Von: luk
Caldes – Neue Enthüllungen sorgen im Trentino für Aufsehen: Zwei Bärinnen sind in jenem Gebiet bei Caldes erschossen worden, in dem 2023 der junge Läufer Andrea Papi von der Bärin JJ4 tödlich attackiert worden war. Viele sehen darin längst keinen Zufall mehr, wie die Zeitung Corriere della Sera berichtet.
Die beiden Tiere F32 und F104 wurden laut italienischen Medienberichten 2025 im Abstand weniger Monate zwischen den Örtlichkeiten Crocifisso und Prà del Conz entdeckt – genau entlang jener Forststraße, auf der der 26-Jährige damals joggen war. Beide Bärinnen wurden mit Schüssen getötet.
Der Tod von Andrea Papi hatte das Verhältnis vieler Menschen zu den Bären im Trentino nachhaltig verändert. Die Angst vor den Tieren wuchs, gleichzeitig nahm auch die Feindseligkeit gegenüber den Großraubtieren zu. Inzwischen häufen sich die Fälle mutmaßlicher Wilderei.
Mit F32 und F104 steigt die Zahl bestätigter illegal getöteter Bären in den vergangenen zwei Jahren auf fünf. Weitere Tiere starben unter verdächtigen Umständen. Beobachter sprechen inzwischen von einer besorgniserregenden Entwicklung.
Besonders brisant ist der Umgang mit dem Fall F32: Die Provinz Trient informierte erst Monate später über den Abschuss – nämlich erst nachdem die Ermittlungen bereits eingestellt worden waren. Tierschutzorganisationen kritisieren die fehlende Transparenz. Dadurch sei ihnen die Möglichkeit genommen worden, sich am Verfahren zu beteiligen oder Einspruch gegen die Archivierung einzulegen.
Offen bleibt zudem eine Reihe zentraler Fragen: Wurden beide Bärinnen mit derselben Waffe getötet? Gab es Verdächtige? Und laufen die Ermittlungen im Fall F104 überhaupt noch?
Dass gleich zwei Bären ausgerechnet nahe jener Stelle erschossen wurden, an der Andrea Papi ums Leben kam, wirkt auf viele wie eine gezielte Botschaft. Der Verdacht steht im Raum, dass hinter den Taten eine Art “Racheaktion” gegen die Bären steckt.




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