"Mehr Vernetzung, weniger bürokratische Hürden"

Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste

Dienstag, 29. Januar 2019 | 22:50 Uhr

Bozen – Die zwanzig Jugenddienste, welche über die AGJD zusammengeschlossen sind, trafen sich zur Vollversammlung im Haus Goethe, dem neuen Sitz der AGJD. Neben den vielen Vorsitzenden der Jugenddienste, nahm auch der Direktor des Amtes für Jugendarbeit Klaus Nothdurfter teil, welcher die Grußworte des zuständigen Landesrates Philipp Achammer überbrachte.

Die Jugenddienste stehen vor vielen Herausforderungen: Herausforderungen, welche die dynamische Entwicklung der Jugendarbeit, die veränderten Bedürfnisse von jungen Menschen betreffen, jedoch  insbesondere Herausforderungen, welche die tägliche Arbeit durch eine zunehmende Dichte an gesetzlichen Regelungen und steigendem Verwaltungsaufwand erschweren. Dies kam bei der Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) deutlich zum Ausdruck.

Verwaltungstechnische Hürden und Aufwand nehmen zu

Die Reform des Dritten Sektors, Auflagen im Bereich Datenschutz, das Stemmen des wachsenden Verwaltungsaufwandes sorgen für Unmut bei den Verantwortungsträgern der Jugenddienste, welche aus allen Landesteilen nach Bozen kamen, um an der Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) teilzunehmen. Insgesamt beschäftigen die Jugenddienste landesweit über hundert Mitarbeitende, mehr als 150 Personen engagieren sich ehrenamtlich in den Vorständen der Jugenddienste – diese suchen zunehmend nach praxistauglichen Lösungen, um allen rechtlichen und verwaltungstechnischen Auflagen gerecht zu werden. Zeit, welche wiederum nicht in die eigentliche Arbeit vor Ort – für und mit jungen Menschen – investiert werden kann. „Die Jugenddienste sind in nahezu allen Gemeinden Südtirols präsent und verstehen sich als Motor der Entwicklung der Jugendarbeit vor Ort. Gemeinsam mit anderen Netzwerkpartnern versuchen sie die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass junge Menschen gesellschaftspolitischen Herausforderungen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden bestmöglich begegnen können. Wir als AGJD versuchen dabei den Jugenddiensten in vielen Angelegenheiten einen vereinstechnischen, rechtlichen und bürokratischen Rückhalt zu geben, jedoch gestaltet sich dies immer schwieriger“, so Karlheinz Malojer, Geschäftsführer der AGJD.

Austausch untereinander – partnerschaftlich und auf Augenhöhe

Die Vision der Jugenddienste ist es, dass sich junge Menschen zu mündigen Persönlichkeiten entwickeln, deren zunehmende Selbstbestimmung und soziale Haltung sich im verantwortungsbewussten Handeln in der Gesellschaft widerspiegeln. Der Austausch zu den verschiedenen Schwerpunktthemen wie etwa gesellschafts- und sozialpolitische Aufgaben oder Vernetzung in ihren unterschiedlichen Facetten, zeigte wie vielfältig die Arbeit der AGJD auf Landesebene beziehungsweise jene der Jugenddienste vor Ort ist. Die Vielgestaltigkeit der Jugendarbeit und die sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen und Aufgabenstellungen erfordern eine ständige Weiterentwicklung der Formen, Methoden und Konzeptionen. Der Direktor des Amtes für Jugendarbeit Klaus Nothdurfter, welcher an der Vollversammlung teilnahm, betonte, die Wichtigkeit und Bedeutung der Arbeit der Jugenddienste vor Ort.

Die AGJD unterstützt, begleitet und vernetzt die Jugenddienste

„Uns als AGJD ist es ein Anliegen die Jugenddienste zu unterstützen und zu begleiten, Erleichterung durch eine Vielzahl an Service- und Dienstleistungen zu schaffen, und so die Jugenddienste an der Basis, vor Ort zu stärken, dort, wo Jugendarbeit konkret stattfindet“, betont Markus Eccli, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) bei der Vollversammlung. Die Jugenddienste tragen dazu bei, dass sich junge Menschen stärker mit der jeweiligen Gemeinde verbunden fühlen und sich dort auch engagieren. Sie sorgen dafür, dass die Belange junger Menschen bei Entscheidungsträgern gehört werden. Sie tragen dazu bei, dass allen jungen Menschen gesellschaftliche Zugehörigkeit gewährt und gesichert wird. Deshalb ist es wichtig, dass die Jugenddienste Rahmenbedingungen vorfinden, mit denen sie ihrem eigentlichen Auftrag nachgehen können.

Die AGJD

Die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienst (AGJD) ist der Zusammenschluss der 18 Jugenddienste Südtirols, des Nëus Jëuni Gherdëina und des Jugendbüros Passeier: Unser zentrales Anliegen diese Einrichtungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Wir verbinden die Jugenddienste zu einem landesweiten Netzwerk.

Die Jugenddienste Südtirols als Fachstellen zur Förderung der Jugendarbeit verstehen sich als Motor von Prozessen in der Regionalentwicklung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Die Jugenddienste fördern (begleiten) die Kinder- und Jugendarbeit subsidiär und partizipativ. Die Jugenddienste sind somit Ansprechpartner für alle Akteure, welche in der soziokulturellen, bildungsmäßigen und freizeitorientierten Jugendarbeit tätig sind. Bei den Akteuren handelt es sich um ehrenamtlich, freiwillig, hauptamtlich oder beruflich tätige Verantwortungsträgern.

Die gemeinsame Vision der Jugenddienste ist es, dass junge Menschen sich zu mündigen Persönlichkeiten entwickeln, deren zunehmende Selbstbestimmung und soziale Haltung sich im verantwortungsbewussten Handeln in der Gesellschaft widerspiegeln.

Mehr Infos unter: www.jugenddienst.it

Von: bba

Bezirk: Bozen

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