Unter der Leitung von Pietari Inkinen spielt das Haydn-Orchester Beethoven, Mozart und Ferrante

Weg zur Unendlichkeit

Montag, 20. März 2017 | 09:24 Uhr

Mozart, Beethoven – und eine Uraufführung von Alessio Ferrante: Der finnische Dirigent Pietari Inkinen leitet das Haydn Orchester im Konzerthaus Bozen.

Am 21. März dirigiert Pietari Inkinen das Haydn Orchester im Konzerthaus Bozen. Auf dem Programm stehen zwei Werke, die am Anfang von Komponistenkarrieren stehen, zwischen denen allerdings 243 Jahre Musikgeschichte liegen: Die Uraufführung der Auftragskomposition „Way to Infinity“ des 1989 in Bozen geborenen Alessio Ferrante und die Sinfonie Nr. 29 in A-Dur, KV 201, die Wolfgang Amadeus Mozart 1774 im Alter von 18 Jahren geschrieben hatte. Nach der Pause folgt dann die Sinfonie Nr. 5 in c-Moll, op. 67 von Ludwig van Beethoven. Das Konzert beginnt in Bozen um 20.00 Uhr und wird am 22. März in Trient (Auditorium, 20.30 Uhr) wiederholt.

Pietari Inkinen wurde 1980 in Kouvola (Finnland) geboren. Er studierte Violine an der Musikhochschule in Köln und Dirigieren an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Von 2008 bis 2016 war Pietari Inkinen Musikdirektor des New Zealand Symphony Orchestra, dessen Ehrendirigent er heute ist. Beim Japanischen Philharmonischen Orchester wirkt er seit 2009 als erster Gastdirigent. Seit der laufenden Saison 2016/17 ist er dort Chefdirigent. Seit 2015 leitet er die Ludwigsburger Schlossfestspiele und ist Chefdirigent der Prager Symphoniker. Im September 2017 wird er Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie in Saarbrücken und Kaiserslautern. 2013 leitete er die erste australische Produktion des Wagnerschen „Rings“ an der Opera Australia, die 2014 mit dem Helpman Award ausgezeichnet wurde. Am Teatro Massimo in Palermo dirigierte er „Das Rheingold“ und „Die Walküre“. Seine „Rheingold“-Interpretation wurde mit dem Premio Abbiati der Vereinigung der italienischen Musikkritiker ausgezeichnet. Mit dem Haydn Orchester debütierte Pietari Inkinen im Februar 2015 mit Werken von Mendelssohn, Wagner und Tschaikowsky.

Alessio Ferrante wurde am Konservatorium in Bozen ausgebildet. Bei Luca Macchi erwarb er 2015 das Kompositions-Diplom summa cum laude. 2010 nahm er am European Composers’ Professional Development Programme teil. Dabei erhielt er einen Kompositionsauftrag für ein neues Werk („Brechung“), das im Rahmen des angesehenen Huddersfield Contemporary Music Festivals in Großbritannien uraufgeführt wurde. Seine Werke wurden bei Konzerten des Bozener Konzertvereins, bei Transart und beim Festival zeitgenössischer Musik in Bozen, beim Mittelfest in Cividale del Friuli, beim ReMusica Festival in Prishtina und bei Contemporanea in Udine aufgeführt. „Way to Infinity“ orientiert sich am antiken Verständnis von Musik als Verbindung zum Göttlichen, die den Weg zu Vollkommenheit und Unendlichkeit weist. Ferrante begleitet das Publikum daher auf einer Reise, die auf dem Götterberg Olymp in einer neuen Klangwelt endet.

Tickets: Stadttheater, Verdiplatz 40, 39100 Bozen Tel 0471 053800 oder unter www.haydn.it.

Von: pf

Bezirk: Bozen

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