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Der LASK hat ein historisches Fußball-Wunder geschafft und steht in der Ligaphase der Champions League. Das Team von Coach Dietmar Kühbauer gewann Dienstagabend das Play-off-Rückspiel in Linz gegen Celtic Glasgow dank furioser Leistung 5:1 (4:1,1:1) nach Verlängerung. Damit wurde das 0:3 aus dem Hinspiel mehr als wett gemacht und die erstmalige Teilnahme an der europäischen Königsklasse fixiert. Die Gegner erfährt Österreichs Meister am Donnerstag (18.00 Uhr).
Vor 19.000 Zuschauern im ausverkauften Linzer Stadion brachte Callum McGregor die Schotten in Führung (21.). Die Vorentscheidung sollte das allerdings noch nicht sein. Moses Usor gelang nach einem Patzer der Gäste der Ausgleich (32.). Robert Ljubicic (48.) und Samuel Adeniran (58.) erhöhten nach der Pause auf 3:1, “Joker” Florian Flecker egalisierte nach exakt 90 Minuten das Duell. In der Verlängerung wurde Adeniran mit seinem zweiten Treffer zum Matchwinner (109.) und krönte damit eine historische Aufholjagd. Ein verschossener Elfmeter des US-Stürmers (115.) sollte sich nicht mehr rächen.
Eine ähnliche Aufholjagd hat Rapid in seinen Vereinsannalen, die Hütteldorfer hatten 1985 im Viertelfinale des Cups der Cupsieger Dynamo Dresden nach einem 0:3 im Hinspiel noch mit einem 5:0 eliminiert. Versüßt wird der geschichtsträchtige Abend der Linzer mit einem Champions-League-Startgeld von 18,62 Mio. Euro. Die Augen von Kühbauer und Co. sind damit nun gespannt auf die Auslosung Donnerstagabend in Monaco gerichtet. Für Celtic geht es in der Europa League weiter.
Kontinuität bei beiden Teams, besserer Celtic-Start
Beide Teams hatten am Wochenende mit Blick auf die internationalen Aufgaben spielfrei und konnten sich somit uneingeschränkt auf den Quali-Showdown konzentrieren. Beide Trainer sahen jedenfalls wenig Grund, an ihren Startformationen zu basteln: Kühbauer nahm nur eine Änderung vor und stellte Melayro Bogarde statt Krystof Danek auf. Celtic-Manager Martin O’Neill setzte auf die gleiche Startelf wie im Hinspiel.
Die Schotten rührten nicht Beton an, sondern suchten ihr Heil zunächst in der Offensive. Mika Baur verpasste das Gehäuse von Lukas Jungwirth nach Vorarbeit von Yang Hyun-jun nur knapp (5.), ein Schlenzer des konternden Kasper Högh wurde eine Beute von Jungwirth (14.). Die Linzer wurden durch Sascha Horvath bei Celtic vorstellig, dessen Eckball ging allerdings an Freund und Feind sowie am Tor knapp vorbei (19.). Wenige Sekunden später landete ein abgefälschter Distanzschuss von Andres Andrade an der Stange des Tores von Goalie Viljami Sinisalo (19.).
Besser machte es Celtic-Kapitän McGregor, der nach einer starken Aktion von Yang die Gästeführung erzielte. Sein trockener Schuss war allerdings von Andrade abgefälscht worden und damit für Jungwirth unhaltbar. Der LASK-Torhüter zeichnete sich wenig später gegen Högh aus (27.). Danach bekamen die Oberösterreicher die Partie in den Griff – und kamen in den Genuss eines großzügigen Gastgeschenkes. Benjamin Nygren servierte das Leder Usor mit einem katastrophalen Fehlpass, der ließ sich nicht zweimal bitten und glich aus.
LASK mit Sturmlauf nach der Pause
Kühbauer dürfte in der Pause den richtigen Ton angeschlagen haben, denn seine Elf marschierte nun und arbeitete effizient. Nach Usor-Vorlage zog Ljubicic aus gut 20 m ab, der Ball schlug flach zum 2:1 ein. Die Partie war gedreht und der LASK “on fire”. Zehn Minuten später servierte Horvath Adeniran das Leder, der dieses sehenswert ins Eck zum 3:1 zirkelte.
Celtic hing in den Seilen, während den Athletikern nur mehr ein Treffer fehlte, um eine Verlängerung zu erzwingen. Zunächst verzog Andrade knapp (64.), dann verpasste Joao Tornich nach einem Corner den vierten Treffer per Kopf nur hauchdünn (69.). Eine Minute später hatten die LASK-Fans den nächsten Torschrei schon auf den Lippen: Adeniran schoss nach Horvath-Vorlage an die Lattenunterkante, der Ball sprang von dort vor die Linie ins Feld zurück, wo die schottische Verteidigung die Situation bereinigen konnte.
Entscheidung in der Verlängerung durch Adeniran
O’Neill wechselte sein Team durch, um frische Kräfte zu bringen. Es änderte nichts an der Linzer Dominanz. Und die wurde schließlich belohnt: Der eingewechselte Flecker traf per Kopf (91.), nachdem Tornich unmittelbar davor Sinisalo ebenfalls durch einen Kopfball zu einer Glanzparade gezwungen hatte. Damit ging es in die Verlängerung, dort verfehlte Usor mit einem spektakulären Fallrückzieher das Tor (94.).
Nun brachte Kühbauer mit vier Wechseln neue Energie, allerdings musste auch Torschütze Flecker angeschlagen wieder vom Feld. Mit einem Distanzschuss sorgte Adeniran für den fünften Streich und kollektiven Linzer Jubel (109.). Dass er sechs Minuten später mit einem Elfmeter nach Foul an den eingewechselten Danek an Goalie Sinisalo scheiterte, sollte am Ende des Abends nur eine Randnotiz ohne Konsequenzen bleiben.




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