Seminar in Rumänien - auch Land Südtirol mit Delegation vertreten

Flößerei: Erweiterung der UNESCO-Anerkennung im Fokus

Mittwoch, 08. Juli 2026 | 09:17 Uhr

Von: mk

Bozen/Alba Iulia – Institutionelle Vertreterinnen und Vertreter, UNESCO-Expertinnen und -Experten sowie Delegationen aus Finnland, Frankreich, Italien und Rumänien haben sich an einem Seminar beteiligt, das vom 2. bis 5. Juli in Rumänien stattfand. Auch das Land Südtirol war, vertreten durch Florian Zerzer, den Direktor der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, sowie Marcella Morandini, der Sonderbeauftragte für UNESCO-Angelegenheiten, gemeinsam mit Giorgio Bertinazzo, dem Präsidenten der „Sociazion dei zateri de la dogana de Bronzol“, mit dabei.

Immaterielles Kulturerbe soll weiter aufgewertet werden

„Mit Zufriedenheit stellen wir fest, dass das Engagement bei den verschiedenen UNESCO-Anerkennungen wächst. Neben dem Dolomiten-UNESCO-Welterbe setzen wir uns verstärkt für die Aufwertung des immateriellen Kulturerbes ein – von der traditionellen Bewässerung über die Transhumanz und den Alpinismus bis hin nun auch zur Flößerei“, betont Landesrat Peter Brunner anlässlich der jüngsten Veranstaltung in Alba Iulia.

Eintragung der Flößerei als immaterielles Kulturerbe wird auf weitere Staaten ausgedehnt

Am Ende des Treffens sei vereinbart worden, mit der Ausarbeitung des Nominierungsdossiers für die Ausdehnung der Eintragung der Flößerei in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO auf weitere Staaten zu beginnen. Eine Arbeitsgruppe aus Finnland, Frankreich, Italien und Rumänien habe das ehrgeizige Ziel, das Dossier bis zum 31. März 2027 auszuarbeiten. Italien habe sich als koordinierendes Land der Initiative angeboten mit operativer Unterstützung durch das Land Südtirol. Das Vorhaben sei mit den UNESCO-Expertinnen und -Experten sowie mit den Vertreterinnen und Vertretern jener Staaten abgestimmt, in denen die Flößerei bereits in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO eingetragen ist.

„Internationale Zusammenarbeit ist stets eine wichtige Gelegenheit für Austausch und Weiterentwicklung. Der Erfahrungsaustausch bereichert uns und stärkt unser Engagement für den Schutz und die Aufwertung unserer bestehenden und zukünftigen UNESCO-Anerkennungen“, erklärt Florian Zerzer. Das Seminar bestätigte den Willen der Partner, die internationale Zusammenarbeit zu stärken, um die Tradition der Flößerei zu fördern und zu bewahren sowie die die Erweiterung der bestehenden UNESCO-Eintragung-Anerkennung auf weitere Staaten vorzubereiten.

Seit 15. Jahrhundert zentrales Element der wirtschaftlichen Entwicklung

„Es ist eine große Genugtuung zu sehen, wie die Flößerei auch auf internationaler Ebene an Bedeutung gewinnt. Dieser Prozess trägt dazu bei, eine Tradition bekannter zu machen und aufzuwerten, die seit dem 15. Jahrhundert ein zentrales Element der wirtschaftlichen Entwicklung Südtirols war. Über Jahrhunderte hinweg war die Etsch der wichtigste Transportweg für Holz und Waren – bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts“, schließt Giorgio Bertinazzo.

Bezirk: Bozen

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