Von: apa
Jakob Dusek hat am Sonntag beim Weltcup der Snowboard-Crosser im Montafon mit einem furiosen Schlussmanöver den Sieg geholt. Der 29-jährige Niederösterreicher und Olympia-Bronzegewinner von Livigno lag im Finish des Finales auf Rang vier, überholte aber noch alle Konkurrenten und feierte seinen insgesamt sechsten Weltcupsieg. Dusek gewann übrigens vom Achtelfinale weg alle vier Läufe. Doppel-Olympiasieger Alessandro Hämmerle belegte nach dem Sieg im kleinen Finale Rang fünf.
“Es war unglaublich, ich bin so happy, dass es aufgegangen ist”, bezog sich ein jubelnder Dusek auf sein spektakuläres Überholmanöver. “Ich war im großen Finale ein bisserl hinten nach, hab dann den Schwung in die letzte Kurve so gut gekriegt … einfach geil.” Er habe es geschafft, dass er, auch bei den Läufen davor, den Speed im unteren Teil beibehalten hat. Dusek gewann vor dem Deutschen Leon Ulbricht und dem Franzosen Aidan Chollet.
Perfekte WM-Generalprobe für Dusek
Auf dieser Strecke finden im kommenden Jahr die Weltmeisterschaften statt, für Dusek war es eine perfekte WM-Generalprobe. “Jetzt weiß ich, wie sich der Izzy (Hämmerle, Anm.) fühlt, wenn er daheim gewinnt. Nächstes Jahr ist die WM da, auf das freue ich mich.”
Der Sieg bei den Frauen ging an die Schweizerin Sina Siegenthaler vor Olympiasiegerin Josie Baff aus Australien und die Britin Charlotte Bankes. Letztere übernahm die Weltcupführung. Pia Zerkhold wurde als einzige qualifizierte Österreicherin Zwölfte.
Hämmerle Sieger des kleinen Finales
Für den Doppel-Olympiasieger reichte es am Sonntag “nur” zum Sieg im kleinen Finale. Hämmerle setzte sich im Achtelfinale erst im Fotofinish hauchdünn durch, weil er sich siegessicher etwas zu früh aufgerichtet hatte. Mit Rang zwei im Viertelfinale kam er sicher ins Semifinale, in dem er allerdings vom Start weg im Hintertreffen war. Damit reichte es für den Vorarlberger, der auf seiner Heimstrecke schon fünf Mal gewonnen hatte, wie im Vorjahr nur für das kleine Finale. Seine theoretische Chance auf den Weltcup-Gesamtsieg ist damit dahin.
“Ich wollte am Start zaubern, das hat mir den Rhythmus gekostet. Nach der Einserkurve sind mir die drei nur im Weg, dann ist mir das Loch einfach nicht aufgegangen”, erklärte Hämmerle, der im Halbfinale zwischen zwei Franzosen eingezwickt war. “Ich habe schon die Reha in mir gesehen, wenn ich das jetzt durchziehe. Die Jungen sind mit den Messern zwischen den Zähnen gefahren, da war ich brennheiß für das kleine Finale und habe gedacht: euch gib ich es.” Für Dusek freute er sich mit: “Wunderschön.” Für seine weiteren Teamkollegen David Pickl und Lukas Pachner kam im Achtelfinale das Aus.




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