Von: mk
Schlanders – Die Delegierten des Landesbeirates der Eltern aus dem Vinschgau trafen sich Anfang Februar zur Bezirksversammlung in Schlanders. Im Mittelpunkt stand dabei das Wohl der Kinder und Jugendlichen. Gute Rahmenbedingungen in Schule und Kindergarten seien hierfür entscheidend. Dazu gehören verlässliche Strukturen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindergarten beziehungsweise Schule und dem Elternhaus und eine offene, lebendige und respektvolle Kommunikation, wie der Bezirk Vinschgau im Landesbeirat der Eltern in einer Aussendung erklärt.
Besonders intensiv diskutiert wurden die Themen Mensa, Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe und Sommerangebote. Eltern aus mehreren Gemeinden berichteten von großen Unterschieden in den Angeboten, knappen Ressourcen und vereinzelt auch von prekären Situationen in der Infrastruktur und Ausstattung. Ziel der Delegierten ist es, jedem Kind im Vinschgau Zugang zu einer funktionierenden, qualitativ hochwertigen und leistbaren Schulverpflegung zu ermöglichen. Ebenso wichtig seien transparente und faire Zugangskriterien für Nachmittags- und Sommerangebote, welche die Eltern entlasten und die Kinder fördern würden, so die Vertreter des Bezirks.
Ein zentrales Anliegen war auch der Schülertransport. Kinder aus Seitentälern und entlegenen Gebieten dürften nicht benachteiligt werden. Ebenso wurde die rasche Wiederaufnahme eines zuverlässigen Zugdienstes zwischen Mals und Meran gefordert, abgestimmt auf die Schulzeiten. Planungssicherheit sei für Familien unerlässlich – vor allem auch im Hinblick auf die Erreichbarkeit und Mobilität.
Die Versammlung zeigte deutlich, wie wichtig der Austausch auf Bezirksebene, die Vernetzung und Zusammenarbeit sind. Die Realitäten im ländlichen Raum unterscheiden sich oft stark von jenen in der Stadt. Daher sollen die Bezirkstreffen künftig regelmäßig stattfinden.
Die Landesvorsitzende des Elternbeirates, Silvia Cadamuro, lud die Delegierten ein, Anliegen der Eltern des Bezirkes zu sammeln und an die Vinschger Vertreterinnen im Vorstand weiterzuleiten. Sie unterstrich die Bedeutung dieses Dialogs. „Wenn wir den Kindern gute Bildung und gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten wollen, müssen wir zuhören. Den Eltern, den Schulen und den Bezirken. Treffen wie dieses helfen uns, die Vielfalt der Bedürfnisse besser zu verstehen und auf Landesebene einzubringen.“
Mit der Bereitschaft von Karin Meister, den Bezirk Vinschgau im Vorstand des Landesbeirates der Eltern zu vertreten, wird dieser Weg weiter gestärkt. „Ich möchte dem Vinschgau als Elternvertreterin auf Landesebene eine starke und klare Stimme geben. Unsere Kinder brauchen gute Rahmenbedingungen. Diese sind für jeden Bezirk individuell. Umso wichtiger ist es, dass auch die derzeit nicht im LBE vertretenen Schulstellen im Vinschgau rasch einen Delegierten ernennen.“
Ein besonderer Dank gilt der Direktorin des OSZ Schlanders, Verena Rinner, für die Zurverfügungstellung des Raumes, sowie der Mitarbeiterin im Abenddienst. Ein herzliches Danke geht an alle Delegierten für ihr ehrenamtliches Engagement und ihr Kommen. Ebenso an Silvia Cadamuro für die weite Anreise aus Bozen. Dieses Interesse und diese Wertschätzung sind ein starkes Zeichen für den Vinschgau.




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