Von: mk
Schnals – Am 3. März lud der archeoParc Schnals Museumsverein zum Studientag in die archeoParc-Cafeteria und online ein. Die Beiträge widmeten sich Themen rund um die Ausstellungen im archeoParc und im campus transhumanza. Insgesamt nahmen rund 50 Teilnehmende aus Südtirol und aus dem deutschsprachigen Ausland an der Veranstaltung teil.
Der archeoParc Schnals Museumsverein darf sich seit der Eröffnung des Filialmuseums campus trahshumanza vergangenen Juni um zwei Themen kümmern: um die Lebensweise von Ötzi und um das immaterielle UNESCO-Kulturerbe Transhumanz. Der Studientag am 2. März war die erste Veranstaltung des Vereins, die sich beiden Themen widmete.
In wenigen Monaten jährt sich Mitte September die Entdeckung von Ötzi zum fünfunddreißigsten Mal und die Eröffnung des archeoParc zum fünfundzwanzigsten Mal. Dies ist Anlass auf das Wirken des archeoParc und seiner Gestalterinnen und Gestalter zurückzublicken und in die Zukunft zu denken. Die beiden Eröffnungsvorträge des Studientags standen ganz in diesem Zeichen: Die deutsche Psychologin Katrin Hille stellte den Zusammenhang zwischen Bedürfnissen von Besuchenden und dem Erfolg von Museumsaktivitäten vor: „Intrinsisch motivierende Exponate und Aktivitäten sprechen die grundlegenden psychologischen Bedürfnisse von Menschen an. Sie ermöglichen Erlebnisse von Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit.“ sagt Katrin Hille, die viele Jahre die Besucherforschung des Science Center experimenta in Heilbronn verantwortete. Im Anschluss stellte der deutsche Archäotechniker, der im archeoParc an der Gestaltung des Freilichtbereichs maßgeblich beteiligt war, einen Überblick über 35 Jahre experimentalarchäologische Forschung zu und mit Ötzi vor.
Es folgten Vorträge zu kupferzeitlichen Felsritzzeichnungen (Eva Kiem) und zur Verarbeitung von Schafwolle (Katrin Kania und Silvia Bestgen). Insgesamt nahmen etwa 50 Teilnehmende an einem oder mehreren Vorträgen teil. „Ich danke meinem Team und unseren Partnern für die Vorbereitungen.“ sagte Museumsleiterin Johanna Niederkofler. „Die Inhalte des Studientags waren für uns motivierend und ein toller Start in das Museumsjahr. Es ist schön, dass so viele Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter anderer Einrichtungen diese Einschätzung mit uns teilten.“ so Niederkofler weiter. Wer interessiert ist und nicht dabei sein konnte, findet eine Auswahl der Vorträge demnächst auf dem YouTube-Kanal des Museumsvereins.
Die Tätigkeit des Museumsvereins wird von der Autonomen Provinz Bozen und der Gemeinde Schnals finanziell unterstützt. Die Einrichtung des campus transhumanza wurde aus Mitteln des Covid-Wiederaufbaufonds EU Next Generation (PNRR) finanziert, welcher auch den Studientag mit-ermöglicht hat.
Die Museen archeoParc und campus trashumanza öffnen Ende des Monats wieder für den Publikumsbetrieb. Mit täglichen Öffnungszeiten von 10.00 bis 17.00 Uhr werden beide Einrichtungen identisch zugänglich sein. Ebenso wird es in beiden Einrichtungen ein Tagesprogramm geben.




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