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Während die Weltranglisten-Ersten in der 2. Wimbledon-Runde ihre Härtetests bestanden haben, ist mit Mirra Andrejewa die French-Open-Siegerin früh gescheitert. Jannik Sinner bezwang den Portugiesen Nuno Borges 7:6,7:6,6:4, Aryna Sabalenka schaltete die US-Amerikanerin McCartney Kessler 6:1,7:6 aus. Andrejewa indes unterlag der Tschechin Barbora Krejcikova, der Wimbledon-Siegerin von 2024, 6:4,5:7,4:6. Altmeister Novak Djokovic schlug Stefanos Tsitsipas 6:3,6:4,6:2.
Der 39-jährige Serbe entschuldigte sich nach dem Spiel bei einem Ballmädchen für einen Scherz. Der Rekord-Grand-Slam-Sieger hatte das Mädchen gebeten, ihn während einer Pause ein Stück von seinem Tapestreifen am rechten Arm abzuschneiden. Als sie schnitt, zuckte Djokovic kurz zusammen und tat so, als hätte sie ihm wehgetan. Schnell lachten aber beide. “Es tut mir leid, wenn ich sie erschreckt habe”, sagte Djokovic danach. Es sei wohl kein guter Witz gewesen, meinte Djokovic gut gelaunt.
Sinner musste nach dem knappen Fünfsatz-Sieg zum Auftakt gegen Miomir Kecmanovic nur im zweiten Satz nach verlorenem Service zum 1:2 einem Rückstand hinterherlaufen. Bei 5:4 servierte Borges auf den Satzgleichstand und hatte auch einen Satzball, doch der Südtiroler schaffte das Rebreak und gewann auch das zweite Tiebreak. In den Schlüsselmomenten vermochte sich Sinner immer zu steigern, ein Satzverlust blieb ihm diesmal erspart. Er trifft bei den mit 64,2 Mio. Pfund dotierten All England Tennis Championships nun auf den US-Amerikaner Jenson Brooksby.
Sinner: “Bin sehr glücklich”
“Insgesamt bin ich bei solchen Spielen, in denen man wenig Kontrolle hat, sehr froh über den Sieg”, atmete Sinner im Platz-Interview auf. “Besonders auf diesem Belag habe ich jetzt zwei Siege (diese Woche, Anm.) geholt. Natürlich werden wir sehen, was die Zukunft bringt, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es gibt ein paar Dinge, die wir verbessern müssen, aber ich bin sehr glücklich”, meinte er nach dem zweiten Schritt in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung.
Einen Rückstand aufgeholt und damit einen Satzverlust vermieden hat auch Sabalenka. Die Athletin aus Belarus, die in Wimbledon noch nie den Titel geholt hat, holte im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand auf. “Sie hat im zweiten Satz ein unglaubliches Level gespielt”, konstatierte Sabalenka. “Sie mich heute wirklich gefordert und ich bin glücklich, dass ich den Test bestanden habe.” Sie trifft in der 3. Runde auf die Lettin Jelena Ostapenko.
Medwedew benötigte Anlaufzeit
Bei den Männern kam auch der Russe Daniil Medwedew in die dritte Runde. Der Ex-Weltranglisten-Erste brauchte gegen den Spanier Daniel Merida etwas Anlaufzeit, ehe er mit 3:6,6:3,7:5,6:2 letztlich noch relativ ungefährdet die zweite Hürde nahm. Während eines Großteils des Matches wirkte Medwedew, der nach seinem US-Open-Sieg 2021 seinen zweiten Grand-Slam-Titel anstrebt, so, als ob ihm Tennis eher lästig sei.
“Ich habe anfangs etwas an Rhythmus verloren”, sagte Medwedew danach. Doch im vierten Satz jubelte er lautstark, als er dem Spanier zweimal den Aufschlag abnahm, und applaudierte dem Publikum, als er das Match mit einem starken Aufschlag für sich entschied. “Mein Aufschlag hat mich heute nicht im Stich gelassen”, stellte er fest.
Frust bei Andrejewa
Seine Landsfrau Andrejewa musste ihre Titelhoffnungen indes früh aufgeben. Aus Frust schmiss die 19-Jährige nach dem gegen Krejcikova verlorenen Match den Schläger weg, bei der Pressekonferenz kamen ihr später die Tränen. In Paris hatte Andrejewa ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert.




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