Internationaler Museumstag

Freier Eintritt in 53 Museen und über 100 Veranstaltungen

Mittwoch, 15. Mai 2019 | 18:06 Uhr

Bozen – Wer getraut sich, auf einer „offenen Bühne“ aufzutreten? Wer löst den Fall „Mord im Museum!“? Und mit welchen Tricks kann man Lebensmittel ohne Kühlschrank konservieren? Am Sonntag, 19. Mai feiern 53 Museen Südtirols mit freiem Eintritt und einem exklusiven Programm den Internationalen Museumstag.

Workshops und Mitmachaktionen, Führungen und geführte Touren (auch speziell für Familien), Musik, Ausstellungen, Lesungen (auch für Kinder), Theater, Spiele, Vorführungen von Bräuchen und Handwerksberufen sowie freier Eintritt: Mit über 100 Aktionen für alle Altersgruppen laden 53 Museen am kommenden Sonntag, 19. Mai zum Internationalen Museumstag. Dieses große Museumsfest findet auf internationaler Ebene seit 1977 jährlich im Mai statt; die Südtiroler Museen machen seit 2005 mit, voriges Jahr wurden rund 15.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit auf die Bedeutung der Museen als Kultureinrichtungen aufmerksam zu machen und es Menschen aller Altersstufen zu ermöglichen, sich mit Kultur auseinanderzusetzen und Neues zu entdecken.

Wie jedes Jahr steht diese Veranstaltung unter einem bestimmten Motto; heuer lautet es “Museen – Zukunft lebendiger Traditionen”. Dazu Landeshauptmann und Museenlandesrat Arno Kompatscher: „Die lebendigen Traditionen sind wir, unsere Bräuche, Traditionen, Ausdrucksweisen und Fähigkeiten. Die Museen stellen sich beim heurigen Internationalen Museumstag also dabei die Fragen: Wie gehen wir um mit einem Kulturgut, das nicht materiell und nicht fassbar ist, wie zum Beispiel Tanz und Musik, Theater und Feste, Märchen und Fachwissen? Wie können wir etwas bewahren und dem Publikum präsentieren, das sich stets verändert? Die Museen spielen hier eine wichtige Rolle: Sie geben unsere Traditionen und Bräuche wider, ohne aber vor der Entwicklung halt zu machen.“

Und hier einige Beispiele: Das Vinschger Museum in Schluderns zeigt Kindern und Erwachsenen Frühlingsbräuche, im Standort Steinhaus des Landesmuseums Bergbau erzählt ein ehemaliger Knappe von seiner Arbeit in den dunklen Stollen des Prettauer Bergwerks, das Stadtmuseum Bozen präsentiert ihre Trachtensammlung, im Merkantilmuseum Bozen ist die Ausstellung über die Brennerroute im Laufe der Jahrhunderte zu sehen und auf Schloss Tirol erzählt eine Ausstellung von der Kunst in Faschismus und Nationalsozialismus, von systemkonformen Künstlerinnen und Künstlern und von anderen, die sich gegen die Diktaturen wehrten. Mitmachen lautet die Devise in der Bildhauerwerkstatt der Festung Franzensfeste, in der Druckwerkstatt im Stadtmuseum Bruneck und in der Origami-Werkstatt im Palais Mamming Museum in Meran sowie beim Bastelnachmittag im Museum Ladin Ursus ladinicus in St. Kassian im Gadertal und bei der Saltner-Werkstatt im Weinmuseum in Kaltern. Eines der originellsten Angebote ist übrigens die Kunstinstallation einer Oberschulklasse im Archäologiemuseum: Damit zeigen Schülerinnen und Schüler, wie die Archäologie der Zukunft einen Raum aus unserer Gegenwart deuten würde.

Das Programm der einzelnen Museen ist auf dem Museumsportal www.museen-suedtirol.it nachzulesen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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