Von: luk
Bozen/Catania – Im Rahmen einer groß angelegten Ermittlung gegen den sexuellen Missbrauch und die Ausbeutung von Minderjährigen im Internet hat die italienische Postpolizei sieben Personen festgenommen und gegen weitere 30 Verdächtige Ermittlungen eingeleitet.
Die von der Staatsanwaltschaft Catania koordinierte Operation führte zu Hausdurchsuchungen in 17 italienischen Städten – darunter auch in Bozen.
Den Beschuldigten wird die Verbreitung sowie der Besitz großer Mengen kinderpornografischen Materials vorgeworfen. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Fahnder zahlreiche Computer, Smartphones und weitere Datenträger sicher, auf denen sich Zehntausende illegale Dateien befunden haben sollen.
An der landesweiten Aktion waren mehr als 100 Spezialisten der Postpolizei beteiligt. Die Ermittlungen umfassten auch verdeckte Maßnahmen. Dabei konnten mehrere Gruppen identifiziert werden, die über das Internet Videos mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen austauschten, darunter auch Aufnahmen, die den Missbrauch von Kindern im Kleinkindalter zeigen sollen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erforderte die Identifizierung der Nutzer umfangreiche Ermittlungen sowie internationale Zusammenarbeit. So wurden auf Anordnung der Justizbehörden in Catania auch Daten aus dem Ausland ausgewertet.
Fünf der Festgenommenen stammen aus der Provinz Catania, die beiden weiteren aus den Provinzen Frosinone und Potenza.
Die insgesamt 30 Beschuldigten sind Männer im Alter zwischen 19 und 59 Jahren und kommen aus unterschiedlichen sozialen und beruflichen Verhältnissen – darunter Studenten, Arbeitslose, Angestellte, Fachkräfte und Arbeiter. Ihnen wird vorgeworfen, pornografisches Material, auf dem der Missbrauch von Kindern gezeigt wird, besessen und weitergegeben zu haben.
Hausdurchsuchungen wurden neben Bozen auch in Bari, Brescia, Catania, Caserta, Catanzaro, Enna, Frosinone, Lodi, Mailand, Nuoro, Pescara, Potenza, Rimini, Turin, Venedig und Verona durchgeführt.
Die sichergestellten Datenträger werden nun von den Ermittlern ausgewertet. Ziel ist es, den bestehenden Tatverdacht weiter zu untermauern, mögliche weitere Beteiligte zu identifizieren und die auf den Aufnahmen dargestellten minderjährigen Opfer zu ermitteln.




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