Von: Matthias Knapp
Niederrasen – Insgesamt 48 naturbegeisterte Kinder im Alter von zehn und elf Jahren aus allen Landesteilen Südtirols haben sich diesen Sommer insgesamt acht Tage lang mit der heimischen Natur in den Schutzgebieten und dem sicheren Unterwegssein im Freien beschäftigt. Dabei wurden sie von Experten, Naturparkhausbetreuerinnen, erfahrenen Naturpark Rangern und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Alpenvereins Südtirol begleitet.
Beim großen Abschlussfest am Samstag, 1. August im Freizeitpark in Niederrasen am Naturpark Rieserferner-Ahrn durften alle Kinder, die an mindestens fünf Tagen die Ausbildung absolviert haben, das „Junior Ranger Diplom“ entgegennehmen und ihr neu erworbenes Wissen präsentieren. Neben den Familienangehörigen waren auch Ehrengäste anwesend, darunter die Vizebürgermeisterin von Rasen-Antholz Silke Hecher, Georg Simeoni, Präsident des Alpenvereins Südtirol, und Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung.
Von Wildbeobachtung bis Erste Hilfe am Berg
Die Ausbildung “Junior Ranger Naturparks Südtirol” 2026 wurde vom Landesamt für Natur in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Südtirol organisiert und fand in den drei Naturparks Schlern-Rosengarten, Puez-Geisler und Rieserferner-Ahrn statt.
Die Kinder erlebten zahlreiche spannende Naturabenteuer: Beim Survival-Training lernten sie, sich mit einfachen Mitteln in der Natur zurechtzufinden. Wildbeobachtungen sowie Exkursionen zu Insekten, Schmetterlingen, Amphibien und Reptilien ermöglichten faszinierende Einblicke in die Tierwelt. Mit Fachleuten erkundeten die Junior Ranger die Entstehungsgeschichte der Dolomiten, setzten sich mit Gletschern und den Auswirkungen des Klimawandels auseinander und lernten verschiedene Lebensräume und Kulturlandschaften kennen. Auch Erste Hilfe am Berg und sicheres Verhalten im alpinen Gelände standen auf dem Programm. Zu den Höhepunkten zählten die mehrtägigen Hüttenaufenthalte mit gemeinsamen Wanderungen.
Wissen und Respekt stärken
Das Projekt erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. „Ziel ist es, speziell einheimische Kinder für die Natur zu begeistern, ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln und sie langfristig als wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu gewinnen“, unterstreicht Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur. Damit die Ausbildung kein einmaliges Ereignis bleibt, werden die ausgebildeten Junior Ranger noch zu einer Nachfolgeaktion anlässlich der europäischen ALPARC-Initiative „Jugend auf dem Gipfel“ eingeladen.
Seit dem Projektstart im Jahr 2009 haben mittlerweile über 600 Kinder die Junior Ranger Ausbildung absolviert. „Unsere Natur- und Kulturlandschaft ist einzigartig und schützenswert für uns alle. Mit dem Wissen um die Natur wird auch die Verantwortung und der Respekt der Kinder für unsere Umwelt gestärkt“, sagt dazu der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz Peter Brunner. Er sei überzeugt, dass die Südtiroler Naturparks wichtige Lernorte sind, so Brunner.




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