Das Landesgericht Feldkirch bejahte den Fortführungsantrag

Ermittlungen gegen Vorarlberger KuGes-Chefin fortgesetzt

Dienstag, 25. August 2026 | 16:20 Uhr

Von: importer

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat die Ermittlungen gegen Monika Wagner (Geschäftsführerin der Vorarlberger Kulturhäuserbetriebsgesellschaft (KuGes)) wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wieder aufgenommen. Grundlage dafür sei eine Entscheidung des Landesgerichts, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag auf APA-Anfrage. Die im Mai eingeleiteten Ermittlungen waren zunächst eingestellt worden, weil die Staatsanwaltschaft keinen nachweisbaren Vorsatz sah.

Wird ein Ermittlungsverfahren eingestellt, werden alle Verfahrensbeteiligten darüber verständigt. Diese können – so sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind – in weiterer Folge einen Fortführungsantrag stellen, über den das Landesgericht zu befinden hat. Das sei in diesem Fall geschehen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitergehende Details nannte der Sprecher nicht.

Stephanie Gräve als damalige Intendantin des Vorarlberger Landestheaters hatte am 10. Mai Anzeige gegen ihre Vorgesetzte erstattet. Wagner soll bei einer Vertragserstellung unerlaubterweise die digitale Unterschrift von Gräve verwendet haben, lautet der Vorwurf. Wagner selbst sprach von einem “unbeabsichtigten administrativen Fehler”. Der Aufsichtsrat der im Eigentum des Landes befindlichen KuGes stellte sich hinter Wagner. Man sei überzeugt, Wagner habe “nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt”, hieß es.

Bruch zwischen KuGes und Gräve

Die Anzeige bedeutete den endgültigen Bruch zwischen der KuGes und Gräve. Die Intendantin wurde zunächst bei vollen Bezügen von ihren Pflichten freigestellt, im Juni wurde das Vertragsverhältnis aufgekündigt. Der Kontrakt von Gräve, die das Vorarlberger Landestheater seit 2018 leitete, wäre noch bis 31. Juli 2028 gelaufen.

Das Verhältnis zwischen Gräve und der KuGes bzw. dem Land Vorarlberg galt spätestens seit März dieses Jahres als zerrüttet. Damals wurde bekanntgegeben, dass Gräves Vertrag nicht verlängert werde und “ein guter Zeitpunkt für neue Impulse” gekommen sei. Die 1968 geborene Deutsche hätte bis 2030 weitermachen wollen. Die Nicht-Verlängerung, vor allem die Art ihrer Kommunikation, hatte in Vorarlbergs Kulturszene, bei der Landtagsopposition sowie bei den Intendanten und Intendantinnen der österreichischen Landes- und Städtetheater für Irritation gesorgt.

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