Eala feierte gegen Swiatek ihren bisher größten Matchsieg

Titelverteidigerin Swiatek und Rybakina in Wimbledon out

Samstag, 04. Juli 2026 | 20:07 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Überraschungen in der 3. Runde von Wimbledon: Mit der polnischen Titelverteidigerin Iga Swiatek und der kasachischen Weltranglistenzweiten Elena Rybakina kam am Samstag beim Rasen-Grand-Slam-Turnier gleich für zwei Topstars das Aus. Swiatek unterlag der von den Philippinen stammenden Alexandra Eala 6:7(9),2:6. Einen ähnlichen Spielfilm gab es bei der 6:7(4),1:6-Niederlage von Australian-Open-Siegerin Rybakina gegen die als Nummer 25 gesetzte Belgierin Elise Mertens.

Im Männerbewerb steht Mitfavorit Alexander Zverev im Achtelfinale. Der French-Open-Sieger aus Deutschland löste die Pflichtaufgabe Marcos Giron (USA) mit 6:2,7:6(4),6:4. “Ich fühle mich anders als im letzten Jahr. Ich spiele besseres Tennis”, sagte Zverev im Siegerinterview. “Ich möchte viel mehr großartige Matches hier spielen. In Paris zu gewinnen, hierher zu kommen mit einem Titel, hilft jedem.” Der erstmalige Sprung ins Viertelfinale beim Rasenklassiker soll dem Weltranglisten-Dritten gegen Jiri Lehecka (Nummer 14) gelingen. Zverevs Paris-Finalgegner Flavio Cobolli mühte sich indes gegen Karen Chatschanow nach 1:2-Rückstand in fünf Sätzen weiter.

Swiatek zu fehleranfällig

Eala war am Center Court trotz einer Bandage am rechten Oberschenkel die solidere Spielerin. Im ersten Satz musste die 21-Jährige trotz einer 5:3-Führung noch ins Tiebreak, das an Spannung nicht zu überbieten war. Swiatek vergab beim Stand von 6:5 und 8:7 zwei Satzbälle, Eala nutzte ihre dritte Chance in der “Verlängerung” zum 11:9. Mit vier Games in Folge schien die Ranglisten-32. danach ungefährdet, Swiatek kämpfte zwar, war nach zwei abgewehrten Matchbällen beim dritten nach 2:15 Stunden aber machtlos.

Eala ließ sich überglücklich zu Boden fallen und genoss den größten Erfolg ihrer Karriere. “Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Erstmals zweite Woche bei einem Grand Slam und Sieg gegen eine phänomenale Spielerin, das ist unglaublich für mich”, sagte Eala. Von solchen Erfolgen habe sie sehr oft geträumt. “Ich habe dafür sehr hart gearbeitet”, betonte die Linkshänderin, die nun auf Italienerin Jasmine Paolini trifft. Swiatek agierte viel zu fehleranfällig, 44 unerzwungene Fehler sprechen Bände. Auf ihren zweiten Triumph in Wimbledon und siebenten Grand-Slam-Turniersieg muss die 25-jährige Polin und Nummer drei der Welt damit noch warten.

Mertens kämpft um erstes Wimbledon-Viertelfinale

Für Rybakina endete der Traum vom zweiten Wimbledon-Triumph nach 2022 und dritten Erfolg bei einem Major-Event in der gleichen Turnierphase. Die 27-Jährige musste schon nach etwas mehr als eineinhalb Stunden als Verliererin den Platz verlassen. Der erste Satz war auch hier extrem ausgeglichen, Rybakina rettete sich ins Tiebreak, wo sie nur bis zum 3:3 mithalten konnte. Mertens nutzte ihre zweite Chance, den Satz zu beenden, nahm den Schwung mit und hatte gegen eine fehleranfällige Rybakina in der Folge leichtes Spiel.

“Ich habe aktuell kaum Worte, fühle mich toll. Ich bin glücklich, dass ich den ersten Satz gewonnen habe, dann war das Momentum auf meiner Seite”, sagte Mertens. Es sei definitiv einer der größten Siege in ihrer Karriere gewesen. “Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung”, betonte die Ranglisten-27. Nach 2019, 2022 und 2025 darf sie nun zum vierten Mal versuchen, erstmals das Wimbledon-Viertelfinale zu erreichen. Gegnerin ist die als Nummer 21 gesetzte Tschechin Marie Bouzkova.

Williams sagte Doppel-Antreten ab

Das Doppel-Comeback von Serena Williams an der Seite ihrer Schwester Venus fällt indes aus. “Es bricht mir das Herz, mich aus dem Doppel zurückziehen zu müssen.” Die Rückkehr zum Wettkampf sei ein Geschenk, und die Gelegenheit, noch einmal an der Seite ihrer Schwester zu spielen, bedeute ihr alles, schrieb die 44-jährige Williams auf Instagram. “Ich habe alles getan, was ich konnte, aber leider ist mein Knie einfach noch nicht bereit für den Wettkampf.” Die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin hatte sich nach eigenen Angaben die Verletzung bei ihrem ersten Einzel seit knapp vier Jahren zugezogen, das sie gegen die Australierin Maya Joint in Wimbledon in drei Sätzen verloren hatte.

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