Jetzt spricht auch Tochter Magdalena

Familien-Zoff bei Reinhold Messner: “Habe den Bruch noch nicht verarbeitet”

Mittwoch, 26. August 2026 | 12:00 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Der Streit in der Familie von Extrembergsteiger Reinhold Messner nimmt kein Ende. Nachdem sich bereits Sohn Simon öffentlich zu Wort gemeldet hat, sprach zuletzt auch Tochter Magdalena über den Kontaktabbruch zu ihrem Vater und darüber, wie schwer sie dieser bis heute belastet.

Magdalena Messner (38) war ihrem Vater einst besonders eng verbunden. Sie arbeitete an seinen Manuskripten, half beim Aufbau der Messner Mountain Museen und übernahm 2017 sogar deren Verwaltung. Doch vor rund zwei Jahren kam es zum Bruch.

“Das war kurz bevor wir das letzte Messner Mountain Museum auf die Beine stellen wollten”, erinnert sich Magdalena Messner. “Seitdem ist keine Zusammenarbeit und kein Austausch mehr möglich”, was sie sehr bedauere. “Wir erreichen ihn nicht mehr, das ist sehr traurig”, sagt Magdalena im Gespräch mit “Bunte”.

Seit dem Zerwürfnis sei weder eine Zusammenarbeit noch ein persönlicher Austausch möglich. Gleichzeitig spüre sie ihren Vater weiterhin in ihrer Arbeit: “Sein Geist ist noch in den Museen zu spüren.”

“Noch nicht vollständig verarbeitet”

Der Familienkonflikt ist für die 38-Jährige längst nicht abgeschlossen. “Ich habe den Bruch sicher noch nicht vollständig verarbeitet”, sagt sie. Es gebe weiterhin “schmerzhafte Momente der Trauer”. Trotzdem wolle sie nach vorne blicken und verhindern, dass die Traurigkeit zu einem Dauerzustand werde.

Damit erhält der seit Jahren schwelende Streit eine weitere persönliche Facette. Denn über die Ursachen des Zerwürfnisses gehen die Darstellungen weit auseinander.

Messner: “Man hat mich entsorgt”

Reinhold Messner selbst machte zuletzt unter anderem eine vorzeitige Vermögensübertragung an seine Kinder im Jahr 2019 für die Eskalation verantwortlich. Er habe seinen Kindern “mit warmen Händen” geben wollen, danach sei jedoch versucht worden, ihn und seine heutige Ehefrau Diane auszugrenzen, sagte er im Ö3-Podcast “Frühstück bei mir” im Mai 2026.

Messner beklagte zudem, sein eigenes Lebenswerk werde ihm aus der Hand genommen. Er fühle sich von seinen Kindern “entsorgt”.

Sein Sohn Simon widerspricht dieser Darstellung vehement. Nicht der Vater sei ausgeschlossen worden, sondern Messner selbst habe sich zurückgezogen, erklärte er.

Gegenüber der “Bild” sagte er vor Monaten: “Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist. Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben. Er hat sich uns entzogen. Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.” Und er betonte: “Ganz verloren haben wir unseren Vater, als er seine jetzige Ehefrau kennenlernte. Wir erreichen ihn nicht mehr. Davon sind nicht nur wir Kinder betroffen, sondern ein Großteil seines alten Lebens: seine Geschwister, engste Vertraute, Freunde, frühere Mitarbeiter.”

Etwas später erklärte Simon Messner im Interview mit der “Augsburger Allgemeinen” erneut: “Er wünscht keinen Kontakt zu mir, was mich sehr schmerzt. Sein gesamtes früheres Umfeld hat Schwierigkeiten, ihn zu erreichen. Es ist schon sehr skurril, zu behaupten, man wurde entsorgt, und man weigert sich, zur gleichen Zeit die Kinder zu treffen. Es ist sehr, sehr traurig.”

Diane Messner wehrt sich

Messners Ehefrau Diane hatte indes Vorwürfe zurückgewiesen, sie sei für den Bruch verantwortlich. Sie kritisierte die Darstellung der “jungen Frau, die Familien zerstört”, als ungerecht und zog öffentlich eine klare Grenze.

Fest steht: Der einst enge Familienverbund scheint schwer beschädigt. Magdalena Messners Aussagen zeigen nun vor allem, dass der Konflikt auch bei ihr tiefe emotionale Spuren hinterlassen hat. Ob es irgendwann zu einer Annäherung kommt, bleibt offen. Zu wünschen wäre es der Familie Messner jedenfalls.

Bezirk: Bozen

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