Einweihung des Jugendraums JURALI und der erweiterten Bibliothek Lichtenberg

Ein Ort für die Jugend

Dienstag, 12. Mai 2026 | 16:56 Uhr

Von: mk

Prad – Am Samstag durften Vertreter der Gemeindeverwaltung in Prad gemeinsam mit vielen Engagierten die neuen Räumlichkeiten des Jugendraums JURALI und die erweiterten Bereiche der Bibliothek Lichtenberg eröffnen. „Der Weg dorthin war eine Zeit, die gezeigt hat, wie viel Kraft in unserer Jugend steckt und wie wichtig es ist, ihnen Räume zu geben, die sie selbst mit Leben füllen können“, erklärt Vizebürgermeisterin Michaela Platzer.

Was diesen Jugendraum so besonders macht, ist das neue Konzept, das die Gemeinde gemeinsam entwickelt hat: eine Mischung aus begleiteten Öffnungszeiten durch den Jugenddienst und selbstverwalteten Zeiten, die der Freizeitverein Lichtenberg ermöglicht. Es ist ein Modell, das Vertrauen schenkt und gleichzeitig professionelle Begleitung bietet und genau das spürt man.

„Seit Herbst nutzen die Jugendlichen die Räume bereits intensiv. Und sie tun das mit einer Achtsamkeit, die mich immer wieder beeindruckt. Ein Moment bleibt mir besonders in Erinnerung: Nach ein paar Monaten, nach dem der Jugendraum in Betrieb war, haben wir uns mit einer Gruppe Jugendlichen, der sogenannten ‚selbstverwalteten Gruppe‘ getroffen, um nochmals über die Verantwortung zu sprechen. Kurz vor Beginn, als wir in der Eingangstür standen, meinte ein Jugendlicher ganz selbstverständlich: ‚Kannts eis bitte die Schuach oziachn?‘ Dieser Satz hat mich tief berührt“, erzählt Platzer.

Dieser Satz zeige, wie sehr die Jugendlichen diesen Raum als ihren eigenen sehen und wie verantwortungsvoll sie damit umgehen. Während der Feier haben sich drei Jugendliche öffentlich bedankt und erzählt, wie wertvoll dieser Ort für sie ist: ein Platz, an dem sie sich sicher fühlen, an dem sie sich entfalten können, an dem sie einfach sie selbst sein dürfen auch mal „olle 10e grod sein lossn terfn“.

Auch Amtsdirektor Konrad Pamer, ermutigte die Jugendlichen, die Räume als ihre eigenen zu nutzen, Ideen einzubringen, sie zu gestalten und sich jederzeit an Gemeinde, Jugenddienst oder das Amt für Jugend zu wenden, wenn sie etwas brauchen.

Unbezahlbar ist das langjährige Engagement von Reinhold und Claudia, die den Jugendraum über Jahre hinweg mit großer Selbstverständlichkeit betreuen und pflegen.

Philipp Tappeiner vom Jugenddienst Obervinschgau ist beindruckt darüber, wie gut das neue Konzept funktioniert, gerade weil es pädagogische Begleitung und Selbstverwaltung verbindet.

Die Einweihungsfeier selbst war ein Spiegel dessen, was diesen Ort ausmacht: Die Jugendarbeiterinnen und die Jugendlichen organisierten sie gemeinsam, boten alkoholfreie Cocktails an und schufen eine Atmosphäre, die warm, offen und einladend war. Die Bibliothek begeisterte die jüngeren Gäste mit Bilderbuchkino und Kinderschminken.

Zum Abschluss lobte Bürgermeister Rafael Alber das Konzept und dankte allen Beteiligten: „Ich selbst möchte vor allem eines sagen: Danke an die Jugendlichen. Für euren Einsatz. Eure Ideen. Eure Verantwortung. Eure Offenheit.“

Bezirk: Vinschgau

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