1. Oktober im Zeichen der Solidarität

Verband der Seniorenwohnheime Südtirols dankt

Donnerstag, 01. Oktober 2020 | 20:24 Uhr

Bozen – Der Internationale Tag der Senioren am 1. Oktober 2020 steht heuer im Zeichen der Solidarität. Der VdS möchte diesen Tag nutzen, um sich bei den vielen Südtiroler Verbänden, Firmen, Vereinen und Privatpersonen für die wertvolle Unterstützung in der Corona-Krise zu bedanken.

“Es waren schwierige Monate für uns alle. Besonders aber für die Bewohner, die Mitarbeiter und die Direktoren der Seniorenwohnheime in Südtirol. Auch dank der Unterstützung und Solidarität vieler Vereine, Firmen und Privatpersonen konnte diese schwierige Zeit in den Heimen gemeistert werden. Es war schön zu sehen, dass die Südtirolerinnen und Südtiroler ihre Senioren nicht vergessen haben”, so der VdS.

„Es freut mich sehr in einem Land zu leben in der Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt in die Tat umgesetzt werden und dies in Zeiten, wo jeder von uns mehr oder weniger an seine persönlichen Grenzen gestoßen ist“, sagt Thomas Franzelin, Heim- und Pflegedienstleitung des Alten und Pflegeheims Robert Prossliner Stiftung in Auer.

„Es war schön zu sehen, dass Menschen auch in schwierigen Zeiten an uns gedacht und uns unterstützt haben“, meint ein Mitarbeiter der Grieserhof Stiftung St.Elisabeth in Bozen.

“Nur zwei von unzähligen Dankesbekundungen, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben. Heute ist es für uns als Verband der Seniorenwohnheime an der Zeit, Danke zu sagen. Deshalb haben wir die Unterstützer und Spender zu dieser Feier eingeladen. Obwohl unterstützen und helfen für sie selbstverständlich scheint”, meint der VdS.

„Die Frauen und Männer des Südtiroler Schützenbundes waren und sind gerne bereit an vorderster Front mitzukämpfen, zum Schutz einer Generation, der wir so Vieles zu verdanken haben“, bekundet der Bundesgeschäftsführer der Schützen, Egon Zemmer.

Die Südtiroler Schützen haben die Heime tatkräftig unterstützt. Sie haben Desinfektionsmittel und Geschenke in die Heime geliefert, Zimmer desinfiziert und beim Aufräumen der Zimmer geholfen.

Und die Präsidentin der Alperia, Flora Kröss, zitiert den Daila Lama: „Wer etwas für den anderen tut, darf sich nichts darauf einbilden oder selbstgefällig werden. Nicht um Belohnung soll es ihm gehen, nur um eins: Das Glück des anderen sei seine ganze Leidenschaft.“

Das Südtiroler Energieunternehmen Alperia und die Stiftung Südtiroler Sparkasse, „Südtirol hilft“, sowie der Verein Licht für Senioren und die Gewerkschaft SGB/CISL Schule Scuola haben mit Geldspenden den Ankauf von Masken und Schutzkleidung ermöglicht.

Darüber hinaus sind auch zahlreiche Sachspenden eingegangen. Die Firma Progress, das Kollegium der Bauunternehmer der Autonomen Provinz Bozen, sowie die Brennerei Villa Laviosa haben Schutzanzüge, chirurgische Masken und Desinfektionsmittel angekauft.

“Die gemeinsam durchlebte schwierige Zeit hat uns auch zusammengeschweißt”, meint der Direktor des Weißen Kreuzes, Ivo Bonamico: „Die gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung in den vergangenen Monaten haben uns sehr nahegebracht. Dieses Band der Solidarität wird die Krise überdauern und kann die Grundlage für ein noch stärkeres, gemeinschaftliches Engagement im sozialen Bereich bilden.“

Das Weiße Kreuz war in neun unterschiedlichen Seniorenwohnheimen ehrenamtlich im Dienst. Sie unterstützten und entlasteten die Pflegekräfte bei der täglichen Arbeit, halfen aber auch dabei, den Alltag der Bewohner abwechslungsreicher zu gestalten – ein kostbares Geschenk in dieser Krisensituation.

“Es waren die großen Spenden und die kleinen Zeichen, die uns durch die Corona-Krise geholfen haben. Unvergessen in den Heimen sind die Videoanrufe, die dank der kostenlos zur Verfügung gestellten Sim-Karten der Firma Sija mobile ermöglicht wurden. Viele Senioren lauschten begeistert den Geschichten des Schriftstellers Toni Bernhart und konnten so für einige Zeit ihre Gedanken schweifen lassen. Der Schriftsteller las vom 19. März bis 17. Juli 2020 täglich eine Dialektgeschichte aus dem Buch ‘Olt-Graunr Gschichtn’ von Elsa Patscheider und stellte sie online”, meint der VdS.

Auch freuten sich die Heimbewohner über das Video des Netzwerkes der Eltern-Kind-Zentren Südtirols. Dort haben Kinder und Erwachsene aus ganz Südtirol ihren Omas und Opas in den Heimen Grüße überbracht. Auch der Chor Flat Caps, sorgte mit seinem 50-minütigen digitalem Wohnzimmerkonzert für Kurzweil in den Heimen.  Zu Ostern sendete der Bischof Ivo Muser österliche Grüße in die Seniorenwohnheime in Form von Osterglöckchen und Ostertauben.

„Die Hilfe der verschiedenen Vereine und Betriebe gaben uns immer wieder Energie weiter zu machen“, meint eine Mitarbeiterin der Grieserhof Stiftung St.Elisabeth.

“Besonders gefordert waren in diesen Monaten auch die Mitarbeiter in den Heimen. Deshalb waren wir sehr erfreut, dass sie neben Anerkennung und Lob auch kleine Zeichen der Unterstützung erhalten haben. So schenkte der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften VOG und die Südtiroler Sparkasse den Mitarbeitern ein Dankesgeschenk. Die Südtiroler Bergführer und Wanderleiter stellen kostenlose Tourenpakete zur Verfügung und der Hotelier- und Gastwirteverband HGV schenkte dem Personal der Seniorenwohnheime im Rahmen der Aktion #gastgewerbedankt Gutscheine für ein Auszeit”, so der VdS.

“Mittlerweile kehrt allmählich wieder Alltag in den Seniorenwohnheimen ein. Ein neuer Winter steht uns bevor. Corona ist immer noch nicht besiegt, wir bleiben wachsam“, sagt Moritz Schwienbacher, Präsident des Verbandes.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Verband der Seniorenwohnheime Südtirols dankt"


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thomas
thomas
Universalgelehrter
21 Tage 7 h

man war einfach unvorbereitet und ging z.T. fahrlässig zu Werk

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