Von: mk
Bozen – Jüngst wurde im Waltherhaus in Bozen zum sechsten Mal der Rotary ARThandicap Award verliehen – eine Initiative der Rotary Clubs Südtirol im Rahmen einer Kunstausstellung für Menschen mit Beeinträchtigung. Von den 14 ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern waren 11 anwesend. Zahlreiche Angehörige und Freunde begleiteten die Teilnehmenden.
Neben Vertretern aller Rotary Clubs aus ganz Südtirol nahmen Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie die Präsidenten der Südtiroler Clubs, Daniele Cortolezzis (Bozen), Christine Horn (Meran) und Roger Pycha (Brixen) teil. Der federführende Club Brixen war zudem durch Vizepräsidentin Sonia Prader vertreten.
Präsident Roger Pycha eröffnete die Ausstellung und dankte insbesondere Clubsekretär Luis Plunger, der seit Bestehen der Initiative die Koordination der Initiative übernommen hat. „Ziel der Ausschreibung bleibt es, kreative Teilhabe zu fördern und künstlerische Leistungen von Menschen mit Beeinträchtigung sichtbar zu machen — ein Anliegen, das diesmal durch die Ausstellung aller eingereichten Werke besonders gut gelungen ist“, so Pycha.
Grenzen überwinden, Verständigung schaffen
Landeshauptmann Kompatscher betonte die Bedeutung des Projekts: „Die rotarische Initiative trägt dazu bei, Randgruppen in die gesellschaftliche Mitte zu holen und künstlerische Chancen für Menschen mit Beeinträchtigung zu vermehren.“
Initiator des ARThandicap Award ist Hans-Christoph von Hohenbühel, der das Projekt als damaliger Past-Präsident des Rotary Clubs Brixen ins Leben gerufen hat und es nun als Präsident des Südtiroler Kulturinstituts weiterhin unterstützt. Er erinnerte an das Leitmotiv der Veranstaltung: „Kunst kennt keine Behinderung, kreativer Ausdruck überwindet Ausgrenzung und schafft Verständigung.“
Drei Ausgezeichnete
Ein Künstler und zwei Künstlerinnen wurden mit Geldpreisen in Höhe von 1.000, 750 und 500 Euro ausgezeichnet; alle Teilnehmenden erhielten Medaillen und Urkunden. Die Preisträger sind:
• Erster Preis: Marvin Wegher für „Glücksinsel“ (farbige, in die Tiefe gehende Spuren auf grün-blauem Untergrund)
• Zweiter Preis: Agnes Hinterwaldner für „Die Frau“ (feinsinniges, ins Abstrakte zielendes Werk)
• Dritter Preis: Sophie Mair für „Rakete“ (kraftvolles, dunkles Bild)
Die Preisverleihung fand in festlicher Atmosphäre statt, mit lebhaftem Beifall und spontanen Reaktionen der Anwesenden.




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