Über 700.000 Eintritte

Südtiroler Landesmuseen: Besuchszahlen steigen weiter an

Dienstag, 17. Januar 2023 | 13:40 Uhr

Bozen – Insgesamt 702.736 Eintritte haben die Museen in Besitz der Autonomen Provinz Bozen im Jahr 2022 verzeichnet. Die meisten Besuche zählte das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen (253.365), gefolgt vom Touriseum bei Meran (182.950) und das Landesmuseum Bergbau mit seinen vier Standorten in Prettau, Steinhaus, Ridnaun und am Schneeberg, (62.105). Zum Vergleich zu den Vorjahren: Die Zahlen vor Corona lagen meist zwischen 800.000 und 900.000, während im Jahr 2020 nur knapp 290.000 Besuche und im zweiten Pandemiejahr 2021 ungefähr 420.000 Besuche registriert wurden.

Zu den vom Betrieb Landesmuseen geführten Museen zählen weiters das Naturmuseum Südtirol in Bozen mit dem Planetarium Südtirol in Gummer, das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim mit dem Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei – Schloss Wolfsthurn in Mareit und dem Südtiroler Weinmuseum in Kaltern, das Museum Ladin Ciastel de Tor mit dem Museum Ladin Ursus ladinicus (beide im Gadertal), Schloss Tirol mit Schloss Velthurns und der Burg Obermontani am Eingang des Martelltals, sowie die Festung Franzensfeste mit dem Museum Eccel Kreuzer in Bozen.

Dazu Landeshauptmann und Museenlandesrat Arno Kompatscher: „Die Landesmuseen sind wertvolle Bildungs- und Forschungsstätten und es freut mich, dass sie nach den vergangenen zwei schwierigen Pandemiejahren auch wieder viel Publikum anziehen. In mehreren Bereichen stellen sie Wissenszentren dar, die uns in den Bereichen Geschichte, Kunst, Volkstum, Tourismus, Archäologie und Naturwissenschaften einen Gesamtüberblick geben.“

Das war das Jahr 2022

Die Höhepunkte des Jahres 2022 waren neben mehreren Forschungsprojekten zu verschiedenen Themen unter anderem die Ausstellung „Stone Age Connections“ über die Mobilität zu Ötzis Zeit, die Kühlzellenführung im Sommer und die Archeo Week des Archäologiemuseums. Das Naturmuseum zeigte die Ausstellungen „Dragons“ und „Handimals“ und organisierte das Escape Game über die Geheimnisse der naturhistorischen Sammlung von Georg Gasser, die Herbsttagung der Fachgruppe naturwissenschaftlicher Museen des Deutschen Museumsbundes sowie unzählige Vorträge und Workshops zu naturhistorischen Themen, während das Planetarium wieder astronomische Vorführungen anbot.

Das Volkskundemuseum veranstaltete wieder Handwerksvorführungen und das Volksmusikfest im Volkskundemuseum, das Weinmuseum den Internationalen Museumstag mit den Oldtimer-Traktoren und Schloss Wolfsthurn die Ausstellung „Von Herrschaften und Haarprachten. Geschichte der Frisur im 18. und 19. Jahrhundert“. Das Museum Eccel Kreuzer präsentierte die Ausstellung zu Paul Flora und der satirischen Kunst in der Sammlung Eccel Kreuzer sowie viele Themenführungen in der Dauerausstellung, die Festung Franzensfeste hingegen die Ausstellungen „Frauenfeste“, „perspectives art spaces“, „Spuren der Erinnerung“ sowie den neuen Teil der Dauerausstellung „Eingebunkert“, den Familiensonntag und die Tagung über die Aufgaben von zeithistorischen Museen.

Im Touriseum lief die Plakat-Ausstellung „Visitate Merano!“ über die touristische Wiederauferstehung der Kurstadt Meran nach dem Ersten Weltkrieg und der Vintage-Market, auf Schloss Tirol die Ausstellungen „Global ‘500“ über die Weltumsegelung vor 500 Jahren und „Liebe, Tod und Teufel“ über das Theater im historischen Tirol sowie die Kunstausstellungen „Georg Thuille“ und „Wilhelm Senoner. Persona“. Das Museum Ladin zeigte die Ausstellung „Lostriades“ über die Mobilität im Schnee in den ladinischen Tälern und feierte mit verschiedenen Veranstaltungen das 35-jährige Jubiläum des Fundes des prähistorischen Höhlenbären Ursus ladinicus in der Conturineshöhle (Fanesgruppe), während das Bergbaumuseum die Knappenspiele in Ridnaun, den Sagentag in Ridnaun und Prettau sowie viele Führungen in den Bergwerken und Umgebung organisierte und in Prettau das neue Besucherzentrum eröffnete.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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