Von: apa
Eisschnellläuferin Vanessa Herzog setzt ihre Karriere in der Trainingsgruppe des US-Doppel-Olympiasiegers Jordan Stolz fort. Unter Bob Corby, früher Coach von Eric Heiden, setzt die Tirolerin auf ein laut Ehemann Thomas Herzog “radikal neues Programm”. “Jordan läuft in einer eigenen Galaxie”, sagte die 30-Jährige. “Von seiner Effizienz zu lernen, ist die größte Chance meiner Karriere, um meinen Rücken zu entlasten.” Zuletzt bei Olympia war Herzog verletzt vorzeitig abgereist.
“Ich wollte nicht mit Tränen abtreten”, gab die zweifache Olympia-Vierte Einblick, dass ein Karriereende durchaus ein Thema gewesen war. “Mein Stolz hat den Schmerz besiegt. Die Flamme brennt, und ich bin bereit für ein völlig neues Kapitel.” Der Fokus im neuen Umfeld soll in einer biomechanischen Neuausrichtung liegen, durch das “Stolz-System” sollen die Bandscheiben geschont werden. Das Ziel der Wahl-Kärntnerin sind WM-Medaillen 2027.
Darauf will sie sich im Frühjahr und Herbst im Pettit National Ice Center in Milwaukee eine Basis schaffen, im Sommer soll die Stolz-Gruppe für ein Intensiv-Camp in die Inzeller Max-Aicher-Arena kommen. Herzog war bei den Olympischen Winterspielen in Mailand nach wochenlangen Rückenschmerzen über 1.000 m 24. geworden. Auf einen Start über 500 m verzichtete sie “wegen unerträglicher Schmerzen” und reiste ab. Der 21-jährige Stolz hingegen holte über 500 und 1.000 m Gold, über 1.500 m Silber.




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