Stephane Tempier holt sich Führung der Internazionali d’Italia Series zurück

Fontana und Dahle: Nals krönt die Favoriten

Sonntag, 09. April 2017 | 20:38 Uhr

Nals – Der Italiener feiert einen Doppelsieg mit Bianchi Countervail und Stephane Tempier holt sich die Führung der Internazionali d’Italia Series zurück, die Norwegerin erhöht ihre Siege auf sechs beim Marlene Südtirol Sunshine Race.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

Eine Strecke mit den Eigenschaften wie jene des Marlene Südtirol Sunshine Race spaltet die Meinungen der Athleten. Es gibt jene, die sie lieben und sich an den Kehren des Nachtigallenwegs erfreuen und jene, die diese meiden möchten und sich dafür lieber in die technischen Wurzeln in den Abfahrten von Nals stürzen. Bei einem sind sich jedoch alle einig: in Nals gewinnt man nicht durch Zufall. Es braucht Kraft, Ausdauer, Kondition, Kopf und Taktik.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

Alles Eigenschaften die Marco Aurelio Fontana (Bianchi Countervail) und Gunn-Rita Dahle (Team Merida Gunn-Rita) nicht fehlten, um sich bei der 17. Ausgabe des internationalen Rennen in Nals, der vierten Etappe der Internazionali d´Italia Series zum Sieger zu küren. Und es ist nicht das erste Mal für die beiden: Fontana gewann bereits 2012, die Norwegerin sogar bereits fünf Mal zuvor. Es sind somit die Favoriten für das Rennen und für die vielen gekommenen Zuschauern, welche das Mountain Bike Spektakel bei einem herrlichen Tag in Südtirol genießen wollen.

Die Bilanz des Tages kann man im Lächeln von Florian Pallweber, Präsident der Sunshine Racers ASV Nals erkennen: ein Tag der Besser nicht laufen konnte, es herrscht eine Atmosphäre von Feststimmung mit mehr als 750 Athletinnen in den unterschiedlichen Kategorien.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

FONTANA + TEMPIER: HIMMELBLAUES FEST

Sie waren die Topfavoriten und wurden dieser Rolle beim Marlene Südtirol Sunshine Race gerecht. Marco Aurelio Fontana und Stephane Tempier feiern mit dem Team Bianchi Countervail, des Teammangers Massimo Ghirotto, einen Doppelsieg in Nals. Jedoch nicht täuschen lassen: das Rennen war alles andere als eine leichte Fahrt, nur in den letzten Kurven konnte Tempier Florian Vogel (Focus XC) einholen, der sich mit dem dritten Platz nach einem hartumkämpften Rennen zufrieden geben musste.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

Ein schneller Start und viele Athleten in den vorderen Positionen für die Spitzenplätze: bei der Zieldurchfahrt nach der zweiten Runde befinden sich mehr als zehn Fahrer in weniger als dreißig Sekunden, mit Mirko Tabacchi (C.S. Carabinieri) und Andrea Tiberi (NOB Selle Italia) abwechselnd in der Spitzenposition. Bei hälfte Rennen kommt der Angriff von Fontana – Vogel, während sich auf der dritten Position nur einige Sekunden dahinter überraschend Andrea Righettini (KTM – Protek – Dama) einreiht. Fontana schafft es jedoch die technischen Passagen zu nutzen, um einen kleinen Vorsprung zu Vogel herauszufahren, während dahinter Stephane Tempier und Gerhard Kerschbaumer (Torpado – Gabogas) Platz um Platz gut machen.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

In der letzten Runde schafft es Fontana sich von Vogel abzusetzen, während Tempier seine Aufholjagd beendet und Vogel überholt und seinen Teamkollegen kurz vor dem Ziel erreicht. Vierter Platz für Righettini, vor dem Lokalmatadoren Kerschbaumer (Torpado-Gabogas), zur Freude seines Publikums. Komplettiert werden die Top 10 von Daniele Braidot (CS Carabinieri), Andrea Tiberi, Mirko Tabacchi, Marcel Guerrini (Focus XC) und Maximilian Foidl (Bike Team Kirchberg). Knapp außerhalb der zehn Nadir Colledani (Torpado-Gabogas), elfter und immer noch Führender in der Gesamtwertung der U23.

Marco Aurelio Fontana übernimmt hingegen wieder das Trikot des Gesamtführenden der Kategorie Open Männlich: mit 113 Punkte, 13 Punkte vor Tempier, 35 vor Marotte und 36 vor Vogel. Die doppelten Punkte in Coumayeur halten jedoch noch alles offen, jedoch das blaue Trikot der Internazionali d´Italia Series wird in den Händen des hellblauen Teams bleiben.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

FRAUEN ELITE, ES IST IMMER GUNN-RITA

Es sind sechs. Trotz ihres Alters, Nals bleibt das Reich von Gunn-Rita Dahle (Team Merida Gunn-Rita). Die Norwegerin schafft es auch dieses Mal die fünf Runden als Schnellste zu bewältigen, vor ihrer größten Konkurrentin Linda Indergand (Focus XC), die in Montichiari den Wettkampf dominierte.

Gleich nach dem Start geht Dahle in Führung und sofort wird klar, dass es ein Duell zwischen zwei wird. Nur Indergand schafft es den Rhythmus mit einem Abstand um die 30 Sekunden zu halten, während die anderen bereits zwei Minuten hinter ihnen zurückliegen. Das Duell spielt sich in den beiden ausschlaggebenden Teilen der Strecke ab: die Norwegerin spielt ihre Stärken im Aufstieg aus, während die Schweizerin in den Abfahrten glänzt. In der letzten Runde, holt Indergand auf und schafft es nach dem Nachtigall Anstieg den Rückstand auf 20 Sekunden zu reduzieren: mit einer Abfahrt am Limit schafft es die Norwegerin den Vorsprung zu halten und sich den Sieg zu holen.

Auch der Kampf um den dritten Platz ist spannend: die Weltklasse Athletin Lisi Osl (Ghost Factory Racing) schafft es mit nur wenigen Sekunden aufs Podium vor Chiara Teocchi (Bianchi Countervail), die das U23 Rennen für sich entscheiden konnte und immer mehr unter Beweis stellt, dass sie bereits mit den Großen mithalten kann. Nur der fünfte Platz für Tanja Zakelj (Unior Tools), die bereits ein Sieg in Nals in der Vergangenheit holen konnte, vor Serena Calvetti (Damil-GT Trevisan). Letztere hält jedoch den Vorsprung in der Gesamtwertung vor Chiara Teocchi, diese steht bei der U23 Wertung ganz vorne.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

ZANOTTI E TOVO GEWINNEN BEI DEN JUNIOREN

Nach Montichiari, konnte Juri Zanotti (Velo Club Monte Tamaro) auch in Nals das Junioren Rennen für sich entscheiden. Gestartet mit dem roten Trikot des Gesamtführenden, überquert Zanotti in allen Runden als erst die Ziellinie, nur Filippo Fontana (Gottardo Giochi Caneva) sowie auf dritter Position Nicola Taffarel (Damil-GT Trevisan) konnten mithalten. Der Vorsprung des Führenden wuchs von Runde zu Runde und als man glaubte, dass die Platzierungen fest stehen, verhalf ein Reifendefekt Fontana aufs Podium: für Taffarel blieb der undankbare vierte Platz, fünfter wurde Alberto Brancati.

Wie bei den Junioren Zanotti, dominierte bei den Damen Marika Tovo (Rudy Project-XCR) von Anfang an in den drei Runden der Juniorinnen Kategorie. 1.51 Minuten ist ihr Vorsprung am Ziel vor Giada Specia (Team Velociraptor), während der dritte Platz an Francesca Baroni (Melavì Focus Bike) mit einem Rückstand von 2.33 Minuten geht. Die Punkte von Tovo steigen auf xxx, und sie liegt somit um xx Vorsprung vor Baroni: die doppelten Punkte in Courmayeur können jedoch noch alles Untermischen und sind für die Gesamtwertung entscheidend.

Der Tag wurde von den Rennen der Kategorie Schüler und Jugend eröffnet, mit dem Sieg von Ivan Franzini (Schüler männlich 1. Jahr), Filippo Agostinacchio (Schüler männlich 2. Jahr), Sophie Auer (Schüler weiblich 1. Jahr), Sara Marenghi (Schüler weiblich 2. Jahr), Luke Moir (Jugend männlich 1. Jahr), Andreas Emanuele Vittone (Jugend männlich 2. Jahr), Sylvie Truc (Jugend weiblich 1. Jahr) und Letizia Motalli (Jugend weiblich 2. Jahr). Hervorzuheben ist der Erfolg von Luke Moir, der 14-jähriger ist aus Südafrika: das erste Mal, dass es beim Marlene Südtirol Sunshine Race einen Afrikanischen Sieg gibt.

DAS RENNEN AUF STREAMING UM 21:00 UHR
Um 21:00 Uhr heute Abend, Sonntag 9. April, ist es möglich die Highlights der Rennen von Nals dank PMG Sport mitzuerleben, auf Facebook gibt es eine Zusammenfassung von 30 Minuten der schönsten Highlights des Marlene Südtirol Sunshine Race. Zudem, gibt es am Dienstag 11. April um 21:45 Uhr auf Bike Channel (SKY 214) eine Zusammenfassung.

Michele Mondini/Marlene Südtirol Sunshine Race

Kommentare

Marco Aurelio Fontana (Bianchi Countervail): “Endlich konnte ich wieder in Nals gewinnen: nach einigen Rennen wo ich Pech hatte, ist dieses mal alles aufgegangen. Das Ergebnis mit Stephane zeigt, dass wir stark sind und zu den besten Teams der Welt gehören – wie auch die Ergebnisse von Chiara Teocchi zeigen. Heute habe ich mit den Beinen aber auch mit dem Kopf gewonnen: ich bin kontrolliert gestartet, und habe mich beim langen Aufstieg zurückgehalten, welcher weniger zu meinen Stärken zählt, und habe hingegen alles in den technischen Abschnitten und in der Abfahrt ausgespielt. Wir haben uns auch das Führungstrikot zurückgeholt: wir wollen es im Hause Bianchi Countervail bis zum Schluss behalten.”

Stephane Tempier (Bianchi Countervail): “Es war ein schönes Rennen, welches durch die Hitze sehr hart wurde. Ich habe mich im Laufe des Rennen gesteigert: ich bin langsam gestartet, ich weiß eigentlich nicht warum, dann von Runde zu Runden habe ich mich verbessert und ich habe Positionen gut gemacht bis ich zum Schluss zusammen mit Marco ins Ziel kam. Meine Kondition verbessert sich stätig, ich hoffe wir können auch in den nächsten Wettkämpfen einige Erfolge einfahren.”

Gerhard Kerschbaumer (Torpado-Gabogas): “Ich bin zufrieden mit meinem Rennen und auch wie die Beine laufen. Beim Start wurde ich von einem Sturz vor mir aufgehalten, fiel so auf den 30. Platz zurück und musste von Runde zu Runde aufholen. Es war ein schönes Rennen, welches auch durch das viele Publikum zu etwas Besonderes wurde. Ah wann kommt der Sieg zu Hause? Ich weiß es nicht, aber früher oder später kommt er…”

Gunn-Rita Dahle (Team Merida Gunn-Rita): “Hier zu gewinnen ist immer schön aber auch immer hart. Es war nicht einfach Linda, welche letztes Wochenende so stark fuhr, hinter mir zu lassen und ich musste dafür alles geben. Ich kam besser vorbereitet hierher als nach Montichiari, da ich die letzten Tage hier verbracht habe, doch ich musste den Abfahrten an meine Grenzen gehen, um sie hinter mir zu lassen: in den Abfahrten ist die Schweizerin um einiges besser als ich, und ich musste hier in der letzten Runden sogar über mein Limit gehen, um hier den Sieg nach Hause zu bringen.”

Linda Indergand (Focus XC): “Es war ein wunderschönes Rennen, auf einer hervorragenden Strecke auch wenn die Strecke in Montichiari mehr meinen Stärken entspricht. Am Anfang habe ich versucht den Rhythmus von Gunn-Rita zu halten, doch dies gelang mir nicht. Anschließend fand ich meinen eigenen Rhythmus und es gelang mir mich immer mehr zu nähern. Der zweite Platz von heute ist ein schönes Ergebnis.”

Elisabeth Osl (Ghost Factory Racing): “Heute war es sehr hart, auch wegen der Hitze, jedoch gefällt mir diese Strecke sehr gut, da sie dich an deine Grenzen bring, vielleicht auch etwas darüber. Ich bin kontrolliert gestartet um zum Schluss noch Kraft zu haben und es ist mir gelungen ein gutes Ergebnis einzufahren..”

Von: ka

Bezirk: Burggrafenamt

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