Von: mk
Bozen – Am heutigen Dienstag konnte Walter Landi, Obmann des Museumsvereins Bozen, gemeinsam mit weiteren Vereinsvertretern sowie Verena Köllensperger als Nachfahrin Julius Perathoners, ein modernes Porträt des legendären Bozner Bürgermeisters entgegen nehmen. Das Werk ist ein Geschenk des Meraner Künstlers Claudio Calabrese und ab sofort im Stadtmuseum Bozen zu besichtigen.
Walter Landi dankte dem Künstler im Namen des Museumsvereins herzlich für dessen großzügige Schenkung. Auch Vizeobfrau Eva Gratl sprach ihren Dank aus und betonte, dass die Auseinandersetzung mit Julius Perathoner und seinem Lebenswerk bis heute inspirierend wirke. Das Werk von Claudio Calabrese sei dafür ein eindrucksvoller Beleg. Verena Köllensperger als Urenkelin gab ihrer Freude Ausdruck, dass ihr Vorfahr auch heute noch Künstler inspiriert.
Claudio David Calabrese widmet sich seit frühester Kindheit der Malerei. Bereits im Alter von elf Jahren fand er in der Meraner Galeristin Laura Veysy Boros De Somoskeoy eine wichtige Mentorin. Weitere künstlerische Grundlagen erarbeitete er sich bei Michael Rasp, einem Meisterschüler von Daniel Spoerri. Zwei Jahre lang besuchte Calabrese dessen Atelier als Privatschüler, um das Handwerk der Malerei von Grund auf zu erlernen. Es folgten Kurse an der Sommerakademie Salzburg, unter anderem bei Gerhard Rühm – zu einer Zeit, als Calabrese erst 15 Jahre alt war. Darüber hinaus absolvierte er in Bozen einen speziellen Porträtkurs bei Guy Vetter.
Seit vielen Jahren setzt sich Calabrese intensiv mit der Porträtmalerei auseinander. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht nicht allein die äußere Erscheinung der dargestellten Personen, sondern vor allem deren Persönlichkeit. Er versucht, über die bloße Physiognomie hinaus auch jene Aspekte sichtbar zu machen, die dem Auge verborgen bleiben. Ganz im Sinne seines Freundes und Lehrmeisters Peter Fellin, der sagte: „Das Unsichtbare zu erkennen und zu gestalten, ist Kunst.“
Das Porträt von Julius Perathoner entstand als Hommage an den langjährigen Bozner Bürgermeister. Für Calabrese ist Perathoner eine Persönlichkeit, die die Entwicklung Bozens nachhaltig geprägt und Großes für die Stadt geleistet hat, deren Wirken jedoch nicht immer verstanden oder angemessen gewürdigt worden sei. Mit seinem Porträt möchte der Künstler einen persönlichen Beitrag dazu leisten, Perathoners Vermächtnis sichtbar zu machen und seine Bedeutung für Bozen in Erinnerung zu rufen.




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