Das eigens geschaffene Logo für den UEFA-Supercup in Salzburg

Vorbereitungen für UEFA-Supercup 2026 in Salzburg laufen

Dienstag, 14. April 2026 | 14:37 Uhr

Von: apa

In Salzburg laufen die Vorbereitungen für das Spiel um den europäischen Fußball-Supercup am 12. August 2026 in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim. Die Partie fällt mitten in die Festspielzeit, die Organisatoren sehen aber wenig Konfliktpotenzial – trotz der gut 30.000 Fans, die das Match im Stadion verfolgen und im Vorfeld wohl die Stadt erkunden werden. Die Politik in Stadt und Land erwartet sich vom Match einen hohen Werbewert und positive Impulse für den Tourismus.

Am Residenzplatz in der Innenstadt wird am 11. und 12. August eine Fan-Zone für die Öffentlichkeit eingerichtet – samt Kulturprogramm, Soccer-Plätzen und Food-Trucks. Zusätzlich werden am Finaltag zwei zentrale Fan-Treffpunkte für die Anhänger der beiden Finalisten organisiert: Vom Kapitelplatz und vom Volksgarten aus sollen die Fans “gebündelt und organisiert” in Richtung Red Bull Arena gelangen.

Keine Kollision mit Festspiel-Highlights

Die Veranstalter rechnen mit zahlreichen Besuchern in der Innenstadt, der Zustrom sei jedoch bewältigbar. “Die Salzburger Festspiele haben in ihrem Veranstaltungskalender Rücksicht auf das Finale genommen. Es finden zeitgleich keine Festival-Highlights statt”, erklärte beispielsweise Red-Bull-Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Er ließ aber durchklingen, dass er durchaus mit einer angespannten Zimmersituation rund um das Finale rechne.

Auch Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) sprach von einer Herausforderung, zugleich aber von einer Riesenbereicherung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. “Es braucht Sport-Großevents, um Jugendliche und Kinder zum Sport zu führen.” Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) betonte, dass ein Sicherheits- und Verkehrskonzept einen geordneten Ablauf der Veranstaltung ermöglichen werde. Sie sprach von einem “Fest für die Bevölkerung” mit nachhaltigem Nutzen.

“Werbewert für Salzburg ist nicht bezahlbar”

Stadt und Land kostet die Ausrichtung des Finales jeweils 200.000 Euro – ein Bruchteil jener Summe, die zuletzt andere Finalstädte an Umwegrentabilität lukriert hätten, erklärte Reiter. In Dublin habe das Europa-League-Finale 2024 etwa zu Umsätzen in der Höhe von rund 17 Millionen Euro geführt. Dazu werde die Veranstaltung in über 100 Länder live übertragen – und erreiche 50 bis 80 Millionen Menschen. “Der Werbewert für Salzburg ist nicht bezahlbar”, betonte Landeshauptfrau Edtstadler. “Es gibt sportliche Großveranstaltungen, die in die ganze Welt hinausstrahlen. Das Supercup-Finale ist eine davon.” Für die Veranstaltung würde ein eigenes Logo kreiert, das die Festung zeigt.

Im Supercup-Finale treffen die zu diesem Zeitpunkt regierenden Europa-League- und Champions-League-Sieger aufeinander, die am 20. bzw. am 30. Mai ermittelt werden. Details zum Kartenverkauf werden von der UEFA voraussichtlich Ende Mai bekannt gegeben. Jeweils 7.000 Tickets gehen an die beiden Finalisten, für Karten aus dem restlichen Kontingent kann man sich über die UEFA-Plattform bewerben. Das Supercup-Finale im Vorjahr in Udine war übrigens nicht ausverkauft.

Red-Bull-Salzburg-Geschäftsführer rechnet nicht mit “Problemfans”

Zwar steht noch nicht fest, welche Mannschaften das Finale bestreiten: Mit Problemfans rechnet Red-Bull-Salzburg-Geschäftsführer Reiter nicht. “Supercup-Finale sind eher dazu da, die neue internationale Saison einzuleiten. Es sind Spiele, die emotional nicht so stark besetzt sind wie vielleicht ein Champions-League-Finale.” Ihm sei kein Supercup-Finale bekannt, bei dem es Ausschreitungen gegeben habe. “Falls es doch zu Problemen kommt, ist man gut aufgestellt.”

Das Supercup-Finale findet erstmals in Österreich statt, insgesamt wird zum siebenten Mal ein Finalspiel im europäischen Clubfußball hierzulande über die Bühne gehen. Bisher fanden die Partien aber immer im Happel-Stadion bzw. Praterstadion statt. Die UEFA vergibt Supercuppartien gerne an kleinere Stadien abseits der großen Metropolen. Die Trophäe für die Siegermannschaft ist 58 Zentimeter hoch und wiegt 12,2 Kilogramm. Der Siegerclub ist berechtigt, eine Replik anfertigen zu lassen, die aber nicht mehr als vier Fünftel der Abmessungen des Originals überschreiten darf.

(S E R V I C E: Die UEFA sucht noch Volunteers für das Finale in Salzburg. Ab sofort sind Bewerbungen möglich. Anmeldung unter https://volunteercommunity.uefa.com)

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