Wagner und Co. haben die EM und Arbeit vor sich

ÖHB-Männer starten mit Niederlage in finale Phase vor EM

Dienstag, 06. Januar 2026 | 20:05 Uhr

Von: apa

Österreichs Handball-Männer sind ohne Erfolgserlebnis in die unmittelbare Vorbereitung für die am 15. Jänner beginnende EM gestartet. Gegen die ebenfalls für die Endrunde qualifizierten Tschechen mussten sich Mykola Bilyk und Co. am Dienstag in Wien knapp mit 29:30 (13:13) geschlagen geben. Im zweiten Spiel unter Neo-Coach Iker Romero war es die zweite Niederlage. “Wir sind mit dem neuen Trainer noch am Anfang, das braucht Zeit”, betonte Bilyk.

Für den Kiel-Legionär und seine Kollegen geht es ab Freitag (18.30 Uhr) beim Viernationen-Turnier in Paris mit dem Spiel gegen Gastgeber Frankreich weiter. Die Partie um Platz drei bzw. das Finale gegen Island oder Slowenien steigen am Sonntag. Am Dienstag kommender Woche hebt man Richtung Herning in Dänemark ab, wo am 15. Jänner die EM-Auftaktpartie gegen Deutschland steigt. Weitere Gegner in Gruppe A sind Spanien (17. Jänner) und Serbien (19. Jänner). Zumindest Platz zwei ist zum Weiterkommen in die Hauptrunde nötig.

Viele Kreis-Tore in erster Hälfte

Am Dreikönigstag lief Österreich vor rund 2.500 Zuschauern in der Sport Arena Wien nach fünf intensiven Trainingstagen bis zur 20. Minute einem – bis zu drei Toren betragenden – Rückstand nach. Vor allem Kreisläufer Tobias Wagner war in dieser flotten Phase der oft gefragte Mann, mit zehn Toren insgesamt auch Österreichs bester Werfer. Das Spiel von Rot-Weiß-Rot wurde schließlich etwas variabler, auch Tormann Constantin Möstl glänzte mit einigen Paraden. Das Resultat war das 9:9 (20.), die Führung wollte vor der Pause trotz zweier Möglichkeiten aber nicht gelingen.

Ein erstmaliges Plus konnten sich die Hausherren dann nach dem Seitenwechsel erarbeiten, auch der Rückraum strahlte nun mehr Gefahr aus. In der 42. Minute lag man sogar mit drei Toren voran (21:18). Danach fehlte der ÖHB-Auswahl aber die Cleverness, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Die Tschechen kamen zu vielen schnellen, relativ einfachen Toren, glichen mit einem 3:0-Lauf zum 21:21 aus (45.) und gingen gegen Ende sogar mit drei Treffern in Front (25:28/54.). Österreichs finaler Aufholjagd war kein Erfolg mehr beschieden. Im 20. Spiel musste man die 15. Niederlage (bei 5 Siegen) gegen Tschechien hinnehmen.

“Niederlage tut weh”

“Leistung und Ergebnis waren heute nicht gut. Diese Niederlage tut weh”, erklärte Romero im ORF. Es gelte nun, “die Fehler offen anzusprechen und daraus zu lernen. Mental ist das hart, aber solche Niederlagen können uns helfen, wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen”, erklärte der Spanier, dessen Team nun auf EM-Titelverteidiger Frankreich trifft. “Frankreich ist ein extrem starker Gegner, aber genau deshalb ein guter Prüfstein – wir wissen, dass wir aktuell noch nicht bereit sind und in den nächsten Tagen intensiv arbeiten müssen.”

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