elzenbaumer (TV Ahrntal) 4:2 5:4 Halbfinale Thomas Auer (TV Ahrntal) – Günther Obrist (ASV Feldthurns) 5:3 4:2 Robert Elzenbaumer (TV Ahrntal) – Boris Soster (SV Lana) 1:4 4:0 7:1

4. Kategorie – Herren Finale Fabian Planatscher (Vahrn) – Günther Obrist (ASV Feldthurns) 4:0 5:3 Halbfinale Günther Obrist (ASV Feldthurns) – Massimiliano Manfrin (SV Mölten) 4:1 4:0 Fabian Planatscher (Vahrn) – Herbert Blasbichler (ASV Feldthurns) 4:0 4:2

4. Kategorie – Damen Finale Claudia Cappellari (ASV Feldthurns) – Katja Peer (ASV Feldthurns) 5:4 4:2 Halbfinale Katja Peer (ASV Feldthurns) – Laura Zucchermaglio (Tennis Brixen) 4:1 4:2 Claudia Cappellari (ASV Feldthurns) – Greta Unterhofer (TC Rungg) 4:2 0:4 7:5

Bezirk: Eisacktal

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