Die begehrten Goldenen Grammophone werden heuer zum 68. Mal verliehen

Fela Kuti erhält posthum Grammy für Lebenswerk

Samstag, 31. Januar 2026 | 19:30 Uhr

Von: APA/AFP

Die nigerianische Afrobeat-Legende Fela Kuti (1938-1997) soll am Wochenende posthum als erster Afrikaner mit dem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. “Felas Einfluss erstreckt sich über Generationen hinweg, inspirierte Künstler wie Beyoncé, Paul McCartney und Thom Yorke und prägt moderne nigerianische Afrobeats”, heißt es in einer Würdigung.

Fela hatte in den 1970er-Jahren den Afrobeat, eine Mischung aus Jazz, Funk und afrikanischen Rhythmen, erfunden. Damit legte er den Grundstein für Afrobeats – ein später entstandenes Genre, das durch die Verschmelzung traditioneller afrikanischer Rhythmen mit zeitgenössischen Popklängen ein weltweites Publikum anzog. Der auch als “Black President” bekannte Aktivist und legendäre Musiker starb 1997 im Alter von 58 Jahren.

Felas ist einer der vielen Künstler, die bei einer Zeremonie in Los Angeles am Samstag, dem Vorabend der großen Grammy-Gala, gewürdigt werden. Neben ihm sollen unter anderem Cher, Whitney Houston und Paul Simon ausgezeichnet werden.

“Fest für das afrikanische Volk”

Felas Cousine Yemisi Ransome-Kuti sagte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die Auszeichnung sei “ein Fest für das afrikanische Volk”, das es als seine Auszeichnung betrachten solle. “Aber wir möchten auch denen, die diese Anerkennung aussprechen, eine Botschaft senden: Bitte (…) warten Sie nicht, bis die Menschen gestorben sind.”

Der Einfluss des nigerianischen Künstlers auf die Musik ist noch heute spürbar: 2024 ist bei den Grammys die Kategorie für die beste afrikanische Performance eingeführt worden. Diese wird seither von Afrobeats-Künstlern, insbesondere aus Nigeria, dominiert. Von fünf nominierten Musikern in der Kategorie sind in diesem Jahr drei nigerianische Afrobeats-Sänger.

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