Ziel ist es, sichere Räume zu schaffen

Mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche: Neuer Leitfaden vorgestellt

Mittwoch, 10. Juni 2026 | 12:13 Uhr

Von: mk

Bozen – Mit der Vorstellung eines neuen Leitfadens zur Entwicklung von Schutzkonzepten haben die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der Südtiroler Jugendring einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in Südtirol gesetzt. Mehr als 80 Personen von Jugendeinrichtungen und Jugendorganisationen nahmen an der Fachveranstaltung „Schutzkonzepte für die Jugendarbeit“ im Pfarrheim Bozen teil.

Der neu entwickelte Leitfaden samt den dazugehörigen Anhängen und Arbeitsmaterialien bietet praxisnahe Unterstützung für Organisationen und Einrichtungen bei der Erarbeitung individueller Schutzkonzepte. Diese werden mit der Anpassung der Förderrichtlinien des Landes für Jugendeinrichtungen und Jugendorganisationen verpflichtend und müssen bis Ende 2027 umgesetzt werden.

Der Leitfaden wurde von den drei Dachverbänden in Zusammenarbeit mit Forum Prävention, der Kinder- und Jugendanwaltschaft, dem Jugendhaus Kassianeum und weiteren Fachpersonen entwickelt und vom Amt für Jugendarbeit gefördert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Bedeutung von Schutzkonzepten als Ausdruck fachlicher Verantwortung sowie konkrete und praxisnahe Ansätze zu Prävention, Risikoanalyse, Intervention und Handlungssicherheit. Besonderes Augenmerk wurde auf die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelegt. „Schutzkonzepte können nur dann wirksam sein, wenn junge Menschen in die Gestaltung von Regeln, Abläufen und Formen des respektvollen Miteinanders einbezogen werden“, sind sich Verena Hafner (AGJD), Christiane Kofler (netz | Dachverband Offene Jugendarbeit) und Maria Lisa Maffei (Südtiroler Jugendring) einig. Sie haben den Leitfaden vorgestellt.

Die drei Dachverbände verstehen die Entwicklung von Schutzkonzepten als langfristigen Lern- und Entwicklungsprozess. Neben dem Leitfaden werden daher auch künftig Workshops, Informationsveranstaltungen und weitere Unterstützungsangebote für Mitglieder organisiert. Ziel ist es, sichere Räume zu schaffen, in denen sich Kinder und Jugendliche geschützt, ernst genommen und willkommen fühlen.

Mit der Einführung von Schutzkonzepten wird die Qualität, Sicherheit und Zugänglichkeit der Jugendarbeit in Südtirol nachhaltig gestärkt.

Bezirk: Bozen

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