Von: mk
Bozen – Alles ist bereit für die heißeste Phase des Jahres. Morgen beginnt mit Spiel 1, das um 19.45 Uhr in der Sparkasse Arena angesetzt ist, die Playoff-Phase der ICE Hockey League: Der HCB Südtirol Alperia trifft auf die Slowenen von HK Olimpija Ljubljana – ein bisher noch nie dagewesenes Duell, da sich die beiden Teams in der Post-Season bislang noch nie gegenüberstanden.
HCB – Die Saison
Die Weiß-Roten gehen nach dem vierten Platz in der Regular Season in diese Begegnung. Es war insgesamt eine positive Saison, wenn auch mit einigen Schwankungen und einem Trainerwechsel im Dezember. Coach Doug Shedden hatte drei Monate Zeit, um der Mannschaft die richtige Form für die Playoffs zu geben, und kann ab morgen auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch Matt Bradley wird wieder zur Verfügung stehen, nachdem er sich von der Verletzung erholt hat, die er sich bei der Nationalmannschaft zugezogen hatte. Damit ist die Krankenliste endgültig leer, nachdem auch Mark Barberio nach drei Monaten Pause in den letzten beiden Spielen der Regular Season wieder auf dem Eis stand.
Offensiv wurden zwei Spieler zu den wichtigsten Antreibern der Saison: Zum einen Cole Schneider, der mit seinen Assists und Spielzügen mit 51 Punkten (18 Tore + 33 Assists) Topscorer wurde und damit nach Mitch Hults (2022/23) der zweite Spieler seit Bozens Teilnahme an der ICEHL ist, der in der Regular Season die Marke von 50 Punkten überschritten hat. Zum anderen Brad McClure, der mit 31 Treffern bester Torschütze der gesamten Liga ist – unter anderem dank neun Spielen mit mehreren Toren (acht Doppelpacks und ein Hattrick). Damit stellte er auch einen neuen Vereinsrekord in der ICEHL auf. Der letzte Spieler mit mehr als 30 Toren in einer Regular Season war Kenny Corupe in der Serie A 2008/09.
In der Verteidigung glänzte Max Gildon: Er ist nicht nur der punktbeste Verteidiger (sechs Tore, 31 Assists), sondern auch der Spieler mit dem besten Plus/Minus-Wert der Foxes und der gesamten Liga mit +33. Das ist zugleich der dritthöchste Wert seit Bozens Einstieg in die ICEHL (nach +40 von Cole Hults und +38 von Mike Dalhuisen in der Saison 2022/23). Im Tor hält Sam Harvey mit einer Fangquote von 91,3 % und vier Shutouts. Die Form des kanadischen Goalies zeigt nach oben: In den letzten sechs Spielen lag seine Fangquote im Schnitt bei 93,72 Prozent.
Insgesamt hat Bozen mehrfach gezeigt, dass das Team auf sehr hohem Niveau spielen kann – etwa in der Champions Hockey League. In dieser entscheidenden Saisonphase wird es vor allem auf Konstanz ankommen.
HCB – Schlüsselspieler und Statistiken
Topscorer: Cole Schneider – 51 Punkte (18+33)
Bester Torschütze: Brad McClure – 31 Tore
Torhüter: Sam Harvey – 91,3 Prozent, 4 Shutouts
Bestes Plus/Minus: Max Gildon – +33
Bad Boy: Cristiano Digiacinto – 49 PIM
Tore erzielt: 171 (3.)
Tore kassiert: 128 (4.)
Powerplay: 23,56 Prozent (5.)
Penalty Killing: 80,52 Prozent (7.)
Scoring-Effizienz: 9,99 Prozent (6.)
Gewonnene Bullys: 47,79 Prozent (10.)
HCB – Die Playoffs in der ICEHL-Ära
Für Bozen sind es die zwölften Playoffs in dreizehn ICEHL-Saisonen. Beim Debüt 2014 gewannen die Weiß-Roten direkt den Titel im Finale gegen Salzburg. 2015 und 2016 war im Viertelfinale gegen Linz Schluss. 2017 wurde Linz besiegt, ehe Egger und seine Teamkollegen im Halbfinale an Wien scheiterten. 2018 folgte der zweite Titel: Bozen qualifizierte sich erst am letzten Spieltag der Qualification Round für die Playoffs und besiegte anschließend KAC, Wien und Salzburg.
2019 war wieder im Viertelfinale gegen KAC Endstation. 2020 stoppte die Covid-Pandemie eine Serie gegen Znojmo, in der Bozen auf dem Weg ins Halbfinale war. 2021 verlor man das Finale gegen die „Rotjacken“. 2022 scheiterte das Team erneut an den Kärntnern – diesmal bereits in den Pre-Playoffs, wodurch Bozen erstmals die Post-Season verpasste.
2023 endete der Traum vom dritten Titel im siebten Finalspiel gegen die Red Bulls. Dieselben Red Bulls eliminierten Bozen auch 2024 und 2025 jeweils im Halbfinale.
Olimpija – Die Saison
Ljubljana erlebte nach dem Eigentümerwechsel vor zwei Jahren – mit dem klaren Ziel, den Titel in die slowenische Hauptstadt zu holen – eine starke Saison. Die Mannschaft hielt sich konstant in den Top Six und stellte mit 177 Toren die beste Offensive der Liga. Großen Anteil daran hat der Topscorer der ICEHL, der Däne Nicolai Meyer (59 Punkte, 20+39). In seiner Zeit bei Salzburg war er für Bozen ein „Schreckgespenst“: 2023 erzielte er zwei Minuten vor Ende von Spiel 7 im Finale das Siegtor und 2024 das entscheidende Overtime-Tor in Spiel 7 des Halbfinals. Doch Olimpija verfügt über viele Offensivkräfte – darunter auch der Verteidiger T.J. Brennan, der vor wenigen Tagen zum MVP der Regular Season gewählt wurde. Er erzielte 22 Tore und gab 31 Assists.
Die Defensive war hingegen die größte Schwachstelle: Mit 137 Gegentoren stellte Olimpija die schwächste Abwehr der Top Six. Im Tor fällt Stammgoalie Lukas Horak verletzungsbedingt aus. Trainer Ben Cooper setzt daher auf den 36-jährigen Kanadier Dustin Tokarski. Er kam kurz vor Transferschluss und hielt in seinem ersten Einsatz 90 %. In seiner Karriere absolvierte er 91 Spiele in der NHL und 476 in der AHL, die er zweimal gewann. Ljubljana hat sich auch in der Defensive verstärkt, mit der Verpflichtung des erfahrenen Reid McNeill aus der DEL, der zuvor Kapitän in Frankfurt war.
Olimpija – Schlüsselspieler und Statistiken
Topscorer: Nicolai Meyer – 59 Punkte (20+39)
Bester Torschütze: T.J. Brennan – 22 Tore
Torhüter: Dustin Tokarski – 90 Prozent; Lukas Horak – 91,8 Prozent, 1 Shutout
Bestes Plus/Minus: Clayton Kirichenko, Zach Boychuk – +18
Bad Boy: T.J. Brennan – 72 PIM
Tore erzielt: 177 (1.)
Tore kassiert: 137 (6.)
Powerplay: 23,81 Prozent (3.)
Penalty Killing: 81,55 Prozent (3.)
Scoring-Effizienz: 11,5 Prozent (2.)
Gewonnene Bullys: 49,69 Prozent (9.)
Olimpija – Die Playoffs in der ICEHL-Ära
Der frühere Verein von Olimpija trat 2007 der EBEL bei und erreichte direkt das Finale, verlor dort jedoch. Nach zwei Jahren ohne Playoffs qualifizierte sich das Team 2010 und 2011 wieder, scheiterte aber im Viertel- bzw. Halbfinale. Danach folgte eine lange Durststrecke bis 2017, als der Verein schließlich aufgelöst wurde. Der neue HK Olimpija startete in der AlpsHL, die 2019 und 2021 gewonnen wurde. Seit der Saison 2021/22 spielt der Klub wieder in der ICEHL und erreichte dort zunächst das Viertelfinale. Nach einer verpassten Qualifikation 2023 und trotz neuer Investitionen scheiterten die Slowenen in den letzten beiden Spielzeiten jeweils in den Pre-Playoffs.
Direkte Duelle und Viertelfinal-Termine
In dieser Saison trafen beide Teams viermal aufeinander – mit je zwei Siegen: Bozen gewann am 5. Oktober und 26. Dezember zuhause (4:2 und 4:1), Olimpija siegte am 14. November und 25. Februar (4:1 und 4:3 nach Penaltyschießen).
Die Foxes haben im Viertelfinale Heimvorteil. Die Serie beginnt am Dienstag, 10. März um 19:45 Uhr in der Sparkasse Arena in Bozen. Gespielt wird im klassischen Home-Away-Modus (Dienstag, Donnerstag, Samstag; mögliches Spiel 7 am Mittwoch).
Heimspiele werden im Pay-per-View auf Sporteurope.tv übertragen, Auswärtsspiele laufen landesweit live auf DAZN Italia. TV33 wird einige ausgewählte Spiele ebenfalls übertragen.
Spielplan:
Spiel 1 – Dienstag, 10. März, 19:45 (Sparkasse Arena, Bozen)
Spiel 2 – Donnerstag, 12. März, 19:15 (Hala Tivoli, Ljubljana)
Spiel 3 – Samstag, 14. März, 19:45 (Sparkasse Arena, Bozen)
Spiel 4 – Dienstag, 17. März, 19:15 (Hala Tivoli, Ljubljana)
falls nötig:
Spiel 5 – Donnerstag, 19. März, 19:45 (Sparkasse Arena, Bozen)
Spiel 6 – Samstag, 21. März, Uhrzeit zu definieren (Hala Tivoli, Ljubljana)
Spiel 7 – Mittwoch, 25. März, 19:45 (Sparkasse Arena, Bozen)
Online-Ticketverkauf: https://www.midaticket.it/eventi/hockey-club-bolzano
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