Von: mk
Bozen – Am Samstag fand der diesjährige AVS Wegetag statt, bei dem sich erneut zahlreiche Mitglieder des Alpenvereins Südtirol aktiv an der Pflege des Wegenetzes beteiligten. Insgesamt rückten in vielen AVS-Sektionen und Ortsstellen Wegewarte, Wegepaten und AVS-Mitglieder aller Altersstufen mit Handschuhen und Werkzeug aus, um Wege und Steige sommerfit zu machen.
Die etwa 16.000 Kilometer Wanderwege in Südtirol werden im Auftrag des Landes von verschiedenen Wegehaltern gepflegt – der AVS ist für die ordentliche Instandhaltung von etwa 6000 Kilometern, also mehr als einem Drittel aller Wege, zuständig. Andere Weghalter sind CAI, Tourismusvereine und Naturparke. Alle notwendigen ordentlichen Eingriffe, Markierung und Beschilderung werden von den AVS-Sektionen ehrenamtlich durchgeführt; außerordentliche Arbeiten werden vom Landesforstdienst gemacht. Diese Arbeit ist ein unabdingbarer Beitrag zur Sicherheit von Einheimischen und Gästen auf Wegen im Gelände.
Am Wochenende war in der Sektion Lana eine 15‑köpfige Männergruppe, aufgeteilt in vier Teams, auf den Wegen Nr. 10 und 10A von der Laugenalm bis zum Laugen im Einsatz. Parallel dazu bearbeitete eine weitere Gruppe mit neun Kindern und fünf erwachsenen Begleitpersonen einen Abschnitt des Weges Nr. 133 vom Gampenpass aus. Dabei standen klassische Instandhaltungsarbeiten wie das Freischneiden von Ästen, das Öffnen von Entwässerungsrinnen sowie die allgemeine Wegkontrolle im Mittelpunkt. Ebenso unterwegs war eine Gruppe des AVS Brixen, welche die Wege zur Radlseehütte instand setzten. Und in Toblach bemühten sich zwei Mitglieder darum, die Pfosten und Wegweiser wieder herzurichten.
„Dieses Ehrenamt ist zeitintensiv und verlangt viel Einsatz. Leider stellen wir fest, dass sich immer weniger junge Menschen für solche unbezahlten – und eigentlich unbezahlbaren – Tätigkeiten interessieren. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für die Wegerhaltung zu stärken und möglichst viele Menschen dafür zu begeistern“, betont Martin Knapp, Leiter des AVS-Referats für Hütten und Wege.
Mit dem jährlich stattfindenden Wegetag möchte der AVS die oft im Hintergrund geleistete Arbeit sichtbar machen und zugleich Mitglieder sowie Interessierte motivieren, selbst aktiv zur Pflege des Wegenetzes beizutragen. Denn nur durch gemeinsames Engagement kann die Qualität und Sicherheit der Wanderwege langfristig erhalten werden. Wer Wegepat:in oder Wegewart:in werden möchte, ist aufgerufen, sich mit der AVS-Sektion oder der Ortsstelle seiner Heimatgemeinde in Verbindung zu setzen.




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