Gestartet wird der Bozner Festivalteil am 9. November

ALPS MOVE übersiedelt nach Bozen

Mittwoch, 07. November 2018 | 18:44 Uhr

Bozen – Das Tanztheaterfestival Alps Move 2018 übersiedelt für seinen Abschlussteil nach Bozen. Protagonisten der beiden Abende werden auch hier die regionalen Choreographinnen und Performer und neue Produktionen sein, die im Zentrum der Aktivitäten von Alps Move stehen. Termine sind der 9. November im Stadttheater Gries und der 14. November im Sudwerk. Ein dritter Tag ist der Contact Improvisation gewidmet, Tanz zum Mitmachen.

Gestartet wird der Bozner Festivalteil am 9. November um 20.00 Uhr im Stadttheater Gries mit „Lucy“, einem Stück von Stefania Bertola und ihrer Tanzkompanie Quintadanza. Der Titel bezieht sich auf den vielleicht berühmtesten Australopithecus der Welt. Mithilfe von Lucy wird die Geschichte der Entwicklung des weiblichen Körpers, die Geschichte von Haltungen, Formen und Symbolen erzählt, die eine moderne Frau charakterisieren. Zusammen mit der für die Choreografie verantwortlichen Bertola tritt die Südtiroler Tänzerin Elisabeth Ramoser auf.

Auch die Meraner Kompanie Errante Teatro Danza begibt sich in „Before I was born“ auf Spurensuche vor dem Hintergrund Generationen übergreifender familiärer Beziehungen. Anhand autobiografischer Elemente wie Erinnerungen, Anekdoten, Fotografien, Filme, Gegenstände und Kleider fügen die Künstler Fragmente ihrer familiären Geschichten aneinander. Auf der Bühne stehen Silvia Morandi, Iosu Lezameta, Magda Simone, Vlastimil Viktoria und Miriam Zarbo.

Inspirationsquelle für „The Trip“ von Company Blu ist hingegen die psychedelische Kultur der 60-er und 70-er Jahre. Die damalige Avantgarde war überzeugt, dass eine „Revolution des Ich“ möglich sei. Die Performance stützt sich auf persönliche Erfahrungen im Bereich der Improvisation, die Charlotte Zerbey und Alessandro Certini Ende der 70er Jahre vor allem im nordeuropäischen und amerikanischen Raum der Postmoderne gemacht haben. Die Produktion der Tanzkompanie aus Florenz ist eine Austauschproduktion. Errante Teatro Danza wird im Gegenzug am 17. November im Teatro della Limonaia in Sesto Fiorentino auftreten.

Am 10. November sind Bewegungsinteressierte zur „Contact Jam“, also zum Mittanzen eingeladen (Stadttheater Gries, 15.00 bis 19.00 Uhr).

Einen neuen Ort bespielt Alps Move am 14. November. Erstmals bringt das Fetsival damit den Tanz ins „Sudwerk“ im Keller des Bozner Batzenhäusels. Neben der Lettin Santija Bieza sind dabei das Künstlerkollektiv VonPiderZuHeiss und Elisabeth Ramoser zu sehen.

Biezas „Saknes“ (Wurzeln auf Lettisch), entsteht aus dem Bedürfnis heraus, bestimmte Werte wie Identität, Vaterland und Tradition innerhalb einer globalisierten und von massiver Völkerwanderung charakterisierten Welt zu begreifen.

„Born to kill“ von VonPiderZuHeiss ist eine Annäherung der Darstellerin an die Jagd. Diese ist einerseits fasziniert von der Jagd, den damit verbundenen Ritualen und der Naturverbundenheit der Jäger, andererseits abgestoßen von der Fähigkeit, Leben auszulöschen. Auch Nora Piders Vater war Jäger. Als er 2014 starb, erbte sie seine drei Gewehre.

Die Dritte im Bunde ist Elisabeth Ramoser mit ihrer Choreografie „In To“. Das Stück ist eine Art Traum aus oberflächlichen Empfindungen, Gleichgewichtsverlust und Atemnot. Es tanzen die Choreografin und Jay Sanson.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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