Vinicius führte Real ins CL-Achtelfinale

Real und PSG im CL-Achtelfinale – Dortmund und Juventus out

Mittwoch, 25. Februar 2026 | 23:40 Uhr

Von: apa

Real Madrid und Paris Saint-Germain sind nicht ohne Mühe ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League eingezogen. Die Spanier gewannen am Mittwoch daheim gegen Benfica nach 0:1-Rückstand noch 2:1 und stiegen nach dem 1:0 im Hinspiel auf. Titelverteidiger PSG holte in Paris gegen Monaco ein 2:2 und kam mit dem Gesamtscore von 5:4 weiter. Dortmund schied durch ein spätes Elfer-Gegentor zum 1:4 bei Atalanta aus. Juventus verabschiedete sich gegen Galatasaray nach Verlängerung.

Die Play-off-Partie in Madrid stand im Zeichen des Rassismus-Eklats um Vinicius Junior. Reals brasilianischer Starstürmer wurde in der Vorwoche laut eigenen Angaben von Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt, der Argentinier wurde deshalb für die Partie im Estadio Bernabeu gesperrt. Ebenfalls gesperrt und deshalb nicht auf der Bank war der frühere Real-Coach und nunmehrige Benfica-Trainer Jose Mourinho.

Auch ohne Prestianni begannen die Portugiesen stark, hatten die ersten Möglichkeiten und gingen auch in Front. Real-Goalie Thibaut Courtois konnte gerade noch ein Eigentor von Raul Asencio verhindern, Rafa Silva staubte ab (14.). Die Antwort der Madrilenen folgte zwei Minuten später – Aurelien Tchouameni traf mit einem überlegten Schuss von der Strafraumgrenze. In der 34. Minute jubelte Real zu früh über das 2:1, das Tor von Arda Güler wurde wegen Abseits aberkannt.

Alaba bei Real im Finish eingewechselt

Benficas beste Chance auf die neuerliche Führung ließ Rafa Silva aus, sein leicht abgefälschter Versuch ging an die Latte (60.). Die Entscheidung blieb ausgerechnet Vinicius Junior vorbehalten: Der ehemalige Weltfußballer, der schon in Lissabon gescort hatte, sorgte aus einem Konter für das 2:1 (80.). Drei Minuten zuvor war David Alaba für Raul Asencio eingewechselt worden, der offenbar eine schwere Verletzung im Nackenbereich erlitten hatte.

In Paris begann Monaco überraschend stark und ließ in der Anfangsphase die eine oder andere Gelegenheit aus. PSG wurde bei einem Lattenschuss von Bradley Barcola gefährlich (41.). Die Monegassen stellten durch einen Schuss von Maghnes Akliouche (45.) den Gleichstand im Gesamtscore her, doch bald nach Seitenwechsel kippte die Partie zugunsten des regierenden Champions.

Monacos Mamadou Coulibaly sah in der 58. Minute Gelb-Rot, zwei Minuten danach stellte Marquinhos aus kurzer Distanz auf 1:1. Als Khvicha Kvaratskhelia in der 66. Minute zur PSG-Führung abstaubte, war das Duell endgültig gelaufen. Monacos 2:2 durch Jordan Teze (91.) kam zu spät.

Dortmund verabschiedete sich nach spätem Elfer-Gegentor

Dortmunds Aus wurde durch ein Elfmeter-Tor von Lazar Samardzic in der 98. Minute besiegelt. Der Penalty war erst nach Begutachtung der Videobilder gegeben worden. Die Deutschen, bei denen Marcel Sabitzer auf der Bank saß, erwischten einen schlechten Start und gerieten durch Gianluca Scamacca bereits in der fünften Minute in Rückstand. Davide Zappacosta legte in der 45. Minute mit einem abgefälschten Schuss nach.

Atalanta dominierte zunächst auch in der zweiten Hälfte, Mario Pasalic erhöhte per Kopf auf 3:0 (57.). Erst danach wurde Dortmund aktiver, Lohn war der Treffer des eingewechselten Karim Adeyemi (75.) aus einem sehenswerten Schlenzer. Kurz vor dem Schlusspfiff unterlief Dortmund-Goalie Gregor Kobel ein folgenschwerer Fehlpass, Ramy Bensebaini traf bei der anschließenden Rettungsaktion Gegenspieler Nikola Krstovic am Kopf und sah dafür Gelb-Rot. Den Penalty verwertete Samardzic sicher. Die Dortmunder verpatzten damit auch die Generalprobe für den Schlager in der deutschen Bundesliga am Samstag gegen den FC Bayern.

Juventus schöpfte gegen Galatasaray nach dem 2:5 in Istanbul durch ein Elfertor von Manuel Locatelli (37.) erstmals so richtig Hoffnung. Auch nach dem Ausschluss von Lloyd Kelly (49.) kämpften die Turiner verbissen um die Wende, die durch das 2:0 durch Federico Gatti (70.) und das 3:0 durch Weston McKennie (82.) zu gelingen schien. In der Verlängerung aber schwanden die Kräfte der Italiener, Victor Osimhen (105.+1) und Baris Yilmaz (119.) schossen Galatasaray jeweils mit Abschlüssen zwischen die Beine von Juve-Goalie Mattia Perin in die Runde der letzten 16.

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