Von: apa
Langläufer Mika Vermeulen reist als Reaktion auf seine enttäuschenden Olympia-Leistungen vorzeitig aus Italien ab. Der Steirer wird den abschließenden 50-km-Bewerb am kommenden Samstag wegen Aussichtslosigkeit nicht bestreiten, stattdessen begibt er sich in der Heimat auf Ursachenforschung. “Es tut weh und ist eine riesige Enttäuschung. Ich kann es aber nicht mehr ändern, sondern muss es annehmen, wie es ist”, sagte Vermeulen, bevor er sich auf den Rückweg nach Ramsau machte.
“Man muss einsehen, dass das Niveau momentan so ist, wie es ist. Die Chance, dass es beim 50er besser wird, ist sehr minimal. Wir sind hierher gefahren, um Medaillen zu machen und nicht darum zu kämpfen, nicht überrundet zu werden. Das sind nicht unsere Ansprüche”, sagte Vermeulen, der nach einem Infekt um Weihnachten und einer anschließenden Trainingsphase überhaupt nicht mehr auf Touren gekommen war. Auf zwei schlechte Weltcuprennen folgte im Olympia-Skiathlon ein 41. Platz, über 10 km Skating kam er auch nur auf Rang 27.
Nach dem Ziehen der Reißleine will er dem Grund seiner schlechten Form auf die Spur kommen. “Die Realität ist jetzt aber einfach so, dass ich aktuell nicht mehr drauf habe. Jetzt müssen wir herausfinden, woran es liegt.” Er wolle daheim Kraft tanken und ärztlich alles abchecken lassen. “Vielleicht gibt es ja einen Grund im Körper, warum es nicht läuft.” Olympia bleibe jedenfalls sein größtes Ziel, betonte Vermeulen. “Ich bin 26 und war sicher nicht das letzte Mal dabei. In vier Jahren fahren wir nach Frankreich und geben wieder Gas.”




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