Von: mk
Meran – Vor ziemlich genau einem Jahr hat die damalige Liste Rösch/Grüne bei einer Pressekonferenz vor sozial unverträglichen Wohnbauvorhaben mit negativen Auswirkungen auf das Stadtbild gewarnt. Nun stellen die Grünen in Meran fest, dass die Bauprojekte „Ex-Marinello“ in der Schießstandstraße und „Ex-Cafa“ in der Gampenstraße unverändert auf der Tagesordnung der Gemeindekommission für Raum und Landschaft stehen.
Das Damoklesschwert eines Wohnsilos von bis zu 35 m Höhe und einer Baudichte von 7,5 m3/m2 schwebe weiterhin über das Wohngebiet rund um die Kirche Maria Aufnahme, schreiben Merans Grüne in einer Aussendung.
„Rund um die 1928 anstelle von Militärstallungen errichtete Rossani-Kaserne, ex-Glaserei Marinello, befinden sich geschützte Ensembles wie der ehemalige k.k.-Schießstand, heute Ost-West-Club, sowie die 1906 erbauten Kellerhäuser im typischen Landhausstil. Dieses Umfeld verdient eine durchdachte und sensible Stadtplanung“, so Gemeinderat Johannes Ortner.
Was die Ex-CAFA betrifft, sei auch hier eine städtebauliche, sozioökonomische und verkehrstechnische Gesamtvision erforderlich, die das weitaus größere Gebiet von der Marlinger Brücke über den Bahnhof Untermais bis hin zum neuen Alperia-Sitz, dem Kasernenareal, dem Pferderennplatz und dem bereits bestehenden Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgefüge umfasse.
Jetzt stellen die Meraner Grünen der Stadtregierung mehrere Fragen: Wird der neu bestellte Gestaltungsbeirat ein Gutachten zu den umstrittenen Projekten abgeben? Wird vor der Bebauung ein Gemeindeentwicklungsprogramm erarbeitet und werden die Areale „Ex-Marinello“ und „Ex-CAFA“ behutsam in den städtebaulichen Kontext eingebettet?
Genau dies habe die SVP vor ziemlich genau einem Jahr selbst gefordert, so die Grünen.
Auch bringen die Grünen erneut das Schlagwort „leistbares Wohnen“ aufs Tapet und haken nach: „Werden in der „Gebiete urbanistischer Neugestaltung“ künftig leistbare Mietwohnungen sowie konventionierte Wohnungen für Ansässige und in Meran Arbeitende entstehen? Oder bekommen private Investoren freie Hand, um künftigen Wohnraum zu horrenden Preisen am freien Markt verkaufen zu können?“ Den Grünen zufolge würde dies den Meraner Wohnmarkt in Meran weiter anspannen und keineswegs entlasten.
„Meran braucht echten leistbaren Wohnraum und keinen Freibrief für Investoren“, so Gemeinderätin Julia Dalsant.




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