Abschlussausstellung

Kreativität im Dialog: Fakultät für Design und Künste zeigt Semesterprojekte

Mittwoch, 10. Juni 2026 | 16:43 Uhr

Von: mk

Bozen – Mit GOG – Gäste Ospiti Guests rückt die Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen am 12. und 13. Juni am Campus Bozen Zentrum die Arbeiten ihrer Studierenden in den Mittelpunkt. Die Abschlussausstellung verwandelt Ateliers, Werkstätten und Gänge der Universität in eine lebendige Bühne für Design und Kunst und zeigt, wie sich die nächste Generation von Gestalterinnen, Künstlern und Forschenden mit gesellschaftlichen, kulturellen und ökologischen Fragestellungen auseinandersetzt.

Präsentiert werden Projekte von rund 300 Studierenden des Bachelor in Design und Künste, des Master in Eco-Social Design, des Master in Critical Creative Practices sowie des PhD in Experimental Research through Design, Art and Technologies. Die Ausdrucksformen reichen von Performance, Fotografie und künstlerischen Installationen über Produktdesign bis hin zu visueller Kommunikation und spiegeln die Vielfalt der an der Fakultät vertretenen Disziplinen wider.

„GOG ist mehr als eine Ausstellung: Es ist ein Ort des Austauschs und eine Anerkennung der Arbeit unserer Studierenden. Nach einem intensiven Semester präsentieren sie ihren Familien, dem Freundeskreis und der Öffentlichkeit ihre Projekte und zeigen, wie sie gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Fragestellungen aufgreifen und in kreativen Prozessen neu denken. Design und Kunst reagieren nicht nur auf die Gegenwart, sondern tragen dazu bei, unsere Vorstellungen von Zukunft mitzugestalten“, sagt Prof. Gianluca Camillini, Prodekan für Lehre an der Fakultät.

Im Bachelorstudiengang Design und Künste beschäftigen sich die Studierenden mit aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen und gestalterischen Fragestellungen. Im Studienzweig Design entstand in Zusammenarbeit mit dem Palais Mamming Museum in Meran das Projekt „Alive in Photos: Gina Klaber Thusek“, das neue Zugänge zum Werk der Südtiroler Fotografin und Künstlerin eröffnet. Das Projekt „Products from Artefacts. Designing as Cultural Transmission“ untersucht, wie kulturelles Wissen durch Alltagsgegenstände weitergegeben wird. Durch die Auseinandersetzung mit volkstümlichen Haushaltsobjekten und regionalen Handwerkstraditionen entwickelten die Studierenden neue Produkte, die traditionelles Wissen aus historischen Artefakten in die Gegenwart übertragen.

Im Studienzweig Kunst rückt Studio EXHIBIT mit „MARKET / MERCATO / MARKT“ den Markt als vielschichtigen sozialen und kulturellen Raum in den Mittelpunkt. Die Studierenden untersuchen Verkaufsprozesse und deren Inszenierung und hinterfragen, wie Waren, Werte und Beziehungen sichtbar gemacht werden. Studio IMAGE beschäftigt sich in „Me, myself & I. What About the Others?“ mit dem Potenzial von Bildern, vorherrschende Narrative einer zunehmend individualisierten und auf Optimierung ausgerichteten Gesellschaft zu hinterfragen und neue Formen des Miteinanders sichtbar zu machen.

Der Masterstudiengang Eco-Social Design präsentiert Projekte, die konkrete gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen aufgreifen. In „Projekt 2“ arbeiten Studierendenteams gemeinsam mit externen Partnern an Themen wie partizipativer Stadt- und Landschaftsgestaltung, psychischer Gesundheit oder Wohnungsnot.

Im Masterstudiengang Critical Creative Practices beschäftigen sich die Studierenden im Projekt „ResiStance. Performing the public“ mit dem öffentlichen Raum als Ort, an dem individuelle Freiheiten und gesellschaftliche Regeln aufeinandertreffen. Durch Beobachtungen und Experimente entwickeln sie neue Perspektiven auf das Zusammenleben in der Stadt und ihre sozialen Dynamiken.

Auch das PhD-Programm Experimental Research through Design, Art and Technologies ist bei GOG vertreten. Doktorandin Lena Michalik untersucht mit „Sub DATA lies Subnivea“, wie Technologien der Erd- und Klimabeobachtung unsere Wahrnehmung von Schnee und unsere Beziehung zu ihm prägen.

GOG steht allen Interessierten offen und lädt dazu ein, die Arbeiten der Studierenden kennenzulernen sowie in persönlichen Gesprächen mehr über Ideen, Prozesse und Hintergründe zu erfahren. Die Ausstellung wird am Freitag, den 12. Juni, um 18.00 Uhr am Campus Bozen Zentrum eröffnet und kann an diesem Abend bis 22 Uhr besucht werden. Am Samstag, 13. Juni, ist sie von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Führungen in deutscher und italienischer Sprache finden am 12. Juni um 18.00 Uhr sowie am 13. Juni um 11.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an Giulia Marchio möglich: giulia.marchio@unibz.it

Die Ausstellung bietet zudem die Möglichkeit, das interdisziplinäre Studienmodell der Fakultät kennenzulernen und Einblicke in die verschiedenen Studiengänge zu gewinnen. Bewerbungen für das kommende Studienjahr sind noch bis zum 2. Juli möglich.

Bezirk: Bozen

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