Von: apa
Olympiasieger Valentin Bontus hat bei der Formula-Kite-Weltmeisterschaft der Segler vor Viana do Castelo in Portugal die Bronzemedaille geholt. Der Niederösterreicher war schon vor zwei Jahren WM-Dritter geworden. Der 25-Jährige war am Freitag als Fünfter ins Semifinale gekommen, das er am Samstag klar gewann und so in den Medaillenkampf der Top vier einzog. Da reichte es zu Bronze. Weltmeister wurde zum dritten Mal Max Maeder aus Singapur vor dem Schweizer Gian Stragiotti.
Bontus beendete das entscheidende Rennen zwar nur als Vierter, profitierte aber von einem Penalty gegen den Brasilianer Lucas Fonseca. Damit krönte der Perchtoldsdorfer seine Comeback-Saison in Folge eines im Vorjahr erlittenen Kreuzbandrisses: “Es fühlt sich unglaublich an, nach so einer Verletzung wieder am Podest zu stehen. Ich werde noch ein wenig brauchen, das alles hier zu realisieren. In einer Comeback-Saison bei einer Weltmeisterschaft am Podest zu stehen, ist einfach ultra. Unser erklärtes Ziel für dieses Jahr war die Europameisterschaft im Herbst. Dass ich bereits hier so abschließen kann, bedeutet mir unglaublich viel.”
Die Basis für den Medaillengewinn war die starke Leistung im Semifinale. “Ich konnte gut meinen Speed durchfahren und habe gute Entscheidungen getroffen – da ist alles aufgegangen”, erklärte Bontus. Und über das Bronze-Duell: “Da hat mich Lucas Fonseca überholt, in einer Sequenz, wo er das so nicht machen kann – somit wurde er bestraft und ich habe die Bronzemedaille abgesichert.” Bontus nimmt sich nun eine zweiwöchige Auszeit, im Sommer geht es für ihn erstmals ins Olympia-Revier vor Los Angeles.
Prettner/Flachberger wollen erste WM-Medaille
Das 49er-Duo Keanu Prettner und Jakob Flachberger segelt dagegen am Sonntag um seine erste WM-Medaille. Mit konstanten Leistungen am Schlusstag der Goldflotte, genauer gesagt den Plätzen elf, acht und zehn, verteidigten die beiden am Samstag erfolgreich ihren fünften Gesamtrang. Auf Bronze fehlen aktuell nur 3,5 Punkte. “Fast alle Boote haben eine Chance auf eine Medaille”, sagte Steuermann Prettner. “Man braucht sich nicht zu viel Taktik überlegen.”
In der Nacra 17-Klasse ist die Aufholjagd von Laura Farese/Matthäus Zöchling zu spät gekommen. Das burgenländische Duo zeigte am Schlusstag seine bisher beste Leistung bei diesen Weltmeisterschaften und verbesserte sich mit einem dritten Platz auf den zwölften Gesamtrang. Am Ende fehlten zehn Punkte auf die Teilnahme an den Medal Races.




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