Pirovano fährt ihrem ersten Weltcupsieg entgegen

Pirovano gewinnt erste Abfahrt in Val di Fassa – Hütter 5.

Freitag, 06. März 2026 | 13:49 Uhr

Von: apa

Laura Pirovano hat erstmals in ihrer Karriere ein alpines Ski-Weltcuprennen gewonnen. Die 28-jährige Italienerin siegte am Freitag in der ersten von zwei Weltcupabfahrten in Val di Fassa 1/100 Sekunde vor der Deutschen Emma Aicher und 0,29 vor US-Olympiasiegerin Breezy Johnson. Cornelia Hütter landete auf der hart und kompakt präparierten “La Volata” als beste Österreicherin an der fünften Stelle (+0,34), Ariane Rädler wurde Sechste (+0,36). Samstag folgt die zweite Abfahrt.

Die Abfahrt war das Ersatzrennen für das in Crans Montana abgebrochene, bei dem sich Lindsey Vonn vor den Olympischen Spielen das Kreuzband gerissen hatte. Die US-Amerikanerin, die bei den Winterspielen so schwer zu Sturz gekommen war und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen hatte, postete ein Video auf Instagram, auf dem sie bereits wieder im Training in der Kraftkammer zu sehen ist.

Vonn behielt die Führung im Abfahrtsweltcup, sie hat noch 14 Zähler Vorsprung auf Aicher und 64 auf Pirovano. “Es war eine Okay-Fahrt. 1/100 ist halt nichts, aber ich gönne es Laura, sie hat es sich verdient”, sagte Aicher, die sich zufrieden zeigte, dass sie ihre Leistung Wochenende für Wochenende wiederholen kann. Im Gesamtweltcup ist Aicher neue Zweite hinter Mikaela Shiffrin aus den USA, die noch ein Polster von 139 Punkten hat und eventuell am Sonntag zum Super-G antreten wird. Pirovano landete nicht nur den ersten Sieg, sondern nach insgesamt elf vierten und fünften Rängen auch erstmals auf dem Podest. “Es passiert gerade so viel, es ist einfach wunderschön und ich bin stolz auf das, was ich gemacht habe.”

Hütter und Rädler fehlte nicht viel auf das Podest

“Ich hatte zwei kleine Fehler, aber der Grundplan war richtig cool. Ich habe gespürt, was ich spüren will. Top fünf ist solide, aber ich will ganz vorne sein, das schmerzt schon ein bissl”, sagte die Steirerin Hütter, der nur 5/100 Sekunden auf das Podest fehlten. “Man sieht, wie eng es ist. Man muss es einfach hundert Prozent auf die Piste bringen.” Die Herangehensweise wolle sie auch am Samstag (10.45 Uhr/live ORF 1) wieder zeigen und die zwei Linienfehler vermeiden. “Dann ist da ziemlich viel drinnen.”

Auch Rädler war bei ihrem besten Weltcup-Saisonergebnis in dieser Disziplin und bei der Einstellung des besten Resultates in dieser Disziplin überhaupt nicht weit vom Stockerl weg, auch sie erwischte keine fehlerfreie Fahrt. “Oben war es ganz gut, unten muss ich meine Ski mehr laufen lassen. Man darf es hier nicht zu perfekt machen”, meinte sie. “Ich wusste, dass es ein enges Rennen wird. Es treibt mich an, dass die Ansprüche so hoch sind. Du willst immer nach vor und endlich einmal auf dem Abfahrtspodest stehen.”

Elfte wurde die Trainingsschnellste Nina Ortlieb (+0,75). “Mein klassischer Fehler, zu viel Innenlage, da bin ich schon auf der Hüfte gelegen. Gott sei Dank habe ich es noch einmal auf geschafft und in den Lauf rein. Das war für den Kopf schon wichtig, noch eine Trainingsfahrt zu haben. Aber natürlich zerplatzen da viele Erwartungen in einem Moment”, meinte die Vorarlbergerin. Und wenn die Erwartungen zu groß seien, funktioniere es nicht. “Es ist meine Aufgabe, das abzuhaken, es geht gleich weiter, Schlag auf Schlag. Morgen will ich mich aufs Wesentliche konzentrieren und nicht zu viel denken, was wäre wenn.” Punkte gab es noch für Mirjam Puchner als 22.

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