Von: idr
Mailand – Das australische Olympia-Team erlebt bei den Winterspielen in Italien einen Horror-Start: Snowboard-Veteran Cam Bolton musste nach einem schweren Trainingsunfall mit gebrochenem Genick ins Krankenhaus geflogen werden. Für den 35-Jährigen ist der Traum von Olympia damit vorerst geplatzt.
Der Routinier, der in Livigno eigentlich bei seinen vierten Olympischen Spielen antreten wollte, stürzte am Montag während einer Trainingseinheit für den Snowboardcross-Wettbewerb. Zunächst schien es glimpflich ausgegangen zu sein, doch am nächsten Tag verschlimmerten sich seine Nackenschmerzen dramatisch. Eine Computertomografie brachte die schockierende Diagnose: zwei Genickbrüche. Bolton wurde umgehend mit einem Rettungshubschrauber nach Mailand gebracht.
Bolton verhalten wohlauf
Trotz der Schwere der Verletzung zeigt sich der Australier kämpferisch. Alisa Camplin, Chefin der australischen Olympia-Delegation, berichtete, dass Bolton bei guter Stimmung sei. Seine Ehefrau ist bereits an seiner Seite. „Cam wollte, dass seine Teamkollegen verstehen, was passiert ist und dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht“, erklärte Camplin in Livigno.
Der Unfall reiht sich in eine Serie von Verletzungen ein, die das australische Team heimsuchen. Insgesamt vier Athleten sind bereits ausgefallen: Aerials-Favoritin Laura Peel verletzte sich das Knie, Freeskierin Daisy Thomas erlitt ebenfalls eine Knieverletzung, und Snowboarderin Misaki Vaughan fiel nach einem Sturz mit Kopfverletzung aus. Auch US-Star Lindsey Vonn fällt wegen einer schweren Beinverletzung aus.
„Leider gehören Verletzungen im Wintersport dazu“, sagte Camplin, selbst Olympiasiegerin von 2002. „Mein Herz blutet für sie – ich weiß, wie viel Arbeit in einen olympischen Traum fließt.“ Bolton hatte in Peking noch Platz dreizehn belegt. Nun übernimmt der Olympia-Debütant James Johnstone seinen Startplatz beim Qualifikationsrennen am Donnerstag.




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