Sabitzer bejubelt den einzigen Treffer der Partie

ÖFB-Team besteht auch Südkorea-Test – 1:0-Heimsieg in Wien

Dienstag, 31. März 2026 | 22:44 Uhr

Von: apa

Österreichs Fußball-Nationalteam hat auch sein zweites Testspiel im WM-Jahr 2026 gewonnen. Die Österreicher setzten sich am Dienstag in Wien gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) durch. Vier Tage nach der 5:1-Gala gegen Ghana erzielte Marcel Sabitzer vor 35.300 Zuschauern im Ernst Happel Stadion in der 48. Minute den einzigen Treffer. Mit ihrem 13. Heimspiel in Folge ohne Niederlage fixierte die ÖFB-Auswahl von Teamchef Ralf Rangnick einen neuen Verbandsrekord.

Rangnick setzte nach dessen starkem Debüt gegen Ghana erstmals auf Paul Wanner in der Startformation. Der frühere deutsche U21-Nationalspieler agierte neben Xaver Schlager im defensiven Mittelfeld, Konrad Laimer startete in seiner Bayern-München-Rolle als Rechtsverteidiger. Ihre Plätze in der Viererkette behielten Marco Friedl und Phillipp Mwene. Als Solospitze begann Marko Arnautovic, im Tor wie angekündigt Patrick Pentz.

Die Südkoreaner, bei denen Austria-Legionär Lee Tae-seok in der Startelf stand, tauchten durch Kapitän Son Heung-min bereits nach einer Minute gefährlich vor dem Tor auf, sein Schuss wurde geblockt. Auch in der 16. Minute zielte der Rekordnationalspieler zu ungenau. Die Österreicher hatten deutlich mehr Ballbesitz, taten sich aber wie schon in der ersten Hälfte gegen Ghana schwer, zu klaren Torszenen zu kommen. Die Koreaner waren die gefährlichere Mannschaft, Pentz musste nach einem Kopfball von Bayerns Kim Min-jae einschreiten (38.).

Sabitzer-Tor nach Idealzuspiel von Schlager

Zur Pause brachte Rangnick Rechtsverteidiger Stefan Posch für Flügelspieler Patrick Wimmer, Schlüsselkraft Laimer rückte dadurch eine Etappe weiter vor. Einen von Christoph Baumgartner noch minimal berührten Posch-Pass nutzte Xaver Schlager zu einem Idealzuspiel für Sabitzer. Der Mittelfeldmann von Borussia Dortmund, der schon gegen Ghana drei Scorerpunkte verbucht hatte, erzielte im 97. Länderspiel seinen 25. Treffer und ist nun unmittelbar vor Teamkollege Michael Gregoritsch alleinige Nummer zehn der ewigen ÖFB-Schützenliste.

Gregoritsch kam in Minute 61 ebenso wie Nicolas Seiwald in die Partie, der nach 36 Länderspielen in Folge erstmals nicht der ÖFB-Startformation angehört hatte. Dazu tauschte Rangnick sein Innenverteidiger-Duo, verhalf Kapitän David Alaba zum Comeback nach seiner Wadenverletzung. Den Nebenmann gab Venezia-Legionär Michael Svoboda.

Südkorea mit Ausgleichschancen

Südkorea, seit 1986 WM-Dauergast, blieb gefährlich. Der 33-jährige Son, seit Sommer bei Los Angeles FC in der MLS engagiert, setzte den Ball aus aussichtsreicher Position knapp neben das Tor (62.), Min köpfelte nach einem Corner daneben (68.). Einen weiteren Versuch des enteilten Son entschärfte Pentz. Ein Treffer hätte aber wohl wegen einer Abseitsentscheidung nicht gezählt (74.).

Für die Schlussviertelstunde tauschte Rangnick auch seine weiteren fünf Feldspieler, brachte in dessen zweitem Länderspiel nach seinem Wechsel vom englischen Verband zum ÖFB u.a. Carney Chukwuemeka. Nach einem Ballverlust von Svoboda hielt Pentz den Sieg fest, indem er einen Schuss des eingewechselten Oh Hyeong-yu im Nachfassen bändigte (84.). Die ÖFB-Auswahl hat damit weiter noch nie in seiner Geschichte gegen ein Team aus der asiatischen Konföderation verloren. Aus dieser kommt auch WM-Auftaktgegner Jordanien.

Die Südkoreaner, in der provisorischen FIFA-Weltrangliste drei Positionen vor Österreich auf Rang 22 ins Spiel gegangen, verloren nach ihrem 0:4 am Samstag gegen die Elfenbeinküste die zweite Partie in Folge. Die Österreicher haben ihre bisher letzte Heimniederlage am 13. Oktober 2023 in der EM-Quali in Wien gegen Belgien (2:3) kassiert. Seither gab es im eigenen Land zehn Siege und drei Remis. Ausgebaut werden kann die nun alleinige Rekordserie – übertroffen wurden je zwölf ungeschlagene Heimspiele von 1922 bis 1925 bzw. 1971 bis 1975 – am 1. Juni im nächsten WM-Test erneut in Wien gegen Tunesien. Spätestens an diesem Tag muss Rangnick auch seinen WM-Kader nennen. Am 4. Juni erfolgt der Abflug zum Turnier nach Nordamerika.

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