Von: importer
Die britische Band Massive Attack hat nach einem Auftritt in Singapur, bei dem auf der Bühne eine palästinensische Flagge entfaltet wurde, strenge Verwarnungen erhalten und wurde mit einem Einreiseverbot belegt. Das teilte die dortige Polizei am Freitag mit. Den Behörden zufolge wurde gegen die Band wegen ihrer “Handlungen zur Unterstützung einer politischen Sache und des Entfaltens einer ausländischen Flagge” während ihres Konzerts ermittelt.
Demnach darf die Band künftig nicht mehr in Singapur auftreten. “Die Polizei nimmt Handlungen, die die ethnische und religiöse Harmonie in Singapur potenziell beeinträchtigen könnten, sehr ernst und fordert die Öffentlichkeit, einschließlich Ausländer, nachdrücklich auf, keine ausländische Politik einzuschleusen, da dies unseren sozialen Zusammenhalt und die Rechtsstaatlichkeit untergraben kann”, erklärten die Polizei und die Medienbehörde in einer gemeinsamen Stellungnahme.
In Singapur ist das öffentliche Zeigen ausländischer nationaler Symbole ohne Genehmigung nicht gestattet, und die palästinensische Flagge ist angesichts des Krieges im Gazastreifen und der muslimischen Bevölkerung Singapurs ein besonders heikles Thema. Im Jahr 2023 erklärte das Innenministerium: “Der anhaltende Konflikt zwischen Israel und der Hamas ist ein emotionales Thema. Angesichts der erhöhten Sensibilität raten wir davon ab, Gegenstände im Zusammenhang mit dem Konflikt öffentlich zu zeigen oder zu tragen.”




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